Stand: 26.04.2019 13:19 Uhr

"Allianz für Pflege" gegen Fachkräftemangel

Eine neue "Allianz für Pflege" in Hamburg soll helfen, mehr Auszubildende für die Pflege zu finden, Fachkräfte im Beruf zu halten und das Image des Pflegeberufs zu verbessern. Unterzeichnet wurde sie am Freitag von Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD), Vertretern zahlreicher Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen sowie der Agentur für Arbeit. Die Arbeitgeber in der Allianz würden damit ein gemeinsames Zeichen für gute Arbeitsbedingungen, tarifliche Bezahlung und Wertschätzung des Pflegeberufs setzen, sagte die Gesundheitssenatorin.

Pflege-Allianz um Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks

Pflege-Allianz will Fachkräfte zurückgewinnen

Hamburg Journal -

Wenig Gehalt, schlechte Arbeitsbedingungen - der Pflegeberuf hat kein gutes Image. Mit der "Hamburger Allianz für Pflege" wollen Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen nun gegensteuern.

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Die Arbeitgeber verpflichten sich in der "Allianz für Pflege", Gehälter nach Tarif zu zahlen, die Personalvorgaben einzuhalten und die Arbeitszeiten verlässlich zu gestalten. Pflegekräfte sollen nur so eingesetzt werden, wie es ihrer Ausbildung entspricht. Die Weiterbildung der Beschäftigten soll gefördert werden. Außerdem wollen die Arbeitgeber die Pflegekräfte bei der Wohnungssuche unterstützen.

Große Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen dabei

Zu den Unterzeichnern zählen unter anderem das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, das Katholische Marienkrankenhaus, Pflegen & Wohnen, das Hospital zum Heiligen Geist, die Immanuel Albertinen Diakonie, das Agaplesion Diakonieklinikum und das Altonaer Kinderkrankenhaus. Das Diakonische Werk unterstützt die Allianz. Er gehe davon aus, dass sich alle Pflegeeinrichtungen der Diakonie beteiligen werden, sagte Diakonie-Vorstand Stefan Rehm.

Prüfer-Storcks will bessere Arbeitsbedingungen

Jede zweite Pflegekraft, die ihren Beruf in den vergangenen Jahren verlassen habe, könnte sich einen Wiedereinstieg vorstellen, wenn die Arbeitsbedingungen besser wären, betonte Prüfer-Storcks. "Daran müssen wir arbeiten." Es gäbe kein Fachkräfteproblem, wenn alle Auszubildenden noch im Beruf wären.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 26.04.2019 | 13:00 Uhr

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