NDR Info - Redezeit

Landwirtschaft in grüner Hand - Wie billig darf ein Schnitzel noch sein?

Donnerstag, 13. Januar 2022, 20:33 bis 22:00 Uhr, NDR Info

Ein Mastschwein steht in seinem Stall. © picture alliance/Andreas Arnold/dpa Foto: Andreas Arnold
Ein paniertes Schnitzel. © NDR
Über die Preise für Lebensmittel wird in Deutschland seit Jahren diskutiert.

Die politische Debatte um nachhaltige Landwirtschaft und faire Preise hat in der Ampel-Koalition einen hohen Stellenwert und damit neuen Schwung bekommen. Aktuell wird von Bundeswirtschafts- und -klimaminister Robert Habeck mehr Geld für Klimaschutz und Nachhaltigkeit eingeplant. Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (beide Bündnis 90/Die Grünen) verurteilt die derzeitigen "Ramschpreise" in der Fleischindustrie.

"Grüner" können die Voraussetzungen also nicht werden, könnte man meinen. Doch wohin führt diese Politik und nützt das Landwirten ebenso wie Umwelt und Verbrauchern? 

Streit um bezahlbare und dennoch ökologisch "saubere" Lebensmittel

Massentierhaltung und Niedrigpreise verhindern mehr Tierwohl, belasten das Klima, fördern das Artensterben und stellen ökologisch wirtschaftende Höfe vor hohe Hürden. Kommt es hier zu einer Trendumkehr? Welche politischen Ansätze müssen greifen, um verlässliche Label oder Tierwohl-Kennzeichnungen zu etablieren? Wie sollen Landwirte eine Umgestaltung ihrer Höfe finanzieren? Vor allem: Wie können Verbraucherinnen und Verbraucher das wertvolle Fleisch bezahlen, wenn der Preis zwar angemessen, aber deutlich steigt? Experten weisen zudem darauf hin, dass höhere Preise im Inland nur den Export günstigerer Lebensmittel aus dem Ausland fördern. Lässt sich dieser Entwicklung vorbeugen? Wie groß ist der Einfluss des Handels, wie stark die Lobby der Verbraucherinnen und Verbraucher?

Bekommen die Ziele der "Zukunftskommission Landwirtschaft" neuen Schub?

Bisher beklagen die bäuerlichen Betriebe zu hohe Umweltauflagen, die ihre Existenz bedrohen. Umweltschützer demonstrieren gegen zunehmend intensive Landwirtschaft und Massentierhaltung. Wie könnte zukünftig eine Zusammenarbeit der beiden Parteien gelingen? Zwei junge Frauen haben federführend eine Lösung beschrieben: Im Abschlussbericht der "Zukunftskommission Landwirtschaft" haben ausgerechnet die Vertreterinnen der Landjugend und der BUND-Jugend einvernehmlich formuliert, wie ein Interessenausgleich zwischen Bauern und Umweltschutz aussehen könnte. Welche Erwartungen haben die beiden an den neuen Landwirtschaftsminister und was hält der von der Vision der Jungen?

NDR Info Moderator Michael Weidemann begrüßte als Gäste:

Heinrich Dierkes
Vorsitzender der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN)

Jana Fischer
Referentin Abteilung Lebensmittel und Ernährung bei der Verbraucherzentrale Hamburg

Myriam Rapior
Bundesvorstand der BUND-Jugend

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Ein Schweineschnitzel liegt auf einem Teller. © NDR/ARD

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