Stand: 08.01.2018 10:54 Uhr  | Archiv

Diebstahl im Fernbus verhindern und anzeigen

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Immer wieder melden Fernbus-Reisende gestohlenes Gepäck.

Bei Reisen mit dem Fernbus werden nicht selten Koffer aus den Gepäckräumen gestohlen. Oft bemerken die Fahrgäste den Diebstahl erst am Zielort. Eine Haftung für den Schaden schließen Fernbusunternehmen in der Regel in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen aus. Sie haften laut AGB meist nur für Schäden durch Vorsatz, grobe Fahrlässigkeit oder infolge eines Unfalls. Dennoch sollten Fernbusreisende, deren Gepäck gestohlen wurde, den Diebstahl beim Busfahrer melden und bei der örtlichen Polizei anzeigen. Im Streitfall kann die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr vermitteln.

Diebstahl im Fernbus vermeiden

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, reist im Fernbus nur mit Handgepäck. Flixbus rät generell dazu, Wertsachen mit in den Innenraum zu nehmen. Zudem erhalten Fahrgäste mit ihrem Online-Ticket persönliche Gepäckscheine. Diese sollten laut Flixbus gut sichtbar am Gepäck angebracht werden. Hierdurch soll eine Verwechslungsgefahr minimiert werden. Auch die Rückgabe verloren gegangener Gepäckstücke, die im Fundbüro landen, werde dadurch vereinfacht. Flixbus weist darauf hin, dass laut Leitfaden nur eine Gepäckklappe auf einmal geöffnet sein sollte. Zudem solle sich der Busfahrer nicht vom Bus abwenden, solange die Klappen offen sind.

Gepäck kann extra kosten

Für Gepäck erheben viele Busunternehmen Gebühren. Für normale Koffer liegen diese meist bei etwa einem Euro, größeres Gepäck kostet bis zu zehn Euro. Handgepäck ist frei. In Internet-Foren beschweren sich Busreisende häufig über Chaos bei der Gepäckausgabe und über mangelnde Bewachung des Gepäcks durch den Fahrer an den Haltepunkten.

Sitzplatzreservierungen sind selten vorab möglich

In der Regel können Sitzplätze, anders als bei der Bahn, nicht vorab reserviert werden. Zwar haben Reisende Anspruch auf einen Sitzplatz, können dessen Lage aber meist nicht selbst auswählen. Manchmal wird der Platz erst direkt vor Abfahrt vom Busfahrer zugewiesen.

Service: Toiletten, Snacks und Strom

An Bord der Busse gibt es fast immer Toiletten, Getränke und Snacks. Auch Steckdosen und kostenfreies W-LAN werden häufig angeboten. Teilweise ist es auch möglich, Tiere oder Fahrräder mitzunehmen. Der Service variiert aber je nach Anbieter.

Nicht jede Busreise ist günstig

Auch wenn Busreisen als besonders günstig gelten, sind nicht alle Tickets zu Schnäppchenpreisen zu bekommen. Die Kontingente an Billigtickets sind begrenzt. Langfristige Buchungen erhöhen die Chance auf diese Tickets. Ab und zu verkaufen auch große Discounter Gutscheine für die günstigen Tickets. Bei längeren Strecken sind manchmal auch Bahn oder Flugzeug eine Alternative.

Stau kann die Reisezeit verlängern

Anders als im Bahnverkehr kann sich die Reise immer durch Staus verlängern. Die Busse fahren dann in der Regel keine Umwege. Auch wenn es Fahrpläne mit festen Zeiten gibt, sind diese in der Praxis nicht zuverlässig einzuhalten.

Stornierungen und Umbuchungen

Die Stornierungs- und Umbuchungsrichtlinien unterscheiden sich stark. Vor der Buchung sollte man sich bei dem jeweiligen Anbieter über die Allgemeinen Geschäftsbedingungen informieren, denn Verbraucherzentralen mahnten einige Fernbus-Unternehmen in der Vergangenheit ab. Kunden wurden durch Klauseln benachteiligt. Dabei ging es beispielsweise um Haftungsfragen und die Rückerstattung des Fahrpreises. Laut Stiftung Warentest haben die meisten Anbieter aber mittlerweile nachgebessert

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 08.01.2018 | 20:15 Uhr

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Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Tipps-fuer-Fernbus-Reisen,fernbus284.html

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