Stand: 17.04.2018 12:24 Uhr

Razzien gegen Rechtsextremisten in Norddeutschland

Wegen des Verdachts der Gründung einer rechtsterroristischen Vereinigung hat die Bundesanwaltschaft die Wohnungen von vier Männern in Niedersachsen, Bremen und Schleswig-Holstein durchsuchen lassen. Ziel der von ihnen gegründeten Vereinigung "Nordadler" soll es gewesen sein, "dem Nationalsozialismus in Deutschland zum Wiedererstarken zu verhelfen", wie die Karlsruher Behörde mitteilte. Sie hätten auch Anschläge auf politische Gegner in Erwägung gezogen.

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Wohnungen mutmaßlicher Neonazis durchsucht

NDR//Aktuell -

In Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Bremen hat die Bundesanwaltschaft Wohnungen durchsuchen lassen. Der Verdacht: Gründung einer terroristischen Vereinigung.

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Bislang keine Festnahmen

Festnahmen gab es den Angaben zufolge bislang nicht. Durchsucht wurde auch die Wohnung einer nicht verdächtigen Person in Thüringen. "Nach dem bisherigen Ergebnis der Ermittlungen eint die Beschuldigten eine nationalsozialistische Gesinnung", heißt es bei der Bundesanwaltschaft. Die Männer sollen sich bereits bemüht haben, Waffen, Munition sowie Materialien zum Bau von Brand- und Sprengvorrichtungen zu beschaffen. Mit den weiteren Ermittlungen sei das Landeskriminalamt Niedersachsen beauftragt.

Anscheinend noch keine konkreten Anschlagspläne

An der Aktion, die am Morgen auf Grundlage von Beschlüssen des Ermittlungsrichters beim Bundesgerichtshof begann, waren die Landeskriminalämter Niedersachsen, Bremen und Schleswig-Holstein mit ihren jeweiligen Spezialeinsatzkommandos beteiligt. Nach Recherchen des Südwestrundfunks (SWR) fanden die Durchsuchungen in Bremen-Blumenthal, den niedersächsischen Landkreisen Emsland und Northeim sowie im Kreis Pinneberg (Schleswig-Holstein) statt. Dabei hätten die Ermittler nicht viel gefunden. Pläne für konkrete Anschläge habe die Gruppe offenbar noch nicht gefasst.

Ein Blaulicht befindet sich auf einem Polizeiwagen. © picture alliance / dpa Fotograf: Friso Gentsch

Razzia gegen Terrorgruppe "Nordadler"

In Norddeutschland sind Wohnungen mutmaßlicher Rechtsextremisten durchsucht worden. Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen die Gruppe "Nordadler" wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung.

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Bekannter eines Verdächtigen offenbar wegen Anschlagsplänen verurteilt

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wurde im Landkreis Northeim eine Wohnung in der Gemeinde Katlenburg-Lindau durchsucht. Bei dem dortigen Verdächtigen solle es sich nach Angaben aus Ermittlerkreisen um einen Bekannten eines Mannes handeln, der bereits wegen der Vorbereitung eines Sprengstoffanschlags verurteilt wurde. Offiziell bestätigt wurde dies nicht.

Verdacht auf Gründung einer terroristischen Vereinigung

Die Vereinigung "Nordadler" war nach Angaben der Bundesanwaltschaft spätestens Anfang 2017 gegründet worden. Zunächst habe die Generalstaatsanwaltschaft Celle gegen die Gruppe ermittelt, Anfang 2018 habe dann die Bundesanwaltschaft das Verfahren übernommen und Ermittlungen unter anderem wegen des Verdachts der Gründung einer terroristischen Vereinigung eingeleitet.

Weitere Informationen

Rechtsterror: "Für unser Volk das Beste"

Bei einer norddeutschlandweiten Razzia gegen "Nordadler" wurde in Katlenburg-Lindau die Wohnung von Wladislav S. untersucht. Gegenüber dem NDR äußert er sich zu den Terror-Vorwürfen. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Aktuell | 17.04.2018 | 11:15 Uhr

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