Filmfest Braunschweig ehrt Schauspieler Sebastian Koch

Stand: 08.11.2021 11:25 Uhr

Das Braunschweig International Filmfestival ist am 7. November zu Ende gegangen. Schauspieler Sebastian Koch wurde mit dem Filmpreis "Die Europa" geehrt.

Zwei Weltstars auf der Bühne des Staatstheaters Braunschweig. Der eine ist Jazz-Trompeter, der andere Schauspieler. Till Brönner hält die Laudatio auf Sebastian Koch, der in diesem Jahr den Hauptpreis des Filmfests Braunschweig bekommt. Die beiden verbindet eine lange Freundschaft. Die Laudatio auf den Freund ist für Brönner eine Ehrensache. "Ich kenne Sebastian Koch schon seit über 30 Jahren und habe ihn auch schon vor unserer Freundschaft wirklich bewundert", sagt Brönner.

In Braunschweig haben sie an die zahlreichen Filme erinnert, in denen Koch brillierte - etwa "Black Book", "Albatross" oder "Das Leben der Anderen". "Sebastian Koch ist einer der Schauspieler, der für zahlreiche Produktionen, die von Deutschland auch nach Übersee gedrungen sind mitverantwortlich ist", sagt Brönner. Den Braunschweiger Festivalpreis "Die Europa" gab es speziell für seine europäischen Filme. "Das ist eine ganz große Würdigung meiner Arbeit - eine Woche hier so geehrt zu werden, das ist toll", sagte der Schauspieler.

Publikumspreis für "25 Years of Innocence"

"Der polnische Film "25 Years of Innocence" von Regisseur Jan Holoubek wurde zudem am Samstagabend mit dem Publikumspreis "Der Heinrich" ausgezeichnet. Nachdem das Filmfestival in Braunschweig im vergangenen Jahr ausschließlich online stattfand, war die diesjährige Ausgabe eine hybride Veranstaltung. "An sich natürlich super, dass wir wieder in die Kinos gehen konnten, dass auch wieder Gespräche stattfinden", sagt Festivalleiterin Karina Gauerhof. "Natürlich sind die Besucherzahlen nicht vergleichbar mit denen, die wir 2019 hatten."

230 Filme beim Filmfest Braunschweig

Frauen im Spielfilm "Hive" halten Fotos ihrer Männer in den Händen - © JIP Film Verleih
Das Drama "Hive" aus dem Kosovo hat bereits viele Preise erhalten, darunter beim Filmfest Sundance und beim Filmfest Hamburg.

Insgesamt zeigte das Festival 230 Lang- und Kurzfilme. 63 Filme der Programmauswahl waren online zu sehen. Die Reihe "Neues Internationales Kino" gab Einblicke in das aktuelle Filmschaffen rund um die Welt. Zu sehen waren insgesamt 20 Beiträge - unter anderem aus Island, Bangladesch, Singapur und Russland. Mit dabei: der tunesische Oscar-Beitrag 2021: "Der Mann, der seine Haut verkaufte". Die tunesische Regisseurin Kaouther Ben Hania hat den Film gedreht. Ebenfalls zu sehen waren der Cannes-Beitrag "Wo in Paris die Sonne aufgeht" von Jacques Audiard und der dreifache Sundance-Gewinner "Hive" über Frauen im Kosovo

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Hallo Niedersachsen | 07.11.2021 | 06:40 Uhr

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