Stand: 08.08.2019 16:33 Uhr

Tipps für eine kleine Fahrrad-Inspektion

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Vor der ersten Tour im Frühling sollte ein kleiner Check des Rades stehen.

Wer sicher radfahren möchte, sollte regelmäßig prüfen, ob das Fahrrad noch voll funktionsfähig und verkehrssicher ist. Fahrradläden und -werkstätten bieten zu Preisen um 50 Euro einen Basis-Check an, die Wartezeiten sind aber im Frühjahr und Sommer häufig lang. Mit diesen Tipps können auch Laien ihr Rad wieder in Fahrt bringen.

Kleiner Frühjahrsputz

Ein sauberes Rad sieht nicht nur besser aus, es fährt auch besser und verschleißt nicht so schnell. Zuerst sollten Sie Ihr Fahrrad von Staub und Straßenschmutz befreien. Das geht am besten mit einem einfachen Lappen und Wasser mit etwas Spülmittel. Hochdruckreiniger sind nicht geeignet, denn der Druck kann die Tretlager beschädigen. Das saubere Rad sollte auf feine Risse und Verformungen untersucht werden, die im Zweifelsfall ein Fachmann überprüfen muss.

Die Kette säubern oder wechseln

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Die Fahrradkette sollte regelmäßig geölt werden - nicht nur beim Frühlings-Check.

Mit einer gut geschmierten Kette fährt das Rad besser. Kette und die Ritzel mit einem trockenen Lappen weitgehend von Fett und Schmutz befreien und danach gut ölen. Dafür eignet sich spezielles Fahrradöl, aber auch günstiges Motoröl fürs Auto tut seinen Dienst. Dabei darauf achten, dass kein Öl auf den Boden tropft. Überschüssiges Öl mit einem Lappen von der Kette wischen. Wenn sie viel Rost angesetzt hat, muss sie ausgewechselt werden. Hängt die Kette durch, das Hinterrad lösen und die Kette nachspannen.

Lockere Schrauben am Fahrrad nachziehen

Überprüfen Sie alle Schrauben und Muttern auf festen Sitz und ziehen Sie sie gegebenenfalls nach. Das gilt besonders für die Verbindungen an Sattel und Lenker.

Frische Luft für die Reifen

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Gut aufgepumpte Reifen fahren nicht nur besser, sie verschleißen auch langsamer.

Sind die Reifen platt, muss daran nicht immer ein Loch schuld sein. Nach mehreren Wochen verlieren Schläuche stets etwas Luft. Zunächst also die Reifen aufpumpen. Der optimale Luftdruck beträgt bei normalen Straßenfahrrädern 3,5 bis 4 bar, der Höchstwert steht meist auf der Seite des Reifens. Mit einem gut aufgepumpten Reifen rollt das Rad spürbar leichter. Ist das Profil deutlich abgefahren, oder weist der Reifen poröse Stellen auf, sollte man ihn ersetzen.

Bremsen überprüfen

Gut eingestellte Bremsen sind ein wichtiger Beitrag zur Verkehrssicherheit. Zunächst prüfen, ob die Beläge auf den sogenannten Bremsschuhen noch ausreichend dick sind. Wenn keine Querrillen mehr zu erkennen sind, austauschen. Die Bremsen müssen sich leicht betätigen lassen und wieder öffnen ohne zu schleifen. Bremsgriffe und -züge vorsichtig ölen. Achtung: Es darf kein Öl auf Beläge oder Felgen kommen. An Stellschrauben am Griff lassen sich Bremsen etwas nachstellen.

Alles gut erleuchtet?

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Wer ohne Licht fährt, wird bei Dunkelheit schlechter gesehen und riskiert eine Strafe.

Eine fest installierte Beleuchtungsanlage mit Dynamo ist nicht mehr vorgeschrieben. Allerdings müssen alle Räder vorn einen weißen und hinten einen roten Reflektor haben. Die Reifen benötigen seitliche Leuchtstreifen oder als Alternative Reflektoren zwischen den Speichen. Bei Fahrten in der Dunkelheit ist eine Lichtanlage mit Vorder- und Rücklicht notwendig, die auch angesteckt werden darf. Falls es Probleme mit der fest verbauten Lichtanlage gibt, die Verkabelung zwischen Dynamo und Lampen sowie alle Steckkontakte prüfen.

Schaltung neu justieren

Nach diesen Arbeiten ist es Zeit für eine Probefahrt. Dabei zeigt sich, ob die Schaltung noch gut funktioniert und sich die Gänge präzise einlegen lassen. Hakt es bei einer Nabenschaltung, können auch Laien mit Stellschrauben am Schalthebel für Abhilfe sorgen. Eine Kettenschaltung mit vielen Gängen korrekt einzustellen erfordert dagegen einige Übung.

Weitere Tipps zur Fahrradpflege bieten auch die Seiten des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC).

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 12.08.2019 | 20:15 Uhr

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