Stand: 07.04.2020 12:18 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Aida Cruises: Crews sitzen auf Kreuzfahrtschiffen fest

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Tausende Mitarbeiter von Aida Cruises sitzen auf Schiffen in aller Welt fest. (Archivbild)

Bis zu 8.000 Crewmitglieder der Rostocker Reederei Aida Cruises sitzen aktuell an Bord von insgesamt 14 Schiffen in aller Welt fest. Damit sind etwa halb so viele Mitarbeiter an Bord der Aida Schiffe, wie sonst bei Fahrten mit Urlaubern.

Corona-Krise: Kreuzfahrten in MV eingestellt

Nordmagazin -

Wegen der Corona-Krise darf in Warnemünde und im Überseehafen derzeit kein großes Schiff anlaufen. Das hat weitreichende Auswirkungen, denn viele Branchen leben vom Kreuzfahrttourismus.

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Die Seeleute und Servicekräfte aus rund 50 Ländern sitzen in Häfen unter anderem in Hamburg, Dänemark, Frankreich, auf den Kanaren, vor Barbados und Dubai und auch auf hoher See fest. Nicht wenige Besatzungsmitglieder sind seit Wochen oder gar Monaten an Bord. Auf einen Crewwechsel, wie sonst üblich, darf dabei wohl niemand hoffen. Wie ein Sprecher des Unternehmens in Rostock sagte, sei es sehr kompliziert, Crewmitglieder in den Häfen von Bord zu bekommen. Selbst wenn das gelänge, würden die weltweiten Reisebeschränkungen verhindern, dass Mitarbeiter in ihre Heimatländer weiterreisen könnten.

Crew-Mitglieder in Gästekabinen umgezogen

Touristen sind aktuell nicht mehr an Bord der Kreuzfahrtschiffe. Nach Informationen der Reederei konnten die Crewmitglieder in Gästekabinen umziehen. An Bord würden demnach dieselben Hygienebestimmungen gelten wie an Land. Unnötige Landgänge würden vermieden, die Arbeitszeit werde nun für Weiterbildungen wie etwa Sprachkurse und für Instandhaltungsmaßnahmen genutzt. Die Crewmitglieder seien per Telefon und Internet mit ihren Familien in Kontakt. Ein Sprecher von Aida Cruises in Rostock sagte, der Lohn werde entsprechend der abgeschlossenen Verträge weitergezahlt - das gelte auch für Crewmitglieder, die nicht mehr an Bord sind. Nach Angaben von Aida Cruises gibt es aktuell keinen positiv bestätigten Verdachtsfall von Corona bei der Besatzung.

Saudi-Arabien investiert ins Kreuzfahrtgeschäft

Die Kreuzfahrtbranche zählt zu den Wirtschaftszweigen, die besonders stark unter der Corona-Pandemie leiden. Aida Cruises gehört zum angeschlagenen US-Kreuzfahrtkonzern Carnival. Der Konzern war in der Krise durch Virus-Ausbrüche auf zwei Kreuzfahrtschiffen schon recht früh in die Bredouille geraten und musste den Betrieb fast komplett einstellen. Nun wurde bekannt, dass Saudi-Arabien als Großaktionär beim angeschlagenen US-Kreuzfahrtkonzern Carnival eingestiegen ist. Der Anteil von gut acht Prozent an dem Touristikunternehmen ist rund 343 Millionen Euro wert.

 

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NDR 1 Radio MV | 07.04.2020 | 12:00 Uhr

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