Stand: 21.02.2020 08:41 Uhr

So wird Geschirr in der Spülmaschine sauber

Geschirr und ein Topf in einer Spülmaschine © colourbox Foto: Kzenon
Gut gefüllte Spülmaschinen arbeiten am wirtschaftlichsten.

Eine Spülmaschine zählt für viele zu den wichtigsten technischen Helfern im Haushalt. Denn sie spart in größeren Haushalten bis zu 75 Prozent der Zeit ein, die für den Abwasch benötigt wird. Sofern auf eine Vorreinigung des Geschirrs verzichtet wird, ist die Maschinenwäsche verglichen mit der konventionellen Handwäsche sogar energie- und wassersparender - wegen der höheren Temperatur auch hygienischer.

VIDEO: Große Unterschiede bei Geschirrspültabs (5 Min)

Was darf in die Spülmaschine?

Die meisten Küchengegenstände sind mit Piktogrammen zu ihrem sicheren Gebrauch gekennzeichnet. Gleich mehrere Symbole informieren über die Eignung zur Reinigung in der Spülmaschine. Aufschluss über die Eignung geben außerdem Pflegehinweise der Hersteller in der jeweiligen Gebrauchsanleitung.

Geschirr aus weißem Porzellan darf in der Regel in die Spülmaschine. Porzellan mit Dekor sollte "spülmaschinenfest" oder "spülmaschinengeeignet" sein. Das bedeutet, dass die Farben bei der Herstellung mit der Glasur verschmolzen oder fest auf die Glasur gebrannt werden, sodass die Reinigung in der Spülmaschine der Farbintensität nichts oder erst nach sehr vielen Spülgängen etwas anhaben kann. Plastik im oberen Korb der Maschine einsortieren, denn dort ist die Temperatur geringer ist als im unteren Bereich. So kann man vermeiden, dass sich Plastikteile verformen oder die Farbe ausbleicht.

Test
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Große Unterschiede bei Spülmaschinentabs

Multi-Geschirrspültabs sollen viele Eigenschaften vereinen und die Umwelt nicht unnötig belasten. Nicht jedem Hersteller gelingt das, wie Stiftung Warentest festgestellt hat. 6 Min

Welches Geschirr besser mit der Hand reinigen?

Nicht geeignet für die Spülmaschine ist altes Porzellan: Goldränder oder Dekore lösen sich im Laufe der Zeit ab. Auch Geschirr mit Holzelementen, zum Beispiel Frühstücksbrettchen oder Messer mit Holzgriff, sollten nicht in die Spülmaschine. Durch die hohen Temperaturen löst sich der Leim. Es entstehen Ritzen, in denen sich Bakterien vermehren können. Silber, Kupfer, Messing, Zinn und Bronze gehören ebenso wenig in die Spülmaschine wie hochwertige Messer, deren Klingen durch die Reiniger stumpf werden.

Küchengeräte oder Teile von Töpfen aus nicht legiertem Aluminium sind meist ebenfalls nicht geeignet. Bei Kontakt mit Säuren und Laugen reagiert das Material mit der Veränderung der Oberfläche und korrodiert. Pfannen mit einer Antihaft-Beschichtung sollten nur in der Spülmaschine gereinigt werden, wenn der Hersteller dies empfiehlt. Die Beschichtung einer Teflon-Pfanne funktioniert zudem nur mit einem dünnen Fettfilm optimal, der sollte nach einer Maschinenwäsche erneuert werden. Isolierkannen- und Becher können ebenfalls Schaden nehmen - auch hier unbedingt auf die Herstellervorgaben und entsprechende Piktogramme auf den Produkten achten.

Worauf sollte man beim Einräumen achten?

Vor dem Befüllen der Maschine grobe Speisereste mit einem Papiertuch entfernen, Vorspülen ist nur bei hartnäckigen, eingebrannten Verschmutzungen beispielsweise in Töpfen oder Pfannen notwendig. Besteck gehört in den Besteckkasten oder in die Besteckschublade. Viele Hersteller empfehlen aus Sicherheitsgründen, Messer und Gabeln mit der scharfen beziehungsweise spitzen Seite nach unten in den Kasten zu stellen. Sauberer wird das Besteck jedoch mit dem "Kopf" nach oben. Verschlüsse und andere Kleinteile kommen ebenfalls in den Besteckkorb. Tassen, Flaschen und Schalen immer mit der Öffnung nach unten einräumen. Prüfen Sie vor dem Einschalten, ob sich die rotierenden Sprüharme frei bewegen können. Generell darauf achten, dass die Wasserstrahlen der Maschine alle Teile möglichst direkt erreichen können.

Geräte, die erst zum Teil mit benutztem Geschirr gefüllt wurden, müssen einen Spalt geöffnet bleiben, sonst bildet sich schnell Schimmel auf den Speiseresten.

Reinigungspulver oder Spülmaschinen-Tabs?

Geschirrspüler brauchen drei Mittel für eine gründliche Reinigung:

  • Spülmaschinensalz regeneriert den Ionentauscher der Maschine. Er bindet die Calcium- und Magnesium-Ionen im Spülwasser, die sich sonst als Kalkrückstände besonders auf Besteck und Gläsern niederschlagen. Die Salzdosierung muss entsprechend der örtlichen Wasserhärte an der Maschine eingestellt werden.
  • Reinigungsmittel löst Fett und Schmutz vom Geschirr. Der Handel bietet Tabs, Gelkissen oder Reiniger in Pulverform an. Pulverreiniger sollten vor Feuchtigkeit geschützt an einem trockenen Ort gelagert werden, sie neigen zum Verklumpen. Im Vergleichstest der Stiftung Warentest schnitten klassische Geschirrspültabs deutlich besser ab als Gelkissen.
  • Klarspüler verhindert Kalkflecken und sorgt für Glanz auf Geschirr und Gläsern. Die Dosierung lässt sich ebenfalls an der Maschine einstellen. In Regionen mit sehr weichem Wasser kann eventuell sogar auf die Zugabe von Klarspüler verzichtet werden.

Sogenannte Multitabs vereinigen die Klarspül-, Salz- und Reinigungsfunktion in einem Produkt. Für den Betrieb mit Multitabs haben moderne Geschirrspüler eine spezielle Tabtaste. Bei anderen Geräten sollten die Salz- und Klarspüldosierung auf die niedrigste Stufe eingestellt werden, um zu vermeiden, dass die Kontrollleuchten angehen. Gute Spülergebnisse lassen sich mit Multitabs aber nur bis zu einer Wasserhärte von 21 Grad deutscher Härte erzielen. Der Preisvergleich zeigt: Multitabs sind kaum teurer als die Einzelbefüllung mit Pulver, Salz und Klarspüler. Reinigungspulver lässt sich allerdings genauer dosieren, etwa bei kleinen Maschinen oder wenn nur gering verschmutztes Geschirr gespült wird.

Pflege der Spülmaschine

Hände in Gummihandschuhen halten den Filter einer Spülmaschine. © imago / Paul von Stroheim
Wenn der Wasserfilter in der Maschine verschmutzt ist, reinigt diese nicht mehr gründlich.

Spülmaschinen filtern das Spülwasser immer wieder. Diese Filter müssen regelmäßig gereinigt werden. Sie sitzen am Boden des Spülraums und lassen sich mit wenigen Handgriffen ausbauen. Auch die Sprüharme unter den Geschirrkörben benötigen etwas Pflege. Ihre kleinen Öffnungen verstopfen leicht und müssen daher kontrolliert werden. Dazu lassen sie sich ebenfalls entfernen. Ein Blick in die Bedienungsanleitung der Maschine hilft weiter.

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 24.02.2020 | 20:15 Uhr

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