Stand: 17.08.2022 21:31 Uhr

Coronavirus-Blog: RKI soll offenbar Betrug bei Tests aufdecken

NDR.de hat am Mittwoch, 17. August 2022, aktuell über die Folgen der Coronavirus-Pandemie für Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg informiert. Am Donnerstag geht es in einem neuen Blog weiter.

Das Wichtigste in Kürze:

Tabellen, Grafiken und Karten zu Inzidenz, Impfquote und weiteren Daten


21:31 Uhr

Kurze Pause der Corona-Berichterstattung auf NDR.de

Sie kennen es bereits seit dem Beginn der Corona-Pandemie vor etwa zweieinhalb Jahren: Nachts legt NDR.de bei der Corona-Berichterstattung eine kurze Pause ein. So ist es auch heute. Wir danken für Ihr Interesse und das Mitlesen - und hoffen, dass Sie auch morgen wieder reinklicken bei uns. Den neuen Blog starten wir am frühen Morgen. Bis dahin informieren Sie die Kolleginnen und Kollegen im NDR Hörfunk - unter anderem in der ARD Infonacht von 22 bis 6 Uhr.


21:15 Uhr

Umfrage: Weniger Menschen zufrieden mit medizinischer Versorgung

In Schleswig-Holstein sind laut einer Umfrage im Auftrag der AOK Nordwest mehr Menschen unzufrieden mit der medizinischen Versorgung an ihrem Wohnort als noch vor zwei Jahren. Die Mehrheit der 400 befragten Bürgerinnen und Bürger sei zwar noch zufrieden mit der Situation. Allerdings hätten sich die Zustimmungswerte im Verlauf der Corona-Pandemie deutlich verschlechtert, teilte die Krankenkasse heute mit. Lag die Zufriedenheit nach der ersten Corona-Welle im Sommer 2020 noch bei 79 Prozent, waren es im Juli 2022 nur noch 61 Prozent. Zudem waren den Angaben zufolge nur noch 40 Prozent der Befragten der Meinung, dass sich die dezentrale Organisation des Krisenmanagements während der Pandemie bewährt hat (2020: 47 Prozent). Hohe Zustimmungswerte gibt es nach Angaben der AOK Nordwest weiterhin dafür, dass es eine flächendeckende gute Versorgung auch in ländlichen Regionen brauche (99 Prozent), Pflegeangebote aufrechtzuerhalten seien (97 Prozent) und Gesundheitsberufe mehr Wertschätzung verdiene (97 Prozent).


19:56 Uhr

Outdoor-Fotoausstellung zeigt Lebenswirklichkeit während Corona

Die Lebenswirklichkeit von Frauen sowie transsexuellen und nicht-binären Personen während der Corona-Pandemie steht im Mittelpunkt einer Fotoausstellung, die von morgen an bis zum 15. September in Bremen zu sehen ist. Die Motive etwa von alleinerziehenden Müttern, Fabrikarbeiterinnen, Sexarbeiterinnen, Hebammen, Seniorinnen und jungen Ärztinnen werden nach Angaben der Organisierenden an zwei Orten als Outdoor-Ausstellung gezeigt: der Kulturkirche St. Stephani und ganz in der Nähe davon auf dem ehemaligen Kellogg-Gelände in der Überseestadt. Das Projekt mit dem Titel "IN WAVES #womenincovid" ist das Ergebnis von 24 Fotografierenden aus Berlin.


18:39 Uhr

RKI soll offenbar Betrug bei Corona-Tests aufdecken

Nach Plänen von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) soll offenbar in Zukunft das Robert Koch-Institut (RKI) Corona-Tests auf Betrug überprüfen. Das geht laut Recherchen von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" aus einem Referentenentwurf hervor, den das Ministerium am Dienstagabend an die Beteiligten verschickt hat. Demnach soll das RKI künftig die Abrechnungsdaten analysieren, "statistische Ausreißer" identifizieren, die Gründe für einen Gratis-Test ebenso prüfen wie die Positivrate der Schnelltests. Entdecke das RKI Unregelmäßigkeiten, solle es die örtlichen Gesundheitsämter und die zuständige Kassenärztliche Vereinigung unterrichten, so der Plan. Grund für die Neuregelung ist die Weigerung der Kassenärztlichen Vereinigungen, die Abrechnungen der Corona-Tests auch zukünftig auf Betrug zu überprüfen. Das Landeskriminalamt Berlin schätzt den bisher entstandenen Schaden durch betrügerische Bürgertests bundesweit auf mehr als eine Milliarde Euro.

Das RKI ist eine wissenschaftliche Behörde, deren Aufgabe das Erkennen und die Bekämpfung von Infektionskrankheiten ist. Mit Abrechnungsbetrug hatte das Institut bisher nie zu tun. Allerdings ist das RKI dem Gesundheitsministerium unterstellt. Es ist weisungsgebunden und kann Aufträge von Lauterbach nicht ablehnen. Ob und ab wann die Behörde aber wirklich die Überprüfung auf Betrug durchführt, steht noch nicht fest. Zusätzliche Gelder soll das RKI für die neue Aufgabe offenbar nicht erhalten.


17:34 Uhr

Land Bremen meldet 628 neue Corona-Fälle

Nach Angaben der Gesundheitsbehörde in Bremen sind im Land 628 Corona-Neuinfektionen verzeichnet worden - 561 in der Stadt Bremen und 67 in Bremerhaven. Gestern waren in Bremen 339 neue Corona-Fälle registriert worden, in Bremerhaven 127. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen beträgt in Bremen aktuell 342,1 (Vortag: 295,8) und in Bremerhaven 375,1 (Vortag: 390,1). Durch zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona-Infektionen im Bremer Stadtgebiet stieg die Gesamtzahl der an oder mit dem Virus Verstorbenen im Land seit Pandemie-Beginn auf 810.


16:42 Uhr

1.166 Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern registriert

Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) in Rostock hat am Nachmittag die aktuellen Corona-Zahlen für Mecklenburg-Vorpommern veröffentlicht. Demnach sind binnen eines Tages 1.166 neue laborbestätigte Corona-Fälle registriert worden - am Vortag waren es 1.975 gewesen. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen beträgt demnach 403,3 pro 100.000 Einwohner (Vortag: 405,2). Bei den Hospitalisierungen (Krankenhauseinweisungen pro 100.000 Einwohner in einer Woche) liegt die Inzidenz bei 3,5 (Vortag; 3,4). Weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19-Erkrankungen wurden den LAGuS-Angaben zufolge nicht verzeichnet.


16:21 Uhr

Fern- und Wechselunterricht an 16 Schulen in MV

Eine große Zahl von Corona-Infektionen zwingt trotz der abflauenden Sommerwelle 16 Schulen in Mecklenburg-Vorpommern gleich beim Start ins neue Schuljahr zu Wechsel- oder Fernunterricht. Das teilte das Bildungsministerium in Schwerin heute mit. In 14 Schulen fehlten demnach am Montag so viele Lehrer, dass der Unterricht vor Ort nicht im vollen Umfang abgesichert werden kann. Die Klassen 1 bis 6 werden in der Schule unterrichtet, die Größeren ab Klasse 7 erhalten Wechselunterricht - das heißt, ein Teil der Schüler lernt in der Schule, der andere Teil zu Hause. Regelmäßig wird gewechselt. In zwei Schulen ist nach Angaben des Ministeriums derzeit kein Präsenzunterricht für die Schülerinnen und Schüler ab Klasse 7 möglich - abgesehen von den Abschlussklassen. Die Schüler bleiben zu Hause und erhalten Fernunterricht. Die Klassen 1 bis 6 können aber in die Schule kommen. An 458 staatlichen Schulen läuft der Betrieb den Angaben zufolge ohne pandemiebedingte Einschränkungen. Zu Schulen in freier Trägerschaft wurden keine Angaben gemacht.


15:49 Uhr

Laumann contra Lauterbach: "Alarmismus nervt"

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) Alarmismus vorgeworfen. Lauterbach hatte gesagt, er rechne mit einer flächendeckenden Maskenpflicht ab Oktober. "Dieser Alarmismus geht mir auf die Nerven. Niemand weiß heute, wie die Lage am 1. Oktober ist", sagte Laumann im Interview mit den "Westfälischen Nachrichten". Er kritisierte zudem den Entwurf des neuen Infektionsschutzgesetzes, den Lauterbach zusammen mit Justizminister Marco Buschmann (FDP) ausgearbeitet hat.


15:34 Uhr

Verteidigungsministerin Lambrecht hat Corona

Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht ist an Corona erkrankt. Sie müsse nun ein paar Tage in Selbstisolation bleiben, teilt die SPD-Politikerin auf Instagram mit. Daher werde sie auch nicht am Tag der offenen Tür im Verteidigungsministerium am kommenden Wochenende teilnehmen können.


15:17 Uhr

Gelockerte Corona-Einreiseregeln sollen verlängert werden

Die gelockerten Corona-Einreiseregeln für Urlaubsrückkehrer nach Deutschland sollen auch über das Monatsende hinaus weitgehend erhalten bleiben. Das Bundesgesundheitsministerium arbeitet an einer Verlängerung der entsprechenden Verordnung, wie heute ein Sprecher mitteilte. Im Vergleich zum Status quo würden sich dabei keine größeren Veränderungen ergeben: Seit Ende Mai müssen Urlaubsrückkehrer und andere Einreisende ab zwölf Jahren keine 3G-Nachweise als Geimpfte, Genesene oder Getestete mehr dabei haben. In der noch bis 31. August geltenden aktuellen Verordnung findet sich noch eine "Notbremse" mit strengeren Regeln für Gebiete, in denen neue Varianten des Coronavirus kursieren. Einreisende von dort müssen sich in Deutschland in eine 14-tägige Quarantäne begeben, auch wenn sie geimpft oder genesen sind. Derzeit ist jedoch auf der entsprechenden Liste des Robert Koch-Instituts (RKI) kein Land aufgeführt, das von der Bundesregierung als Virusvariantengebiet eingestuft worden ist.

Weitere Informationen
Hinweisschild auf ein Corona-Testzentrum am Hamburger Flughafen. © picture alliance/dpa Foto: Christian Charisius

Urlaub in Corona-Zeiten: Darauf müssen Reisende achten

Auf Flügen und in Zügen gilt in Deutschland weiterhin eine Maskenpflicht. Der 3G-Nachweis bei der Einreise ist ausgesetzt. mehr


13:57 Uhr

Bildungsmonitor 2022: Schulqualität verschlechtert sich

Viertklässler lesen und rechnen zunehmend schlechter. Das geht aus dem heute vorgestellten aktuellen Bildungsmonitor der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und des Instituts für Wirtschaft (IW) hervor. Die Schulqualität habe sich in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert, sagte der IW-Studienleiter Axel Plünnecke. Für mehr Bildungs- und Chancengerechtigkeit forderte INSM mehr Förderangebote wie Plätze in Kindertagesstätten für die Jüngsten und Ganztagsangebote für Grundschulkinder. In Bezug auf die Digitalisierung kommt der Bildungsmonitor zu einem gemischten Urteil. Während der Corona-Pandemie habe es Fortschritte in der technischen Ausstattung der Schulen gegeben, dennoch gebe es weiterhin Verbesserungsbedarf. Außerdem müssten Lehrkräfte besser mit Blick auf die Digitalisierung ausgebildet werden. Die Initiative forderte 20.000 zusätzliche IT-Stellen an den Schulen, um die Administration sicherzustellen und die Lehrkräfte unterstützen zu können.

Zum Bildungsmonitor gehört auch ein Ranking der Bundesländer auf Basis verschiedener Studien: Demnach verfügen Sachsen und Bayern weiterhin über die leistungsfähigsten Bildungssysteme. Auf Platz drei landet Thüringen. Schlusslicht ist erneut Bremen. Der aktuelle Bildungsmonitor nutzt Daten aus den Jahren 2020 und 2021.


12:45 Uhr

Fachkräfte in Gastronomie und Tourismus fehlen vor allem in MV und Bayern

Der Personalmangel in der Gastronomie und im Tourismus ist groß: Die Zahl der offenen Stellen, die nicht mit passend qualifizierten Arbeitslosen besetzt werden könnten, lag im Juni bei rund 7600. Laut einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) haben Betriebe in Nordrhein-Westfalen und in Großstädten am wenigsten Probleme - am schwierigsten ist die Suche nach geeignetem Personal mancherorts in Bayern und in Mecklenburg-Vorpommern. 

In Würzburg etwa können laut IW momentan 83,6 Prozent der offenen Stellen nicht besetzt werden. Die Stadt ist damit "trauriger Spitzenreiter". Schwierig ist die Suche auch in Mecklenburg-Vorpommern, wo die Stellenüberhangquote bei knapp 60 Prozent und damit im Vergleich der Bundesländer am höchsten liegt. Auch in Sachsen, im Saarland und in Sachsen-Anhalt ist die Lage laut IW "angespannt". Die IW-Berechnungen basieren auf Daten der Bundesarbeitsagentur und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Ein Grund für den Personalmangel ist die Abwanderung vieler Beschäftigter während der Corona-Lockdowns in andere Berufe.


12:14 Uhr

MV sucht 120 Alltagshelfer für Schulen

Für 120 ausgewählte Schulen in Mecklenburg-Vorpommern werden ab sofort 120 Alltagshelferinnen und Alltagshelfer gesucht. Sie sollen die Lehrer entlasten und zum Beispiel lüften, mit darauf achten, dass die Hygienemaßnahmen eingehalten werden, bei Corona-Tests unterstützen, Material für den Unterricht bereitlegen und aufräumen, wie das Bildungsministerium am Mittwoch mitteilte. Wenn sie Lust haben, können sie auch die Klasse bei Schulausflügen begleiten. Die Alltagshelfer sollen in den Klassen 1 bis 6 eingesetzt werden.

Die Beschäftigung ist den Angaben zufolge auf dieses Schuljahr begrenzt. Eine formale Qualifikation sei nicht nötig. Der Beschäftigungsumfang betrage maximal 25 Stunden pro Woche. Bezahlt werden die Alltagshelfer den Angaben zufolge gemäß Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes. Der Bund stelle dafür 3,6 Millionen Euro bereit. "Damit reagieren wir auf die besonderen Herausforderungen durch Corona an den Schulen", erklärte Bildungsministerin Simone Oldenburg (Linke).


11:35 Uhr

SH will Corona-Notkredit um 2,1 Milliarden Euro senken

Schleswig-Holstein will den vom Landtag beschlossenen Corona-Notkredit in Höhe von 5,5 Milliarden Euro um 2,1 Milliarden reduzieren. "Angesichts der aktuellen Entwicklung der Steuereinnahmen halte ich eine Anpassung des Corona-Notkredits für notwendig", sagte heute Finanzministerin Monika Heinold (Grüne). Hintergrund sind die hohen Steuereinnahmen des Landes. Nach Heinolds Willen soll der Landtag dies bereits im August beschließen.

Das Parlament hatte den Notkredit für die nächsten Jahre 2020 bewilligt. Im April hatte der Landtag davon 400 Millionen Euro in einen Notkredit für die Bewältigung der Folgen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine umgewandelt. Weil das Land die Summe zuvor bereits um 355 Millionen Euro senkte, soll der Notkredit künftig nur noch 3,045 Milliarden Euro umfassen.


11:19 Uhr

Hamburger Hafen steigert Containerumschlag trotz Turbulenzen

Der Hamburger Hafen hat trotz des Ukraine-Kriegs, den Corona-Lockdowns in China und den damit gestörten Lieferketten, langen Schiffstaus sowie Streiks mehr Container umgeschlagen. Im ersten Halbjahr wurden 4,4 Millionen Standardcontainer (TEU) an den Kaimauern bewegt, knapp ein Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie der Verein Hafen Hamburg Marketing am Mittwoch mitteilte. Im Vergleich zur Konkurrenz in Rotterdam, Antwerpen und Bremen/Bremerhaven, die allesamt Rückgänge zu verzeichnen hätten, habe Hamburg als einziger unter den großen Häfen an der Nordsee einen Zuwachs verbucht und seinen Marktanteil leicht ausgebaut. Bis zum Jahresende rechnet die Marketingorganisation des Hamburger Hafens wegen steigender Energiepreise und dem mauen Konsum eher mit einer Abschwächung des Seegüterumschlags.

Weitere Informationen
Containerschiffe liegen am Burchardkai im Hamburger Hafen © picture alliance Foto: Rupert Oberhäuser

Hamburger Hafen steigert Containerumschlag im ersten Halbjahr

Trotz gestörter Lieferketten und Streiks wurden 4,4 Millionen Container umgeschlagen. Die Sanktionen gegen Russland sorgten für weniger Massengut. mehr


10:40 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern gegen schärfere Corona-Regeln für Gastronomie

Mecklenburg-Vorpommern hat sich gegen schärfere Corona-Regeln für Gastronomiebetriebe ausgesprochen. "Am Tisch ist eine Maskenpflicht nicht erklärbar", sagte der Schweriner Staatskanzleichef Patrick Dahlemann im Anschluss an Beratungen zwischen Bund und Ländern auf Ebene der Staatskanzleien am Dienstagabend. Grundsätzlich seien Masken im Innenraum zwar der effizienteste Schutz, für die Akzeptanz von Corona-Regeln sei es aber wichtig, dass die Maßnahmen nachvollziehbar und umsetzbar seien. Darüber hinaus wünscht sich die Landesregierung im Nordosten vom Bund erneut die Möglichkeit, Rehakliniken im Notfall als Ersatzkrankenhäuser zu nutzen, um für Entlastung zu sorgen. Auch müsse es weiter bezahlbare Bürgertests geben.


09:54 Uhr

Schwimm-EM in Rom: Wellbrock sagt Freiwasserstarts ab

Olympiasieger Florian Wellbrock verzichtet nach seiner Corona-Infektion wegen leichter gesundheitlicher Probleme auf die Freiwasserrennen bei der Schwimm-EM in Italien. Das teilte der Deutsche Schwimm-Verband am Mittwoch mit. "Mental wäre Florian durchaus bereit, aber er ist leicht erkältet und sein Körper benötigt daher diese Pause", sagte Bundestrainer Bernd Berkhahn. Wellbrock ist nach seiner Covid-19-Erkrankung im Juli noch nicht wieder in Topform. Am Dienstag hatte der 24-Jährige im Beckenrennen über 1.500 Meter Freistil im Kampf um die Medaillen keine Chance gehabt und war Fünfter geworden. Bei den Weltmeisterschaften im Juni und bei den Olympischen Spielen in Tokio hatte er auf dieser Distanz jeweils Bronze geholt.


09:37 Uhr

Bevölkerungsforscher: Lebenserwartung während Pandemie in Deutschland teils deutlich gesunken

Die durchschnittliche Lebenserwartung ist während der Corona-Pandemie in einigen Bundesländern deutlich stärker gesunken als in anderen Teilen der Republik. Das teilte das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung am Mittwoch in Wiesbaden mit. In den besonders von Coronawellen betroffenen Bundesländern Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen lag nach den Berechnungen der Experten die durchschnittliche Lebenserwartung von neugeborenen Jungen 2021 im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie rund eineinhalb Jahre niedriger, bei neugeborenen Mädchen etwas mehr als ein Jahr. Am anderen Ende der Skala stehe Schleswig-Holstein. Dort kletterte die Lebenserwartung den Angaben zufolge zwischen 2019 und 2021 bei den neugeborenen Jungen sogar um 0,2 Jahre, während es bei den Prognosen für die neugeborenen Mädchen mit einem Minus von 0,2 einen vergleichsweise geringen Rückgang gab. Die ermittelte Lebenserwartung bezieht sich jeweils auf die im entsprechenden Jahr geborenen Menschen.

Deutschlandweit sank die Lebenserwartung im Verlauf des ersten Corona-Jahres 2020 bei Jungen um 0,2 Jahre auf 78,49 Jahre und bei Mädchen um 0,1 Jahr auf 83,36 Jahre, wie aus den Berechnungen hervorgeht. Als 2021 die Alpha- und Deltavarianten dominierten, sei sie bei Jungen um weitere 0,4 und bei Mädchen um 0,3 Jahre gesunken. Vor dem Beginn der Pandemie war die Lebenserwartung in Deutschland jährlich um etwa 0,1 Jahr gestiegen. Eine sinkende Lebenserwartung von mehr als einem Jahr ist nach Einschätzung der Experten außerhalb von Kriegszeiten sehr ungewöhnlich, erklärte der Forschungsdirektor am Bundesinstitut, Sebastian Klüsener. Die starken regionalen Unterschiede seien unter anderem mit der Infektionslage, den ergriffenen Corona-Maßnahmen und dem Verhalten der Bevölkerung zu erklären. Auch die Nähe zu stark betroffenen Nachbarländern wie etwa Tschechien und Polen spiele eine Rolle.


08:39 Uhr

Auftragsstau in deutscher Industrie so groß wie noch nie

Bei der deutschen Industrie wächst der Berg unerledigter Aufträge weiter. Im Juni stieg der preisbereinigte Wert der vorliegenden Aufträge um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat Mai. Innerhalb eines Jahres ist der Bestand preisbereinigt sogar um 14,1 Prozent gewachsen, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch berichtete. Damit wurde ein Höchststand seit Beginn der Erfassung im Jahr 2015 erreicht. Als Gründe für die stockende Erledigung wurden gestörte Lieferketten infolge der Corona-Pandemie und des Ukraine-Kriegs genannt. Theoretisch würden die Firmen acht Monate benötigen, um bei gleichbleibendem Umsatz die Aufträge vollständig abzuarbeiten. 


08:13 Uhr

Zeitungsbericht: Bis zu drei Prozent der in Pflege Beschäftigten nicht gegen Corona geimpft

In Niedersachsen sind bis zu drei Prozent der Beschäftigten in medizinischen oder pflegerischen Einrichtungen nicht gegen Corona geimpft. Das hat das Sozial- und Gesundheitsministerium in Hannover auf Nachfrage der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ) mitgeteilt. Krankenhäuser und Pflegeheime müssen den Gesundheitsämtern seit Mitte März ungeimpfte Mitarbeiter melden. Nach Ministeriumsangaben hat es in Niedersachsen bislang 15.585 solcher Meldungen gegeben, von denen 54 Prozent bereits abschließend bearbeitet worden seien. Größtenteils seien die erforderlichen Nachweise erbracht worden, oder es habe sich um Falschmeldungen gehandelt. Rund 7.100 offene Fälle, bei denen es sich um ungeimpfte Personen handeln könne, befänden sich noch in der Prüfung.

Insgesamt arbeiten in den von der einrichtungsbezogenen Impfpflicht betroffenen Einrichtungen und Unternehmen in Niedersachsen laut Ministerium mehr als 240.000 Personen. Rechnerisch ergibt sich demnach aktuell eine Quote von knapp drei Prozent potenziell Ungeimpfter beziehungsweise noch nicht abschließend geklärter Fälle. Gleichzeitig sind in Niedersachsen laut Ministerium im Zusammenhang mit der einrichtungsbezogenen Impfpflicht bislang nur zwei Betretungsverbote verhängt worden.


07:33 Uhr

RKI: Inzidenz in Hamburg liegt bei 231,5

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat für Hamburg 732 neue Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet, vor einer Woche waren es 534. Die Inzidenz liegt nun bei 231,5 (Vorwoche: 230,8). Es wurden fünf weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet.


07:25 Uhr

Inzidenz in Niedersachsen steigt weiter leicht auf 350,8

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat 7.472 Neuinfektionen in Niedersachsen gemeldet (Vorwoche: 8.282). Zudem gibt es den Angaben zufolge 26 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb einer Woche, beträgt 350,8 und ist weiter leicht gestiegen - gestern betrug der Inzidenz-Wert 350,4, vor einer Woche 384,6.


06:21 Uhr

RKI registriert bundesweit 67.390 Corona-Neuinfektionen

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz an Corona-Infektionen heute früh mit 311,8 angegeben. Gestern hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 313,6 gelegen (Vorwoche: 366,8. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 67.390 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 72.737). Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.


05:50 Uhr

SH: Inzidenz steigt auf über 400

Die Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein hat zum ersten Mal seit rund zweieinhalb Wochen wieder einen Wert über 400 erreicht. Die Zahl der registrierten Neuinfektionen je 100.000 Menschen binnen sieben Tagen liegt nach Angaben der Landesmeldestelle bei 403,1. Eine Woche zuvor hatte der Wert 365,1 betragen. Zuletzt hatte die Inzidenz am 29. Juli über 400 gelegen (438,5). Aktuell wurden 2.935 Corona-Neuinfektionen gemeldet, eine Woche zuvor waren es 2.741. Auf Intensivstationen in Schleswig-Holstein werden 27 Menschen mit einer Corona-Infektion behandelt - unklar ist dabei jedoch ob die Infektion der Grund für die Einweisung ist.

Anmerkung zu den aktuellen Zahlen: Die Inzidenzwerte liefern kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem, weil nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests fließen aber in die offiziellen Statistiken ein. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.


05:45 Uhr

Newsletter-Mail: Nachrichten für den Norden

Ob Corona oder Klimawandel, ob Wahlumfrage oder Werftenkrise: Mit dem NDR Newsletter bleiben Sie auf dem Laufenden. Wir bündeln die wichtigsten Ereignisse des Tages aus Nordsicht. Politik und Zeitgeschehen gehören ebenso dazu wie das Neueste aus Sport, Kultur und Wissenschaft. Der kostenlose Newsletter wird per E-Mail von montags bis freitags immer am Nachmittag verschickt.

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Elektronisches Symbol eines Briefumschlags. © panthermedia Foto: Stuart Miles

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05:40 Uhr

Corona-Live-Ticker am Mittwoch startet

Guten Morgen aus der NDR.de Redaktion! Heute - am Mittwoch, 17. August 2022 - wollen wir Sie wieder über die Auswirkungen der Corona-Pandemie in Norddeutschland informieren. Hier finden Sie montags bis freitags (außer an Feiertagen) alle wichtigen Nachrichten und außerdem Inhalte aus den NDR Hörfunk- und Fernseh-Sendungen. Was sich am Vortag ereignet hat, können Sie im Blog von Dienstag nachlesen.

FAQ, Podcast und Hintergrund
Ein Schild mit der Aufschrift "Mitfahrt nur mit Mund-Nase-Bedeckung erlaubt" an einem Zug © picture alliance/dpa | Hauke-Christian Dittrich

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