Stand: 24.04.2020 09:12 Uhr

Lebensmittel aufbewahren: Was hält wie lange?

Lebensmittelvorräte stehen in Plastikdosen in einem Schrank. © imago images / Jochen Tack
In Kunststoffdosen lagern Vorräte trocken und übersichtlich.

Nicht nur in Zeiten von Corona legen sich viele Verbraucher einen kleinen Lebensmittelvorrat an. Richtige Lagerung hilft, die Vorräte möglichst lange aufzubewahren. Sie sollen trocken, dunkel und kühl liegen. Luftdichte Gefäße wie Schraubgläser oder Plastikboxen schützen vor Schädlingen und Feuchtigkeit. Das Mindesthaltbarkeitsdatum auf Lebensmittelpackungen bietet nur einen groben Anhaltspunkt für die tatsächliche Verwendbarkeit und kann häufig deutlich überschritten werden. Dennoch ist es nicht bei allen Produkten sinnvoll, mehr einzukaufen, als innerhalb weniger Tage verbraucht wird.

Nudeln und Konserven als Dauervorrat

Einige Grundnahrungsmittel sind mehrere Jahre haltbar. Doch vor der Zubereitung sollten auch diese Produkte auf Anzeichen des Verderbens geprüft werden. Dazu gehören ein unangenehmer Geruch, Schimmelspuren oder aufgeblähte Dosen. Das gilt etwa für:

  • Nudeln ohne Ei und Vollkorn
  • weißer, polierter Reis
  • Zucker
  • Honig
  • Salz
  • Branntwein-Essig
  • Wasser in Glasflaschen
  • Brot und andere (Fertig-)Produkte in Konservendosen
  • sauer eingelegte Gemüse im Glas

Kaffee und Mehl bleiben monatelang genießbar

Manche Produkte halten sich viele Monate oder sogar einige Jahre ohne zu verderben. Allerdings nimmt die Qualität dabei ab, Tee verliert sein Aroma, Hülsenfrüchte trocknen weiter ein. Gut lagern lassen sich auch:

  • Kaffee (vakuumverpackt)
  • Knäckebrot
  • weißes Mehl (Typ 405)
  • Tee
  • getrocknete Gewürze
  • Trockenobst
  • getrocknete Hülsenfrüchte

Eier und Käse im Kühlschrank aufbewahren

Bei vielen Lebensmitteln entscheidet die richtige Lagerung über die Haltbarkeit. So können Eier auch nach mehreren Wochen im Kühlschrank noch gekocht oder gebraten werden. Kartoffeln bleiben bei hoher Luftfeuchtigkeit lange frisch. Auch andere Produkte bringen es auf mehrere Wochen:

  • H-Milch (ungeöffnet)
  • Eier (unbeschädigt im Kühlschrank, Spitze nach unten)
  • Butterschmalz
  • Hartkäse am Stück (im Kühlschrank)
  • Kartoffeln (dunkel, 4-8 Grad, hohe Luftfeuchtigkeit)
  • Zwiebeln

Den Kühlschrank richtig ordnen

Frische Produkte wie Milch, Sahne, geschnittene Wurst und Weichkäse sowie Gemüse sollten im Kühlschrank aufbewahrt werden. Dort bleiben sie bis zu einer Woche frisch. Die optimale Temperatur liegt bei vier bis acht Grad. In den oberen, weniger kalten Bereich gehören Eier, Butter und Marmelade, in der Mitte liegen Milchprodukte, darunter gekochte Speisen und ganz unten Wurst und Fleisch richtig. Im Fach für Obst und Gemüse sind die meisten Sorten gut aufgehoben. Ausnahmen: Südfrüchte wie Bananen, Zitrusfrüchte, Tomaten sowie Kartoffeln. Äpfel können zwar im Kühlschrank gelagert werden, verströmen aber ein Gas, das anderes Obst und Gemüse schneller reifen und verderben lässt.

Vorsicht bei rohem Fleisch

Rohe tierische Lebensmittel sind zum sofortigen Verbrauch bestimmt. Sie sollten möglichst ohne Unterbrechung der Kühlkette nach dem Kauf sofort im unteren Bereich des Kühlschranks gelagert werden. Fisch und Hackfleisch möglichst noch am selben Tag zubereiten, Fleisch und Zuchtpilze spätestens in den Tagen danach.

Gefrorenes hält länger

Viele Lebensmittel bleiben eingefroren deutlich länger haltbar. Doch auch im Tiefkühlschrank bei minus 18 Grad gibt es Grenzen. Alle Waren sollten möglichst luftdicht verpackt sein, fettige Nahrungsmittel verderben schneller als magere. Die Richtwerte für einige Produkte liegen bei:

  • Rindfleisch: bis 12 Monate
  • Quark, Frischkäse: 10-12 Monate
  • Gemüse (küchenfertig vorbereitet): 6-12 Monate
  • Obst: 6-12 Monate
  • Butter: 6-9 Monate
  • Brot: 6 Monate
  • Seefisch (mager): 5 Monate
  • Huhn: 3-8 Monate
  • gekochte Speisen: 3-6 Monate
  • Hackfleisch, Bratwurst: 1-3 Monate

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Dieses Thema im Programm:

Mein Nachmittag | 28.08.2019 | 16:20 Uhr

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