Vor einem Lieferwagen von DHL steht ein Paketzusteller mit einer Weihnachtsmütze auf dem Kopf. © dpa - Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte
Vor einem Lieferwagen von DHL steht ein Paketzusteller mit einer Weihnachtsmütze auf dem Kopf. © dpa - Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte
Vor einem Lieferwagen von DHL steht ein Paketzusteller mit einer Weihnachtsmütze auf dem Kopf. © dpa - Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte
AUDIO: Zustellung von Briefen und Paketen soll jetzt laufen (1 Min)

Hamburg: Post sieht sich für das Weihnachtsgeschäft gerüstet

Stand: 01.12.2022 12:10 Uhr

In Hamburg ist es in den vergangenen Wochen immer wieder zu Problemen bei der Zustellung von Briefen und Paketen gekommen. Das Unternehmen Deutsche Post DHL sieht sich trotzdem gut für das Weihnachtsgeschäft gerüstet. Die Krankheitswelle der vergangenen Wochen sei überstanden.

400 zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat das Unternehmen seit Oktober allein in Hamburg eingestellt, um den großen Ansturm in der Adventszeit zu bewältigen. Unternehmenssprecher Stefan Laetsch drückt es so aus: Die betriebliche Lage sei stabil, trotz der Probleme der vergangenen Wochen. Bei den enormen Mengen könne es länger dauern. "Aber unser Leistungsversprechen gilt auch in diesem Jahr: Alle Pakete, die uns bis zum 20. Dezember eingeliefert werden, können wir noch bis Heiligabend zustellen", so Laetsch.

Hohe Arbeitsbelastung bei Post- und Paketzustellern

Ganz so zuversichtlich ist die Gewerkschaft ver.di nicht, sie meldet Zweifel an. Lars-Uwe Rieck von ver.di wirft der Deutschen Post DHL vor, zu lange auf befristete Verträge gesetzt zu haben. Deshalb hätten viele Beschäftigte die Post verlassen. "Darüber hat sich die Post sicher selber das Bein gestellt", so Rieck. Die Lage schönzureden helfe ja auch nicht.

"Die Post ist dabei zu überdrehen"

Außerdem seien viele Post- sowie Paketzusteller und -zustellerinnen durch den hohen Arbeitsdruck überlastet. "Die Post ist dabei zu überdrehen. Und da kommt jetzt noch dieses starke Geschäft im Weihnachtsverkehr hinein. Das alles sorgt dafür, dass die Menschen damit nicht klarkommen im Betrieb", sagte Rieck.

Betriebsrat: Neue Mitarbeiter werden zu kurz eingearbeitet

Laut Betriebsrat ist ein Grund dafür auch, dass nicht genügend Zeit bleibe, neue Kräfte einzuarbeiten. Außerdem müsse die Bezahlung besser werden, damit Beschäftigte nicht in andere Branchen abwandern. Einen Punkt konnte der Betriebsrat schon durchsetzen: In Hamburg wird mittlerweile in der Regel unbefristet eingestellt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 01.12.2022 | 13:00 Uhr

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