Stand: 24.09.2018 13:51 Uhr

45.000 Besucher: Rekord beim Reeperbahn Festival

Das 13. Reeperbahn Festival hat mit Rekorden und Premieren geglänzt: Mehr als 45.000 Menschen besuchten das Hamburger Musikfestival von Mittwoch bis Samstagabend - 5.000 mehr als 2017 und so viele wie nie zuvor. Dabei sind noch nicht einmal die Menschen erwähnt, die zu den vielen kostenlosen Konzerten auf dem Spielbudenplatz erschienen waren. Erstmals war bereits der Mittwoch ein vollwertiger Festivaltag. Insgesamt mehr als 600 Konzerte gab es an den vier Tagen. Allein das diesjährige Gastland Frankreich war mit über 50 Bands und Künstlern in den Bars und Clubs auf St. Pauli vertreten.

Reeperbahn Festival 2018: Die Highlights in Bildern

Lange Schlangen und überfüllte Clubs

Am Freitag waren die letzten Tagestickets verkauft worden, und die Festival-App meldete gen Wochenende immer öfter Einlass-Stopp: Fans mussten oft vergeblich Schlange stehen oder fanden sich teilweise in überfüllten Clubs wieder - die Schattenseite des Besucherrekords.

Erstmals zwei "Anchor"-Gewinner

Zum ersten Mal wurden beim Newcomer-Preis "Anchor" gleich zwei Gewinner gekürt. Weil die Jury um Bowie-Produzent Tony Visconti sich nicht entscheiden konnte, durften sowohl der belgische Indie-Rocker Tamino als auch die ebenfalls aus Belgien stammende Psychedelic-Pop-Band Faces on TV jubeln. Verliehen wurden auch die Helga-Awards: Es gewannen unter anderem das Wacken Open Air als Bestes Festival und das A Summer's Tale als Bestes Festival für alte Leute.

Muse als großer Überraschungsgast

Der Großteil der Reeperbahn-Festival-Konzerte wurde wieder von eher unbekannteren Musikern bestritten. Aber auch Weltstars traten auf: die UK-Rockband Muse, der lange geheim gehaltene Überraschungsgast am Freitagabend. Mit deren Auftritt und denen von Passenger und Metronomy habe das Programm zum "bisher inhaltlich gelungensten" gezählt, so die Veranstalter.

Highlights des NDR Bloggers

Für NDR Blogger Matthes Köppinghoff zählten Karies, Ilgen-Nur und Cari Cari zu den Highlights. Über WhoMadeWho aus Kopenhagen urteilte er: "So eine Party-Band braucht jedes Festival." Bear's Den begeisterte ihn in der Elbphilharmonie, die in diesem Jahr zum zweiten Mal als Spielstätte dabei war. Die Konzertstätte mit der größten Atmosphäre ist für Köppinghoff die St. Michaelis Kirche: Im Michel genoss er die deutsche Band Get Well Soon.

Sommer, Sonne, Sturm

An den ersten beiden Tagen des Festivals zeigte sich Hamburg ungewöhnlich sommerlich-sonnig. Doch an Tag drei kamen Temperatursturz, Regen und Sturm, der dafür sorgte, dass die Open-Air-Bühnen am Freitagmittag vorübergehend nicht bespielbar waren. Nicht befahrbar war außerdem ausgerechnet von Freitagabend bis zum Betriebsschluss am Sonntag die U-Bahnlinie 3 zwischen Rathaus und St. Pauli - wegen des Einbaus einer neuen Weiche am Baumwall. Die zumindest sollte bei der nächsten Ausgabe des Reeperbahn Festivals vom 18. bis 21. September 2019 noch intakt sein. Dann ist Australien das Partnerland.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal 18.00 | 21.09.2018 | 18:00 Uhr