Marilyn Monroe liegt auf einem Bett und blickt nach oben in die Kamera. © picture alliance/United Archives

60. Todestag von Marilyn Monroe: Wie sie bis heute fasziniert

Stand: 05.08.2022 00:01 Uhr

Vor 60 Jahren ist Marilyn Monroe ums Leben gekommen. Schon zu Lebzeiten galt sie als Sexsymbol, nach ihrem Tod wurde sie tausendfach kopiert. Wie präsent ist sie noch in der Kultur?  

Marilyn Monroe liegt auf einem Bett und blickt nach oben in die Kamera. © picture alliance/United Archives
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von Katharina Wilhelm

Auf den ersten Blick ist die Grabstätte von Marilyn Monroe gar nicht so leicht zu finden. Neben einem großen Parkhaus im Schatten einiger Hochhäuser in Westwood, einem Stadtteil von Los Angeles, befindet sich der kleine Friedhof, auf dem Marilyn Monroe vor 60 Jahren beigesetzt wurde. Frische Rosen liegen vor dem Grabmal; der graue Grabstein ist von Lippenstiftspuren übersät.  Giovanna und ihr frisch angetrauter Mann aus Italien besuchen das Grab während ihrer Flitterwochen. "Ich bin ein riesiger Fan und wollte ihr einfach Hallo sagen", erzählt die Frau. 

Marilyn Monroe: Stets stark sexualisiert 

Jeden Tag kommen Besucher an das Grab von Marilyn Monroe, die 1926 als Norma Jeane Baker in Los Angeles geboren und zu einem der größten Filmstars des 20. Jahrhunderts wurde. Sie war erst Pin-Up-Model, dann Schauspielerin. Dabei wurde Marilyn Monroe, wie sie sich dann später nannte, stets stark sexualisiert. Das Foto, auf dem ihr weißes Kleid über einen U-Bahn-Schacht hochfliegt, begründete endgültig ihren Status als Sexsymbol.

Überdosis Schlaftabletten: Tod mit 36 Jahren

Das erotische Image ist Fluch und Segen zugleich. Sie hadert mit sich und wird depressiv. 1962 starb sie dann an einer Überdosis Schlaftabletten in Los Angeles, mit nur 36 Jahren. Bis heute sind die Menschen fasziniert von Marilyn Monroe. Unaufhörlich gibt es neue Bücher und Filme über ihr Leben. Im September beispielsweise veröffentlicht Netflix einen neuen Film, "Blond". Die Hauptrolle der berühmten Blondine spielt Ana de Armas. 

Einfluss auf Andy Warhol, Madonna und Co. 

Blonde Haare, volle rote Lippen und ein dicker schwarzer Lidstrich: Marilyn Monroes Erscheinung prägt wie keine andere die Popkultur. Andy Warhol verwandelt sie in Kunst, Musikstars wie Gwen Stefani oder Madonna kopieren ihren Look. Wer das nötige Kleingeld hat, der kann sich bis heute noch einiges aus Marilyn Monroes Besitz ersteigern, regelmäßig gibt es Auktionen. Für vier Millionen Dollar wurde 2016 ihr berühmtes Glitzerkleid versteigert, in dem sie John F. Kennedy ein Geburtstagsständchen sang.

Kim Kardashian hat ihr Kleid ruiniert 

Das Kleid sorgte 60 Jahre später wieder für einen kleinen Skandal, als es Reality TV-Star Kim Kardashian zur Met-Gala in New York trug. Mit diesem Andenken an die Monroe habe sie es aber zu weit getrieben, meinten einige Experten. Das Kleid, in das schon einst die Monroe eingenäht werden musste, sei nach dem Auftritt ruiniert gewesen.

Begraben neben Hugh Hefner 

Ob sich Marilyn Monroe wegen dieser Geschichte im Grab herumdrehen würde? Vielleicht lacht sie darüber, eher mit ihrem Grabkammern-Nachbarn. Denn der ist kein Geringerer als Playboy-Magazin-Gründer Hugh Hefner. Dessen letzter Wunsch war es nämlich, neben Marilyn Monroe beerdigt zu werden.

Marilyn-Monroe-Ausstellung im Kunstladen Hannover ab 5. August

Am Freitag, 5. August, startet im Kunstladen Hannover eine Ausstellung mit Fotos von Marilyn Monroe und anderen Kunstwerken. Bei der Vernissage ab 18 Uhr ist als besonderer Gast die Schauspielerin Ingrid Steeger dabei.

 

Weitere Informationen
Buchcover: Lawrence Schiller - Marilyn & Me © Taschen Verlag

"Marilyn & Me" - Bildband zeigt Marilyn Monroe nicht nur als Sex-Symbol

Fotograf Lawrence Schiller zeigt die ganze Marilyn, wie er sie kennengelernt und fotografiert hat, nicht bloß die Sex-Bombe. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | Klassisch in den Tag | 04.08.2022 | 06:20 Uhr

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