Stand: 12.04.2019 13:30 Uhr  - NDR 90,3

Erneut "Fridays for Future"-Demo in Hamburg

Bis zu 2.000 Hamburger Schüler und Studenten haben am Freitagmorgen in der Hamburger Innenstadt für den Klimaschutz demonstriert. Ihre Route führte vom Hachmannplatz über den Stein- und Ballindamm zum Rathausmarkt. Die Hamburger "Fridays for Future"-Bewegung unterstützt den vor Kurzem gestarteten "Radentscheid Hamburg". Das Motto an diesem Freitag lautete deshalb "Fahrradraum statt Autoalbtraum!".

Hamburg soll fahrradfreundlicher werden

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"March now or swim later" steht auf einem großen Transparent der Demonstranten.

"Für mich ist es absolut nicht nachvollziehbar, dass eine Millionenstadt wie Hamburg nicht über ein sicheres und gut ausgebautes Radwegenetz verfügt", sagte Mitorganisatorin Julia Oepen. "Das muss sich dringend ändern." Hintergrund ist auch das schlechte Abschneiden Hamburgs in einem Fahrrad-Klimatest. Der Radentscheid könne ein erster richtiger Schritt in Richtung Verkehrswende sein, so die Organisatoren. Die Initiative setzt sich unter anderem für sicherere Radwege, radfreundlichere Ampeln und ein dichteres Netz von Radwegen in der Hansestadt ein.

In der Innenstadt kam es wegen der Demonstration zu Staus. Seit Wochen lassen junge Menschen jeden Freitag den Unterricht ausfallen, um für eine bessere Klimapolitik auf die Straße zu gehen. Die "Fridays for Future"-Aktivisten fordern unter anderem die Einhaltung der Pariser Klimaziele. Vorbild der Jugendlichen ist die Schwedin Greta Thunberg, die am 1. März in Hamburg zu Besuch war. Auch in anderen deutschen Städten gingen am Freitag erneut Schüler auf die Straße statt in die Schule, um sich bei "Fridays for Future" für den Klimaschutz einzusetzen - so zum Beispiel in acht Städten in Niedersachsen.

Was kann ich im Alltag für Klima und Umwelt tun?

Technik

  • energiesparende Geräte kaufen
  • Standby-Modus bei Geräten ausschalten oder den Stecker ziehen
  • sparsame LED-Leuchten nutzen
  • Fairphone nutzen
Beim Einkaufen
  • eigene Tragetasche beim Einkaufen nutzen
  • unverpackte Produkte kaufen
  • Mehrwegbecher statt Papierbecher benutzen
Zu Hause
  • "Bitte keine Werbung"-Sticker auf den Briefkasten kleben
  • beim Kochen den Deckel auf den Topf legen und nicht zu große Platte nutzen
  • duschen statt baden
  • Wäsche bei maximal 60 Grad waschen
  • Recycling(klo-)papier nutzen
Unterwegs
  • Auf Flugreisen wegen des hohen CO2-Ausstoßes möglichst verzichten
  • Auf Kreuzfahrten wegen des Stickoxid-Ausstoßes möglichst verzichten
  • Autofahrten - vor allem innnerstädtisch - vermeiden
  • Car-Sharing nutzen
  • den öffentlichen Nahverkehr oder das Fahrrad nutzen
Im Garten

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 12.04.2019 | 11:00 Uhr

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