Stand: 28.09.2018 13:29 Uhr

Doch keine Bürgerwehr für den Schanzenpark

Die umstrittenen Pläne für eine private Bürgerwehr im Hamburger Schanzenpark im Kampf gegen Drogendealer sind offenbar vom Tisch. Nach Informationen von NDR 90,3 hat der CDU-Politiker Christian Abel jetzt einen Rückzieher gemacht.

Nur falsch verstanden worden?

Die Polizei bestätigte, dass der Hamburger Anwalt zu einem Gespräch ins örtliche Kommissariat gebeten worden war. Dort habe Abel deutlich gemacht, Pläne zur Bildung einer Bürgerwehr im Schanzenpark nicht weiter zu verfolgen. Der CDU-Politiker erklärte den Beamten, er habe das auch nie vorgehabt und sei lediglich falsch verstanden worden.

Der Rückzieher kommt wenige Tage nachdem sich auch die Altonaer CDU klar von Abels Plänen distanziert hatte, die Dealer mithilfe von bis zu 30 Kampfsportlern aus dem Schanzenpark zu vertreiben. Dies sei keine Initiative der CDU, hieß es von Partei und Fraktion aus Altona.

"Schwachsinnsidee"

Kritik kam auch von der Hanseatischen Rechtsanwaltskammer, die erklärte, es sei allein Sache der Strafverfolgungsbehörden, Missstände zu beheben. Für Bürgerwehren oder gar Selbstjustiz sei kein Raum. Hamburgs Justizsenator Till Steffen (Grüne) hatte den Vorstoß Abels als "Schwachsinnsidee" bezeichnet.

Weitere Informationen

Bürgerwehr-Idee von CDU-Mitglied stößt auf Kritik

Der CDU-Politiker Christien Abel will Kampfsportler Hamburger Schanzenpark auf Patrouille schicken, um die Drogenszene zu vertreiben. Für Justizsenator Steffen eine "Schwachsinnsidee". (21.09.2018) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 28.09.2018 | 14:00 Uhr

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