Stand: 16.07.2019 16:00 Uhr

Symphonischer Chor Hamburg

Kurz mal an der frischen Luft - die Sängerinnen und Sänger vom Symphonischen Chor Hamburg stehen auf dem Brahmsplatz vor der Hamburger Laeiszhalle.

Der Symphonische Chor Hamburg wurde 1886 als "Lehrergesangsverein" gegründet und gehört mit seinen heute etwa 140 aktiven Mitgliedern zu den traditionsreichsten Chören Hamburgs.

Seit 1985 wird er von Matthias Janz geleitet. Prof. Janz ist Kirchenmusikdirektor a.D. in Flensburg und lehrte bis 2018 Oratorienleitung und -gestaltung an der Musikhochschule Lübeck. Für seine kulturellen Verdienste erhielt Matthias Janz internationale Preise und Auszeichnungen, darunter das Bundesverdienstkreuz, den Brahmspreis, den dänischen Danebrogorden und weitere.

Der Symphonische Chor hat es sich zur Aufgabe gemacht, neben den großen und bekannten Werken der Chorliteratur auch selten zu hörende Kompositionen zur Aufführung zu bringen. Im Februar 2020 wird der Symphonische Chor erneut in der Elbphilharmonie konzertieren und dort das eher unbekannte, aber musikhistorisch bedeutende Werk "Les Béatitudes" von César Franck aufführen.

Bereits im Eröffnungsjahr 2017 war der Chor mit Händels "Messiah" in voller Länge und mit historischen Instrumenten in der Hamburger Elbphilharmonie als erster Laienchor Hamburgs vertreten. Zusätzlich findet zweimal jährlich die Aufführung großer Oratorien von Barock bis Spätromantik in der Hamburger Laeiszhalle statt.

Eine Kooperation mit dem Flensburger Bach-Chor ermöglicht regelmäßig gemeinsame Aufführungen in Flensburg und Sonderburg (Dänemark).

Steckbrief

Symphonischer Chor Hamburg e.V.
140 aktive Sängerinnen und Sänger
Leitung: Matthias Janz

Probenort
Laeiszhalle, Studio E
Dammtorwall 46, 20355 Hamburg

Repertoire

  • J. S. Bach: Weihnachtsoratorium, Johannes-Passion, Matthäus-Passion
  • Ludwig van Beethoven: Missa Solemnis
  • Lili Boulanger: Psalm 24 (La terre appartient à l’Eternel)
  • Johannes Brahms: Ein Deutsches Requiem, Schicksalslied, Alt-Rhapsodie
  • Anton Bruckner: Messe Nr. 1 d-moll , Messe Nr. 3 in f-moll
  • Antonin Dvorák: Stabat Mater, Requiem b-moll
  • Edward Elgar: The Dream of Gerontius
  • Charles Gounod: Cäcilienmesse
  • Georg Friedrich Händel: Messiah, Saul, Belshazzar
  • Joseph Haydn: Die Schöpfung, Die Jahreszeiten, Harmoniemesse
  • Arthur Honegger: La Danse des morts
  • Leos Janacek: Glagolitische Messe
  • Zóltan Kodaly: Te Deum
  • Franz Liszt: Die Legende von der heiligen Elisabeth
  • Gustav Mahler: Kindertotenlieder
  • Felix Mendelssohn Bartholdy: Elias, Paulus, Die Erste Walpurgisnacht
  • Wolfgang Amadeus Mozart: Requiem, Messe c-Moll, Kyrie d-moll, Vesperae solennes de Dominica
  • Carl Orff: Carmina Burana
  • Francis Poulenc: Gloria
  • Gioachino Rossini: Stabat Mater
  • Franz Schmidt: Das Buch mit sieben Siegeln
  • Robert Schumann: Szenen aus Goethes Faust
  • Heinrich Schütz: Herr, unser Herrscher, Psalm 8 SWV 27
  • Igor Strawinsky: Psalmen-Symphonie
  • Giuseppe Verdi: Requiem, Te Deum
  • Kurt Wiklander: Vid ett skogsvatten

Besonderes
"Sicher sind das phantastische Konzert in der Elbphilharmonie am 9. Dezember 2017 und die Eröffnung des Victoria Arts Festivals auf Malta im Juni 2019 für den Symphonischen Chor prägend.
Aber eine Anekdote aus dem Jahr 1991 gehört sicher zu den kuriosesten Erfahrungen des Symphonischen Chors: Als der Tenor-Solist nicht zur Aufführung von Verdis Requiem erschien, fand sich doch tatsächlich spontan ein Zuhörer, der sich im grauen Pulli auf die Bühne stellte und den Solo-Part hervorragend meisterte. Das hatte selbst die Laeiszhalle noch nicht gesehen."

Übersicht

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Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | Klassisch in den Tag | 12.06.2019 | 07:40 Uhr

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