Eine weiße Taube fliegt über ein ukrainisches Luftkampffahrzeug bei einer Ausstellung erbeuteter ukrainischer Panzer und Waffen in Lyssytschansk. © Uncredited/AP/dpa

Region Donezk - Moratorium für Todesstrafe aufgehoben

Sendung: Krieg in Europa – das Update zur Lage in der Ukraine | 13.07.2022 | 06:38 Uhr | von Benjamin Kirsch
6 Min | Verfügbar bis 13.07.2023

Im Osten der Ukraine in der Region Donezk haben die prorussischen Separatisten ein Moratorium auf die Todesstrafe aufgehoben.
Deren Führer Puschilin unterzeichnete einen entsprechenden Erlass. Im vergangenen Monat hatten die Separatisten drei Ausländer aus den Reihen der ukrainischen Armee als Söldner zum Tode verurteilt. Die zwei Briten und der Marokkaner warten derzeit auf eine Entscheidung im Berufungsverfahren. Falls die Entscheidung aus erster Instanz nicht aufgehoben wird oder die Männer ausgetauscht werden, droht ihnen die Erschießung.
Medienberichten zufolge sind weitere Ausländer in der Gewalt der Separatisten. Im russischen Fernsehen wurden auch zwei US-Amerikaner als Gefangene vorgeführt. Kremlsprecher Peskow schloss die Erschießung der Ausländer nicht aus. Russland werde sich nicht in die Gerichtsbarkeit der von Moskau als unabhängig anerkannten «Donezker Volksrepublik» einmischen.