Stand: 05.10.2012 18:41 Uhr

Kampfmittelräumdienst: Täglich Lebensgefahr

Die Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes stehen in Hamburg an einer Fliegerbombe, die auf dem Heiligengeitfeld gefunden wurde. © dpa Foto: Daniel Bockwoldt
Mitten in der Nacht mussten die Kampfmittelräumer auf dem Heiligengeistfeld zwei Fliegerbomben entschärfen.

Es sind vor allem Überreste aus dem Zweiten Weltkrieg, die praktisch täglich unter Lebensgefahr von Spezialisten in Norddeutschland beseitigt werden müssen: Bomben, Granaten, Minen, Munitionsreste, Waffen.

Die Kampfmittelräumer sind immer dann akut gefragt, wenn zum Beispiel bei Bauarbeiten Altlasten aus dem Krieg gefunden werden. Zum Alltag gehört aber auch die systematische Suche in als belastet geltenden Gebieten. Meistens geht alles gut, nur wenige Einsätze machen Schlagzeilen. Aber Routine ist es nie: Laut einer Statistik der Bremer Polizei kamen zwischen 2000 und 2010 in Deutschland acht Kampfmittelräumer im Einsatz ums Leben.

Hoher Anteil an Blindgängern

Von den Millionen von Bomben und Granaten, die von den Alliierten im Zweiten Weltkrieg abgeworfen wurden, detonierten etwa 10 bis 15 Prozent nicht, wurden also zu Blindgängern. Viele stecken bis heute unentdeckt in der Erde oder liegen auf dem Grund von Gewässern. Ein Überblick über die Arbeit der Kampfmittelräumer im Norden.

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NDR Info | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 09.07.2021 | 13:00 Uhr

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