Stand: 15.12.2018 08:00 Uhr

Erfolgreiche E-Taxis: ioki fährt weiter

Aus dem Pilotprojekt wird ein festes Angebot - zumindest für die nächsten beiden Jahre: Die Deutsche Bahn und die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) lassen ihre ioki-Sammeltaxis mindestens bis Ende 2020 fahren. Das kündigten beide Seiten am Sonnabend an.

91.000 Fahrgäste transportiert

Die Elektrofahrzeuge im Londoner Stil sammeln Fahrgäste in den beiden Hamburger Stadtteilen Osdorf und Lurup ein und bringen sie vor allem zu Bus- oder S-Bahnhaltestellen, etwa zu den Stationen Elbgaustraße oder Klein Flottbek. Das Konzept ist erfolgreich: Seit dem Start Mitte Juli seien 91.000 Passagiere befördert worden, heißt es bei den Betreibern. Die Hälfte davon habe sich zu größeren ÖPNV-Haltestellen bringen lassen.

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Inzwischen fahren 20 ioki-Taxis durch Osdorf und Lurup.

Fahrgäste können die ioki-Wagen über eine App bestellen. Wenn möglich werden automatisch ähnliche Routen zu Fahrgemeinschaften gebündelt. Etwa alle 200 Meter gibt es einen Sammelpunkt. Von dort geht es zu einer Bus- oder S-Bahnhaltestelle - alles zum normalen HVV-Tarif.

Leben ohne eigenes Auto soll denkbar werden

Die westlichen Stadtteile Osdorf und Lurup waren wegen ihrer eher schlechteren Nahverkehrsanbindung für das Projekt ausgewählt worden. "Mit vernetzten Angeboten für die erste und letzte Meile machen wir den Nahverkehr deutlich attraktiver und das Leben ohne eigenes Auto wird gerade für junge Menschen langfristig denkbar", teilte Ioki-Geschäftsführer Michael Barillère-Scholz mit.

Der VHH habe für die vom britischen Hersteller LEVC produzierten Elektro-Taxis mehr als 50 Fahrer eingestellt, sagte VHH-Chef Toralf Müller. Die Zahl der Fahrzeuge mit sechs Sitzplätzen wurde auf 20 verdoppelt, der Fahrservice wird rund um die Uhr an sieben Tagen angeboten. Inzwischen hätten sich fast ein Drittel der Stadtteilbewohner die App heruntergeladen.

1,7 Passagiere pro Fahrt

Das Projekt wurde drei Monate lang von der Technischen Universität Hamburg (TUHH) wissenschaftlich begleitet. Ergebnis der Verkehrswissenschaftler: Ohne den Service wären mehr als 15 Prozent der Kunden mit einem Privatwagen gefahren. Demnach saßen 1,74 Menschen pro Fahrt im Shuttle.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 15.12.2018 | 08:00 Uhr

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