US-Regisseur, Produzent und Drehbuchautor Steven Spielberg der Filmpremiere von "West Side Story" in New York mit Hauptdarstellerinnen Ariana DeBose (links, Anita) und Rachel Zegler (Maria) © Charles Sykes/Invision via AP/dpa+ dpa-Bildfunk +++ Foto: Charles Sykes
US-Regisseur, Produzent und Drehbuchautor Steven Spielberg der Filmpremiere von "West Side Story" in New York mit Hauptdarstellerinnen Ariana DeBose (links, Anita) und Rachel Zegler (Maria) © Charles Sykes/Invision via AP/dpa+ dpa-Bildfunk +++ Foto: Charles Sykes
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AUDIO: Steven Spielberg: ein Porträt (4 Min)

Steven Spielberg: Der Kinovisionär und Erfinder des Blockbusters

Stand: 24.01.2023 14:00 Uhr

Seit "Der weiße Hai" gilt Steven Spielberg ("E.T.", "Schindlers Liste", "Indiana Jones") als Erfinder des Blockbusters. 2023 ist der 76-Jährige Ehrengast der Berlinale und hat neue Filme im Köcher.

2021 hat sich Spielberg seinen lebenslangen Traum erfüllt und erstmals ein Musical verfilmt. Mit "West Side Story" war für sieben Oscars nominiert, erhielt jedoch nur einen: Ariana de Bose wurde als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet.

Spielberg durfte nicht bei "James Bond" Regie führen

Doch Misserfolge ist der in Cincinnati, im US-Bundesstaat Ohio, geborene Künstler gewöhnt. So schuf er etwa die Figur des Abenteurers Indiana Jones, weil er sich nicht seinen Traum erfüllen durfte, eine Episode von "James Bond" zu drehen. Er sei zu jung, zu unerfahren und sowieso kein Brite, beschieden damals die "Bond"- Produzenten. Bis heute dreht Harrison Ford immer wieder als Indiana Jones für die erfolgreiche Kino-Saga.

Harrisson Ford als Indiana Jones im ersten Abenteuer "Indiana Jones und die Jäger des verlorenen Schatzes" von 1981 © Paramount/courtesy Everett Collection Paramount über imago pictures
AUDIO: 40 Jahre im Kino Indiana Jones "Jäger des verlorenen Schatzes" (2 Min)

Lebenslange Zusammenarbeit mit Komponist John Williams

Seit seinem Film "Der weiße Hai" 1975 arbeitet Spielberg immer wieder mit dem Komponisten John Williams zusammen. Zu den großen gemeinsamen Erfolgen gehören die Filmmusiken von "E.T.", "Indiana Jones", "Jurassic Park", "Schindlers Liste". Selbst im Musical "West Side Story" mit Musik von Leonard Bernstein stand Williams Spielberg beratend zur Seite.

Harrison Ford als Indiana Jones - digital verjüngt- im neuen Abenteuer "Indiana Jones und  der Ruf des Schicksals" von James Mangold, ab 2023 im Kino © 2022 Lucasfilm Ltd. & TM
AUDIO: "Indiana Jones"-Trailer mit digital verjüngtem Harrison Ford (7 Min)

Späte Diagnose löste ein Kindheitsrätsel

Beim Sender Arte lief ein unterhaltsamer Trickfilm zum Regisseur - mit vielen Fun-Facts, die nur eingefleischte Fans kennen. Etwa: dass Spielberg bei den Pfadfindern oft Nasenbluten hatte und dass er eine Folge "Columbo" gedreht hat. Auch, dass er 2008 große finanzielle Verluste erlitt. Außerdem teilte er 2007 der Öffentlichkeit mit, dass er Legastheniker ist. Mit der späten Diagnose habe er ein großes Rätsel aus seiner Kindheit gelöst.

2023: Hommage bei Berlinale, Produzent von "Indiana Jones 5" und "Maestro"

2023 wird ein großes Jahr für Spielberg: Er erhält im Februar den Goldenen Ehrenbären der Filmfestspiele Berlin und sein neuer, autobiografischer Film "The Fabelmans" startet im deutschen Kino.

Wie die Berlinale im Januar mitteilte, wird der US-Regisseur beim Festival erwartet, wo er den Ehrenbären entgegennehmen wird und vielleicht sogar weitere Filme seiner Karriere in der Hommage vorstellen wird - zumindest den neuesten, "The Fabelmans".

Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Steven Spielberg mit zwei Golden Globes bei der Preisverleihung 2023 © Chris Pizzello/Invision/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Foto:  Chris Pizzello
AUDIO: Die Golden Globes sind zurück: So war die Preisgala 2023 (6 Min)

Parallel arbeitet er weiter unermüdlich an Drehbüchern, Filmproduktion und Projekten, etwa mit dem Streaming-Giganten Netflix. Zu den neuen Filmen als Produzent, die 2023 ins Kino kommen, gehören etwa das fünfte "Indiana Jones"-Abenteuer. Eigens hierfür hat natürlich John Williams den Soundtrack zusammengestellt und 20 Minuten der Musik selbst komponiert.

Mit "Maestro" produziert Spielberg eine Biografie von Komponist und Dirigent Leonard Bernstein. Zudem bereitet er parallel die Fortsetzung von "Gremlins 3", eine Serie über Napoleon und einen eigenen Spielfilm über Frank Bullitt vor. Frank Bullitt war die Hauptfigur im Spionage- und Actionfilm "Bullitt" von 1968 mit Steve McQueen als Hauptdarsteller. Der Film ist besonders für die rasanten Auto-Verfolgungsjagden über die Hügel von San Francisco bekannt.

VORSCHAU: Trailer: "Indiana Jones und der Ruf des Schicksals" mit Harrison Ford (2 Min)

Weitere Informationen
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Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | Klassisch unterwegs | 23.01.2023 | 14:20 Uhr

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