Stand: 31.07.2019 14:39 Uhr

Hochbahn stellt fahrerlosen E-Kleinbus vor

Ab August soll erstmals ein fahrerloser Elektro-Kleinbus durch die Hamburger Hafencity fahren. Am Mittwochvormittag stellte Hamburgs Verkehrssenator Michael Westhagemann (parteilos) zusammen mit Hochbahn-Chef Henrik Falk und weiteren Projekt-Vertretern den Bus vor. Zunächst gibt es eine 1,8 Kilometer lange Teststrecke.

Der erste autonome Bus der Hochbahn wird präsentiert.

Erster autonom fahrender Bus für die Hafencity

Hamburg Journal -

Die Hochbahn macht Ernst beim Thema autonomes Fahren: In der Hafencity wird der erste fahrerlose Bus gestestet. Er bietet Platz für zehn Fahrgäste und ist 50 km/h schnell.

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Zunächst Testbetrieb ohne Fahrgäste

Zehn Fahrgäste können in dem elektrisch angetriebenen Kleinbus maximal mitfahren - aber erst ab Mitte nächsten Jahres. Bis dahin testet die Hochbahn, ob der fünf Meter lange Bus zuverlässig mit den vielen Sensoren entlang der Teststrecke kommunizieren kann. Die Kleinbusse navigieren selbstständig mithilfe von Kameras, Sensoren, Radar und digitaler Kommunikation. Die Technik muss alle Aufgaben eines Fahrers übernehmen und die Verkehrsregeln einhalten.

Strecke soll langfristig bis zur Elbphilharmonie führen

In der im August startenden ersten Phase soll das eigens entwickelte Fahrzeug zunächst auf dem Großen Grasbrook unterwegs sein, wie ein Projektleiter erläuterte. Dort werde die selbstständige Einfahrt in die Kreuzung Am Dalmannkai getestet. Danach soll sukzessive ein Rundkurs über den Sandtorkai und den Sandtorpark bewältigt werden, bevor die Strecke 2021 bis zur Elbphilharmonie verlängert wird.

Falk: "Ein höherer Sicherheitsstandard"

Überwacht wird der fahrerlose Bus von der Leitstelle der Hochbahn. Er sei besonders sicher unterwegs, denn die Leitstelle ist ansprechbar und kann manuell eingreifen, sagte Falk. "Es ist, wenn es funktioniert, ein höherer Sicherheitsstandard, als wir heute bei Linienbussen haben", so Falk weiter. Zunächst soll zudem eine Begleitperson an Bord des neuartigen Kleinbusses die Sicherheit gewährleisten und im Notfall eingreifen.

Start verzögerte sich um halbes Jahr

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Verkehrssenator Westhagemann zeigt den neuen E-Kleinbus der Hochbahn.

Ursprünglich war der Start für den Jahresbeginn vorgesehen. Dieser verzögerte sich laut Hochbahn allerdings, weil der Zulassungsprozess und die Arbeiten für die notwendige Infrastruktur länger dauerten als erwartet.

"Hamburg Electric Autonomous Transportation", kurz "Heat", heißt das rund fünf Millionen Euro teure Projekt, mit dem Hamburg einen weiteren Meilenstein in städtischer Mobilität setzen will. Bis zum ITS-Weltkongress für intelligente Verkehrssysteme im Herbst 2021 in Hamburg sollen mehrere Fahrzeuge mit einer Geschwindigkeit von bis zu 50 Kilometern pro Stunde in der Hafencity verkehren.

Weitere Informationen

Startschuss für autonom fahrende Elektrobusse

Die Hamburger Hochbahn hat ein Projekt mit autonom fahrenden Elektrobussen vorgestellt. Im Frühjahr 2019 sollen die ersten Fahrgäste damit durch die Hafencity fahren. (01.06.2019) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 31.07.2019 | 13:00 Uhr

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