Stand: 02.09.2022 21:50 Uhr

Coronavirus-Blog: Neue Impfstoffe wirken wohl auch bei anderen Subvarianten

Im Coronavirus-Blog hat NDR.de Sie auch am Freitag, 2. September 2022, über die Folgen der Coronavirus-Pandemie für Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg informiert. Den nächsten Blog zur Corona-Lage veröffentlichen wir nach einer Wochenendpause am Montag.

Das Wichtigste in Kürze:

Tabellen, Grafiken und Karten zu Inzidenz, Impfquote und weiteren Daten


21:50 Uhr

Der Coronavirus-Blog geht in die Wochenendpause

Für diese Woche beenden wir den Coronavirus-Blog. Wichtige Nachrichten und Ereignisse finden Sie am Wochenende weiterhin auf den Nachrichten-Seiten von NDR.de. Den nächsten Blog veröffentlichen wir am Montagmorgen. Wir wünschen Ihnen ein schönes und erholsames Wochenende!


20:38 Uhr

234 Corona-Neuinfektionen im Land Bremen

Die Gesundheitsämter im Land Bremen haben 234 neue Infektionen mit dem Coronavirus registriert. 199 der gemeldeten Fälle entfallen auf die Stadt Bremen, 35 auf Bremerhaven. Die Sieben-Tage-Inzidenzen in beiden Städten sinken im Vergleich zum Vortag. In Bremerhaven liegt der Wert, der die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen angibt, bei 306 (Vortag: 321, Vorwoche: 262). In Bremen sinkt die Inzidenz von 266 auf 258 (Vorwoche 283).


18:43 Uhr

Bundesweite Corona-Warnung in Nina-Warnapp aufgehoben - aus technischen Gründen

Die bundesweite Corona-Warnung in der Warnapp Nina ist am Freitag aufgehoben worden. "Entwarnung: Coronavirus: Informationen des Bundesministeriums für Gesundheit", hieß es in der App als Überschrift. Und weiter hieß es im Text: "Dies ist die Entwarnung zur Warnung 'Coronavirus: Informationen des Bundesministeriums für Gesundheit' vom 07.04.2022". Diese Warnung sei aufgehoben. Nutzer der App dürften sich die Frage gestellt haben, ob Corona nun offiziell nicht mehr als Gefahr eingestuft wird. Das Bundesgesundheitsministerium trat diesem Eindruck entgegen. Man habe diese Meldung nicht versendet, sondern einen aktualisierten Text an das für die App zuständige Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) geschickt.

In diesem Text, der in der App nach den oben zitierten Zeilen zu sehen ist, heißt es wörtlich: "Dies ist eine wichtige Information des Bundesministeriums für Gesundheit. Das Coronavirus ist weiterhin eine ernste Gefahr für Ihre Gesundheit. Nutzen Sie die Angebote für die Corona-Schutzimpfung und frischen Sie wenn nötig Ihren Impfschutz auf. Auch wenn die bundesweite Warnung hiermit aufgehoben wird, beachten Sie auch weiterhin die gegebenen Handlungsempfehlungen, vor allem die AHA-Regeln." Ein Ministeriumssprecher verwies zudem auf das Robert Koch-Institut, das eine Gefährdung durch Covid-19 für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland insgesamt weiter als hoch einschätze. Dass die Nina-Warnapp trotzdem Entwarnung anzeige, habe technische Gründe. Das BKK erklärte die Herausnahme der bundesweiten Warnung in seiner Stellungnahme mit mehr Übersichtlichkeit. "Dieses regelmäßige 'Aufräumen' ist notwendig, damit aktuelle Warnmeldungen für die Nutzerinnen und Nutzer besser wahrgenommen werden können."


17:23 Uhr

MV: 654 Neuinfektionen - vier weitere Todesfälle

In Mecklenburg-Vorpommern haben die Behörden 654 neue Corona-Infektionen registriert. Das sind 299 Fälle weniger als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen liegt landesweit bei 290,2 (-18,7). Außerdem wurden vier weitere Todesfälle gemeldet. Der Inzidenzwert der Corona-Patienten, die innerhalb von sieben Tagen je 100.000 Einwohner zur Behandlung in eine Klinik gebracht wurden – die Hospitalisierungsinzidenz -, liegt bei 2,8 (+0,1). Nach Zahlen der Behörden liegen aktuell 17 Personen (-2) mit Covid-19 auf einer Intensivstation. Laut Intensivregister werden 9 (-1) Patienten invasiv beatmet.


16:31 Uhr

SH: Landtag beschließt Reduzierung des Corona-Notkredits

Vor dem Hintergrund steigender Steuereinnahmen hat der Schleswig-Holsteinische Landtag eine deutliche Reduzierung des 2020 bewilligten und ursprünglich 5,5 Milliarden Euro umfassenden Corona-Notkredits beschlossen. Eine Zwei-Drittel-Mehrheit von CDU, Grünen und SSW stimmte am Freitag für den Antrag. Kernstück ist das Ende der Finanzierung des Infrastruktur-Modernisierungs-Programms aus dem Notkredit ab dem kommenden Jahr, bei dem es aber Ausnahmen gibt. Bisher seien dafür in den Jahren 2023 bis 2030 mehr als 1,9 Milliarden Euro vorgesehen. Der Landtag hatte bereits 400 Millionen Euro aus dem Corona-Notkredit in einen Notkredit zur Bewältigung der Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine umgewandelt. Beide Kredite zusammen umfassen nach dem aktuellen Landtagsbeschluss noch rund 3 Milliarden Euro Restschuld.


16:20 Uhr

EMA: Angepasste Impfstoffe wohl effektiv gegen Omikron-Subvarianten

Die an die erste Omikron-Variante angepassten Corona-Impfstoffe wirken wohl auch gegen andere Subvarianten des Virus. Die neuen Präparate seien nach vorläufigen Studiendaten unter anderem gegen die Mutationen BA.2, BA.275 und BA.5 wirksam, teilte die europäische Arzneimittelbehörde EMA am Freitag mit. Die Behörde prüfe auch einen angepassten Comirnaty-Impfstoff von Pfizer und BionTech gegen die BA.4- und BA.5-Varianten und erwarte ein Ergebnis bis Mitte September. Zudem sollten bald andere Zulassungsanträge eingereicht werden - darunter noch in diesem Monat einer des US-Biotechnologieunternehmen Moderna.

Die EMA hatte am Donnerstag grünes Licht für die Auffrischungsimpfungen mit an Omikron angepassten Corona-Impfstoffen gegeben. Der zuständige Ausschuss der EMA empfahl zunächst die Zulassung der Booster gegen die Omikron-Untervariante BA.1, die im vergangenen Winter für einen massiven Anstieg der Infektionen gesorgt hatte. Inzwischen hat in Deutschland aber die seit Mitte Juni dominierende Sublinie BA.5 andere Varianten fast vollständig verdrängt.


16:03 Uhr

EU-Kommission: Impflücken in der Bevölkerung schließen

Zur Vorbereitung auf eine mögliche neue Corona-Welle im Herbst und Winter ruft die EU-Kommission die Mitgliedstaaten auf, Impflücken in der Bevölkerung zu schließen. Außerdem empfiehlt sie die Entwicklung von Plänen, welche Bevölkerungsgruppen bei Impfungen mit den neuen angepassten Impfstoffen Priorität haben sollen. Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides erklärte am Freitag, man müsse jetzt gemeinsam handeln, um dazu beizutragen, einen weiteren Anstieg schwerer Covid-19-Fälle zu verhindern. Neben einer möglichen Corona-Welle sei auch eine rege Verbreitung anderer Atemwegsviren wahrscheinlich - was eine Herausforderung für die bereits überlasteten Gesundheitssysteme darstelle. Priorität soll demnach bleiben, die Quoten bei der Grundimmunisierung gegen Covid-19 und der ersten Auffrischungs-Impfung zu steigern.

Seit Ende April habe sich hierbei in der EU wenig bewegt. 7,5 Prozent der Menschen ab 60 Jahren seien ungeimpft, bei allen Erwachsenen seien es 14,1 Prozent. Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA hatte am Donnerstag den Weg für zwei an die Omikron-Variante angepasste Impfstoffe freigemacht, weitere Präparate sind in Aussicht. Die Kommission warnt zudem, die aktuellen Teststrategien und verringerte Sequenzierungen positiver Proben erzeugten einen "gefährlichen blinden Fleck", wie das Coronavirus sich verbreitet und entwickelt. Die Behörde empfiehlt daher den Ausbau von Systemen zur Überwachung von Covid-19, Grippe und anderen Atemwegsinfektionen über Stichproben in ausgewählten Arztpraxen oder Krankenhäusern.


14:28 Uhr

Forscher: Psychische Vorerkrankung erhöht Risiko für Post-Covid

Eine psychische Vorerkrankung wie eine Depression oder eine Angststörung erhöht einer Studie zufolge das Risiko, an einem Post-Covid-Syndrom zu leiden. Zu diesem Ergebnis kommt ein Forschungsteam der Universitätsmedizin Essen und der Universität Duisburg-Essen, das 171 Patientinnen und Patienten mit Post-Covid untersucht hat. Die Erkenntnisse wurden in der Fachzeitschrift "Neurology and Therapy" veröffentlicht. Aufgrund der Forschungen gehe man davon aus, dass psychologische Mechanismen für die Entstehung des Post-Covid-Syndroms wichtig seien. "Man weiß seit Jahrhunderten, dass Körper und Geist eine Einheit bilden und sich übermäßiger Stress, ein seelischer Konflikt oder eine Depression in körperlichen Beschwerden ausdrücken kann. Das bedeutet jedoch keineswegs, dass sich die Patientinnen und Patienten die Symptome nur einbilden", sagte der Direktor der Klinik für Neurologie am Uni-Klinikum Essen, Christoph Kleinschnitz. Den Angaben zufolge entwickeln bis zu zehn Prozent der Covid-Patienten nach überstandener Akutinfektion ein Post-Covid-Syndrom, also über Wochen und Monate anhaltende Beschwerden.


13:12 Uhr

Studie: Krankheitstage durch Omikron kosten Firmen Milliarden

Die wachsende Zahl von Krankmeldungen aufgrund der Omikron-Variante wird nach einer aktuellen Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zur Milliardenbelastung für die Unternehmen. Im vergangenen Jahr hätten die Firmen für ihre erkrankten Mitarbeiter im Jahr insgesamt 77,7 Milliarden Euro an Bruttogehältern und Arbeitgeberbeiträgen zur Sozialversicherung gezahlt. "Weil Omikron vermehrt für Ausfälle in den Belegschaften sorgt, kommen in diesem Jahr voraussichtlich noch einmal 3,6 Milliarden Euro dazu", prognostizierten die IW-Experten in der Studie. Die Omikron-Variante habe anders als frühere Varianten seit dem Herbst 2021 vermehrt auch die Jahrgänge der Erwerbsbevölkerung betroffen. Der Krankenstand werde deshalb 2022 voraussichtlich allein auf Grund der Omikron-Fälle um 4,7 Prozent höher liegen als im Vorjahr. "Bezogen auf die Entgeltfortzahlungskosten im Jahr 2021 müssen die Arbeitgeber deshalb mit rund 3,6 Milliarden Euro rechnen, die in diesem Jahr zusätzlich für die an der Omikron-Variante erkrankten Mitarbeiter zu zahlen sind". Im Krankheitsfall zahlt der Arbeitgeber das Gehalt bis zu sechs Wochen weiter.


12:56 Uhr

Hamburg: Pandemie wirkt sich auf Zahl der Berufsschüler aus

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Ausbildungsmarkt macht sich auch an Hamburgs staatlichen Berufsschulen bemerkbar. Zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres sind dort 45.740 Schülerinnen und Schüler in den Unterricht gestartet - etwa 600 weniger als im Jahr zuvor, wie die Schulbehörde heute mitteilte. 32.410 (70,9 Prozent) von ihnen befinden sich demnach in einer dualen und 3.200 (7 Prozent) in einer schulischen Berufsausbildung, wobei sich allein 1.980 junge Frauen und Männer zu einer Sozialpädagogischen Assistenz ausbilden lassen. Die Zahl der neuen Azubis war laut Statistischem Bundesamt bereits 2020 deutschlandweit auf einen Tiefstand gesunken. Besonders deutlich gingen die Neuabschlüsse dabei im Gast- und Verkehrsgewerbe zurück - diese Branchen waren besonders stark von den Corona-Maßnahmen betroffen.


12:22 Uhr

Mehr als 3.000 Infektionen bei Schülern in Niedersachsen

An den ersten Schultagen des neuen Schuljahres haben sich insgesamt rund 3.300 Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen mit dem Coronavirus infiziert. Stichtag der Erhebung war vom Schuljahresbeginn in der vergangenen Woche bis diese Woche Donnerstag, wie ein Sprecher des Kultusministeriums in Hannover sagte. Im selben Zeitraum haben sich demnach 930 Lehrkräfte sowie 226 sonstige Beschäftigte infiziert. Die Zahlen dürften aber noch höher liegen, weil laut Ministerium 28 Prozent der Schulen im Bundesland nicht gemeldet hätten. In einer Woche vor den Schulferien wurden den Angaben zufolge noch mehr als 8.180 Infektionen bei Schülern sowie bei rund 2.000 Lehrern gemeldet. Im Vergleich zum Start des vergangenen Schuljahres sind die Corona-Maßnahmen weniger streng.


10:30 Uhr

EU-Kommission lässt Omikron-Impfstoffe zu

Die Europäische Kommission hat zwei an die Omikron-Variante angepasste Corona-Impfstoffe zugelassen. Das teilte die Kommissarin für Gesundheit, Stella Kyriakides, auf Twitter mit. Zuvor hatte die Europäische Arzneimittelbehörde EMA eine entsprechende Empfehlung ausgesprochen. Experten der Behörde hatten gestern grünes Licht für Anträge von Biontech/Pfizer und dem US-Unternehmen Moderna gegeben. Nach Angaben von Kyriakides traf die Kommission ihre Entscheidung dann bereits wenige Stunden danach. Bei den Impfstoffen geht es um bivalente mRNA-Präparate, die vor dem ursprünglichen Sars-CoV-2 und vor der Omikron-Sublinie BA.1 schützen. Eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für Deutschland steht noch aus. BA.1 spielt hierzulande zwar keine Rolle mehr, Experten gehen aber davon aus, dass die neuen Vakzine auch einen Vorteil gegen den derzeit dominierenden Subtyp BA.5 bringen.


09:12 Uhr

Tonne räumt Fehler im Umgang mit Schulschließungen ein

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) hat im Zusammenhang mit flächendeckenden Schulschließungen während der Corona-Pandemie Fehler eingeräumt. "Wir haben gesehen, dass es richtig war, dass wir in Niedersachsen gegen viele Widerstände die Grundschulen offen gehalten haben", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Da hätten wir ruhig noch mutiger sein können und dieses Modell auch auf die jüngeren Jahrgänge an weiterführenden Schulen übertragen sollen." Wenn er sich an das Jahr 2021 erinnere, "hätten wir in der Tat schneller und früher bei Testungen sein können", fügte Tonne hinzu. Diese hätten damals offene Schulen ermöglicht. Allerdings habe der Bund die Tests viel später geliefert als angekündigt.

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Das Bild zeigt den Unterricht in einer Schule. © picture alliance/dpa Foto: Philipp von Ditfurth

Corona: Tonne räumt Fehler bei Schulschließungen ein

"Wir hätten noch mutiger sein können", sagte Niedersachsens Kultusminister. Gleichzeitig kritisierte er auch den Bund. mehr


09:05 Uhr

Ärztepräsident: Praxen auf Nachfrage nach Impfungen vorbereitet

Ärztepräsident Klaus Reinhardt sieht die Praxen auf die Nachfrage nach dem angepassten Corona-Impfstoff vorbereitet. Zudem rechne er damit, dass anders als zu Beginn der ersten Impfkampagne voraussichtlich ausreichend Impfstoff vorhanden sein werde, sagte der Präsident der Bundesärztekammer im Deutschlandfunk. Entscheidend sei nun, die Menschen über die Impfungen zu informieren. Reinhardt machte deutlich, dass er von der Ständigen Impfkommission erwarte, dass sie "jetzt möglichst bald" Empfehlungen ausspricht, wer sich mit dem an die Omikron-Variante BA.1 angepassten Impfstoff impfen lassen sollte. "Voraussichtlich wird es so sein, dass man den über 60-Jährigen und den Menschen mit Vorerkrankungen oder Immunschwäche empfehlen wird, sich impfen zu lassen." Die Europäische Arzneimittelagentur EMA hat gestern den Weg für zwei angepasste Impfstoffe der Hersteller Biontech/Pfizer und Moderna freigemacht, die zur Auffrischung dienen sollen. Die EU-Kommission muss noch formal über die Zulassung entscheiden. Das Bundesgesundheitsministerium erwartet in den nächsten beiden Wochen rund 14 Millionen Dosen.


08:20 Uhr

Hausärzteverband wünscht sich baldige Stellungnahme der Stiko

Viele Menschen sind unsicher, ob sie sich mit den an die BA.1-Omikron-Variante angepassten Vakzinen impfen lassen sollen. Ulrich Weigeldt, der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, würde sich eine zügige Stellungnahme der Ständigen Impfkommission (Stiko) wünschen. Die Anfragen in den Praxen würden schon auflaufen. Er betonte auf NDR Info, dass auch die bisher verfügbaren Impfstoffe gut vor schweren Covid-19-Verläufen geschützt hätten, die Menschen müssten nicht verunsichert sein. Mit dem zweiten Booster sollten die über 70-Jährigen vielleicht warten, bis voraussichtlich am 12. September auch die neuen Vakzine zur Verfügung stehen. Die Hausärzte müssten nach wie vor Überzeugungsarbeit leisten. Er befürwortet weiterhin mobile Impfteams, die in die Stadtteile fahren, die kommunikativ sonst schlecht erreicht werden.

Ulrich Weigeldt | Bild: NDR/Wolfgang Borrs © NDR/Wolfgang Borrs Foto: Wolfgang Borrs
AUDIO: Weigeldt: Mit zweitem Booster bis zur Zulassung angepasster Vakzine warten (4 Min)

06:53 Uhr

Virologe Streeck: An Omikron angepasste Impfung kein Gamechanger

Der Virologe Hendrik Streeck dämpft die Erwartungen an die angepassten Impfstoffe gegen das Coronavirus. "Der Booster sorgt noch einmal für etwas gesteigerte Antikörperspiegel im Blut von Geimpften. Wie gut er vor einer Infektion schützt, wurde nicht getestet", sagte der Wissenschaftler, der Mitglied des Corona-Expertenrats der Bundesregierung ist, der Deutschen Presse-Agentur. Man müsse davon ausgehen, dass der Effekt ausfalle wie beim bisherigen Booster, also mit einem Schutz vor Ansteckung für einen ungefähren Zeitraum von drei Monaten. "Ein Schutz vor Ansteckung für einen längeren Zeitraum ist nicht bewiesen und auch nicht wahrscheinlich", sagte der Direktor des Instituts für Virologie der Universität Bonn. Trotz allem sei auch hier ein guter Schutz vor schwerer Erkrankung wie bei den vorherigen Impfstoffen gegeben. Es geht um Booster, die auch der Sublinie BA.1 Rechnung tragen.

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Eine Klinik-Mitarbeiterin zieht einen Covid-19-Impfstoff für eine Impfung auf eine Spritze. © picture alliance/Sven Hoppe Foto: Sven Hoppe

Corona-Impfstoffe: Welche gibt es und welche gegen Omikron?

In der EU sind nun drei Omikron-Booster zugelassen. Ein Impfstoff von Biontech ist an die aktuellen Subvarianten angepasst. mehr


06:48 Uhr

Amtsärzte: Bürger sollten sich jetzt mit BA.1-Impfstoff boostern lassen

Die deutschen Amtsärzte haben sich ausdrücklich für eine breite Nutzung der neuen, an die Omikron-Subvariante BA.1 angepassten Corona-Impfstoffe ausgesprochen. "Mit der Zulassung des neuen Omikron-BA.1-Impfstoffes stellen sich viele die Frage, ob sie dieses Vakzin für eine Booster-Impfung nehmen sollen oder ob sie besser auf den Impfstoff warten, der an BA.4 und BA.5 angepasst ist", sagte der Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienste (BVÖGD), Johannes Nießen, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Wer sich jetzt eine vierte Impfung holen wolle, solle "nicht zögern und auf weitere Impfstoffe warten", sagte Nießen. "Er macht nichts falsch, wenn er den BA.1-Impfstoff nutzt." Zum jetzigen Zeitpunkt könne nicht einmal gesagt werden, welcher der beiden Impfstofftypen im Herbst und Winter besser schütze, sagte Nießen weiter.


06:19 Uhr

Grünes Licht für Einsatz von neuen Corona-Impfstoffen in den USA

In den USA kann mit Corona-Auffrischungsimpfungen mit den neuen, auf die Omikron-Subtypen BA.4 und BA.5 abzielenden Vakzinen begonnen werden. Die US-Gesundheitsbehörde CDC sprach am Abend (Ortszeit) eine offizielle Impfempfehlung für die entsprechenden Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna aus. Zuvor hatte sich das zuständige Expertengremium bei der CDC mit klarer Mehrheit hinter die neuen Vakzine gestellt. "Die aktualisierten Covid-19-Booster wurden so entwickelt, dass sie besser gegen die zuletzt zirkulierende Covid-19-Variante schützen", erklärte CDC-Chefin Rochelle Walensky. "Sie können helfen, einen Schutz wiederherzustellen, der seit der vorherigen Impfung nachgelassen hat, und wurden konzipiert, um einen breiteren Schutz gegen neuere Varianten zu bieten." Der Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer wird ab einem Alter von zwölf Jahren empfohlen, der Impfstoff des US-Pharmaunternehmens Moderna ab 18 Jahren. Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hatte gestern den auf BA.1 angepassten Corona-Impfstoffen der Hersteller Biontech/Pfizer und Moderna die Zulassung erteilt. Die Zulassung des auf BA.4 und BA.5 angepassten Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer soll laut EMA voraussichtlich im Herbst erfolgen.


06:00 Uhr

RKI-Wochenbericht: Inzidenzen weiter gesunken

Die Corona-Inzidenzen in Deutschland sind laut Robert Koch-Institut (RKI) vergangene Woche in fast allen Bundesländern und Altersgruppen zurückgegangen. "Lediglich bei den Schulkindern war in den vergangenen beiden Wochen ein leichter Anstieg zu beobachten", heißt es im Covid-19-Bericht des RKI, der sich vor allem auf die vorige Woche bezieht. Im Wochenvergleich betrage der bundesweite Inzidenzrückgang knapp 14 Prozent. Neben der Inzidenz, die das Infektionsgeschehen nur noch sehr unvollständig abbildet, blickt das RKI auf eine Reihe anderer Indikatoren. Übereinstimmend zeigten Daten, "dass auch bei schwer verlaufenden Erkrankungen der Höhepunkt der aktuellen Welle überschritten ist", hieß es. Am stärksten von schweren Krankheitsverläufen betroffen sind laut RKI weiter Menschen über 80: Der Rückgang der schweren Erkrankungen verlaufe bei ihnen aktuell langsamer als dies bei den Gesamtzahlen beobachtet werde. Eine im Bericht genannte Stichprobe lässt darauf schließen, dass in Deutschland mittlerweile fast alle Ansteckungen von der Omikron-Sublinie BA.5 hervorgerufen werden. Ihr Anteil betrug knapp 97 Prozent.


06:00 Uhr

Niedersachsen: Ärger um Rückzahlung von Corona-Hilfen

Niedersachsens landeseigene NBank hat seit März 2020 rund 6,6 Milliarden Euro Corona-Hilfe an Unternehmen ausgezahlt. 185 Millionen Euro davon kamen bislang wieder zurück. Auch ein Gastwirt aus Peine wurde aufgefordert, Hilfsgelder in Höhe von 14.000 Euro zurückzuzahlen. Er hält die Rückforderung für ungerechtfertigt.

VIDEO: Ärger um Rückzahlung von Corona-Hilfen (2 Min)


06:00 Uhr

Hamburg: 1.637 neue Corona-Fälle registriert

Auch für die Hansestadt Hamburg liegen die aktuellen Corona-Zahlen vor: Die Sieben-Tage-Inzidenz wird vom Robert Koch-Institut mit 158,5 angegeben (Vorwoche: 192,8). Es ist im Bundesländer-Vergleich demnach die niedrigste. 1.637 Neuinfektionen wurden verzeichnet (Vorwoche: 690) sowie 8 weitere Todesfälle (Vorwoche: 2). Im Laufe des Nachmittags werden noch Mecklenburg-Vorpommern und Bremen ihre Corona-Zahlen veröffentlichen.


06:00 Uhr

Niedersachsen: 23 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona-Infektionen

Für das Bundesland Niedersachsen meldet das Robert Koch-Institut 4.637 neue Corona-Fälle sowie eine aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz von 265,4 (Vorwoche: 308,4 und 4.346 bestätigte neue Fälle). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung stieg um 23 (Vorwoche: 17) auf jetzt insgesamt 10.499 seit Beginn der Pandemie vor mehr als zweieinhalb Jahren.


06:00 Uhr

RKI: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 234,4

Das Robert Koch-Institut (RKI) gibt die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz heute früh mit 234,4 an. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 237,3 gelegen (Vorwoche: 263,6 / Vormonat: 516,1). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen 24 Stunden 33.930 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 37.343) und 148 Todesfälle (Vorwoche: 90).


06:00 Uhr

Schleswig-Holstein: Inzidenz stagniert

Die Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein stagniert seit einigen Tagen. Die Zahl der registrierten Neuinfektionen je 100.000 Menschen binnen sieben Tagen liegt nach Angaben der Landesmeldestelle aktuell bei 236,0. Gestern waren es 237,4, davor 236,3. Vor einer Woche hatte die Inzidenz noch bei 276,2 gelegen. Es wurden 1.153 Corona-Neuinfektionen gemeldet, eine Woche zuvor waren es fast 100 weniger. In den Kliniken wurden 271 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus behandelt (Vorwoche: 295). Auf den Intensivstationen lagen 19 Corona-Patienten - 8 weniger als eine Woche zuvor. Von ihnen wurden 9 beatmet. Die Hospitalisierungsinzidenz lag wie am Vortag bei 4,16 (Vorwoche: 5,46). Es gibt acht neue Todesfälle unter den Infizierten. Lübeck hat derzeit mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 292,7 die höchste Inzidenz. Es folgen Nordfriesland (275,1) und Flensburg (274,4). Den niedrigsten Wert verzeichnete Kiel mit 180,3.

Anmerkung zu den aktuellen Zahlen: Die Inzidenzwerte liefern kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem, weil nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests fließen aber in die offiziellen Statistiken ein. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.


06:00 Uhr

Newsletter-Mail: Nachrichten für den Norden

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Elektronisches Symbol eines Briefumschlags. © panthermedia Foto: Stuart Miles

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06:00 Uhr

Corona-Liveticker am Freitag startet

Guten Morgen aus der NDR.de Redaktion! Auch heute - am Freitag, 2. September 2022 - wollen wir Sie wieder über die Auswirkungen der Corona-Pandemie in Norddeutschland informieren. Hier finden Sie montags bis freitags (außer an Feiertagen) alle wichtigen Nachrichten und außerdem Inhalte aus den NDR Hörfunk- und Fernseh-Sendungen. Was sich gestern ereignet hat, können Sie im Blog von Donnerstag nachlesen.

FAQ, Podcast und Hintergrund
Ein Schild mit der Aufschrift "Mitfahrt nur mit Mund-Nase-Bedeckung erlaubt" an einem Zug © picture alliance/dpa | Hauke-Christian Dittrich

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