Stand: 13.05.2018 14:16 Uhr

HSV: Die Uhr bleibt - der Kapitän auch

Der Hamburger SV hat am Sonntag im wahrsten Sinne des Wortes eine neue Zeitrechnung eingeläutet. Einen Tag nach dem erstmaligen Abstieg aus der Fußball-Bundesliga stellte der Verein seine berühmte und bei Fans viel diskutierte Uhr im Volksparkstadion um. Sie zeigt nun nicht mehr wie bisher die über 54 Jahre währende Erstliga-Zugehörigkeit an, sondern die Jahre, Tage, Stunden und Minuten seit der Gründung des Clubs 1887. Der Schriftzug "In der Bundesliga seit:" wurde durch den Slogan "Tradition seit" ersetzt.

HSV: Die Abstiegssaison in Bildern

Wettstein kündigt "klärende Gespräche" an

Die Zukunft hat beim HSV also bereits begonnen. Welche Profis des aktuellen Kaders sie mitgestalten wollen beziehungsweise sollen, ist aber noch fraglich. Das obligatorische Auslaufen am Morgen nach einem Bundesliga-Spiel fiel am Sonntagmorgen aus. Am Dienstag wird sich das Team von Trainer Christian Titz noch einmal treffen, danach werden aller Voraussicht nach diverse Kicker ihren Spind im Umkleideraum räumen. Die Verträge von insgesamt acht Profis laufen am 30. Juni aus. Andere Akteure sollen trotz über diesen Zeitpunkt hinaus datierter Kontrakte den Verein verlassen. Um wen es sich handeln könnte, wollte Interimsvorstandschef Frank Wettstein nach dem bedeutungslosen 2:1-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach allerdings nicht sagen: "Jetzt ist gerade der falsche Zeitpunkt um einzuschätzen, wie es weitergeht. Wir werden uns zeitnah mit allen Spielern nochmal zusammensetzen und klärende Gespräche führen."

Sakai vor Verlängerung - Hunt und Papadopoulos gesprächsbereit

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Sportclub

Bernd Hoffmann über die Zukunft des HSV

13.05.2018 22:30 Uhr
Sportclub

Wie geht es beim Hamburger SV nach dem Abstieg weiter? Aufsichtsratsboss Bernd Hoffmann im Sportclub über die angespannte wirtschaftliche Lage und die Personalplanungen. Video (14:23 min)

Ein Profi, den der HSV halten will, ist Gotoku Sakai. Und der Kapitän kündigte unmittelbar nach der Gladbach-Partie etwas überraschend an, doch noch bei den Hanseaten bleiben zu wollen. "Ich habe für mich entschieden, dass ich verlängere und auch nächste Saison für den HSV spielen werde", sagte der Japaner, der sich bis dato geziert hat, das Angebot der Hamburger auf eine Weiterbeschäftigung zu unterzeichnen. Nach Informationen von NDR 90,3 sollen auch Offensivmann Aaron Hunt und Verteidiger Kyriakos Papadopoulos zumindest gesprächsbereit sein, ihre Stiefel auch in Liga zwei für die Norddeutschen zu schnüren. Allerdings müssten sie wohl nicht unerhebliche Gehaltseinbußen hinnehmen. "Wir lassen uns demnächst den Etatentwurf durch den Vorstand präsentieren. Und davon abgeleitet ist dann auch die Frage, welches Geld in den Spielerkader investiert werden kann", erklärte Aufsichtsratschef Bernd Hoffmann im Interview mit NDR 90,3. Er kündigte zudem an, dass bis zu Beginn der Weltmeisterschaft in Russland am 14. Juni ein Sportvorstand präsentiert werden soll.

Zwei Zugänge fix - Was wird aus Lasogga und Co?

Keine Zukunft mehr bei den Hanseaten haben wohl Dennis Diekmeier, Sejad Salihovic, Sven Schipplock und Bjarne Thoelke (Verträge laufen aus) sowie die von Trainer Titz kaum oder nur wenig berücksichtigten Christian Mathenia, Mërgim Mavraj, André Hahn und Walace. Andere Akteure wie Douglas Santos, Rick van Drongelen, Albin Ekdal und Filip Kostic könnten trotz laufender Arbeitspapiere auf einen Wechsel drängen. Als Neuzgänge für die kommende Serie stehen bisher der schottische Verteidiger David Bates (Glasgow Rangers) sowie Angreifer Manuel Wintzheimer (Bayern München U19) fest. Zudem enden die Ausleihen von Pierre-Michel Lasogga (Leeds United), Alen Halilovic (Las Palmas) und Batuhan Altintas (Giresunspor). Ob das Trio in Titz' Planungen eine Rolle spielen könnte, ist offen.

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 13.05.2018 | 22:30 Uhr

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