Stand: 03.05.2019 12:15 Uhr

So lässt sich Plastikmüll vermeiden

Gurken, Limetten und Paprika in Folie, Schnittkäse und Aufschnitt in Plastikverpackungen, Joghurt in Kunststoffbechern. Wer Lebensmittel einkauft und zu Hause auspackt, steht meist vor einem ordentlichen Plastikberg. Jeder Bundesbürger sorgt im Schnitt für 40 Kilogramm Plastikmüll pro Jahr, so Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale Hamburg. Dieser Müll wird weltweit immer mehr zu einem Problem, weil er meist nicht recycelt wird und die Natur und Meere verschmutzt.

Gelbe und rote Paprika in Plastikverpackung in Nahaufnahme.

Wie lässt sich Plastik beim Einkauf vermeiden?

Mein Nachmittag -

Immer mehr Verbrauchern wird die Plastikflut nach dem Auspacken der Einkäufe zu groß. Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale Hamburg zeigt, wie man gegensteuern kann.

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Wie lässt sich der Verpackungswahnsinn eindämmen?

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Bei manchen Produkten hat man die Wahl zwischen verpackten und unverpackten.

Der einfachste Weg, den eigenen Plastikberg zu verkleinern: Auf Plastik verzichten, wenn es Alternativen gibt wie unverpacktes Obst und Gemüse, wie es etwa auf Märkten angeboten wird. Milch und Joghurt sind meist auch in Glasbehältern erhältlich. Doch selbst bei Glas gilt: Die Ökobilanz fällt nur gut aus, wenn es mehrfach verwendet wird. Statt Plastiktüten zu kaufen, ist es hilfreich, Stofftaschen wiederholt zu nutzen. In vielen Supermärkten werden Beutel verkauft, die an Wäschenetze erinnern und in denen Obst und Gemüse mehrfach transportiert werden können. Allerdings sind auch diese Beutel meist aus Kunststoff.

Im Haushalt auf Plastik verzichten

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Frischhaltedosen sind praktisch und können anders als Folie immer wieder verwendet werden.

Einfacher als beim Einkauf im Supermarkt ist es, im Haushalt auf Plastik zu verzichten: Gläser statt Plastikbecher, Metall-Besteck statt Einweg-Gabeln, Leitungswasser statt Mineralwasser, Frischhalteboxen statt Frischhaltefolie. Das reduziert nicht nur die Müllmenge, sondern spart auch bares Geld. Viele Produkte sind in Verpackungen mit wenig, viel oder ganz ohne Plastik erhältlich. Dann können Kunden entscheiden: Ein Laib frisches Brot statt geschnittenes im Plastikbeutel, Seife am Stück statt Flüssigseife oder Duschgel, Waschpulver im Karton statt Flüssig-Waschmittel.

"Bio"-Kunststoffe als Alternative?

Als moderne Alternative zu Kunststoffen aus Erdölprodukten werden immer mehr "Bio"-Kunststoffe wie Polylactid (PLA) angeboten. Sie basieren auf pflanzlichen Rohstoffen - etwa Mais, Zuckerrohr oder Milchsäure. Der Verbraucherzentrale Bundesverband hält den Begriff "bio" in diesem Zusammenhang allerdings für irreführend und spricht von "Agrokunststoff". Theoretisch seien PLA zwar kompostierbar, jedoch nur bei hohen Temperaturen, die erst in professionellen Anlagen erreicht würden. Im heimischen Kompost oder in der freien Natur verlaufe der Abbau sehr langsam.

Misch-Kunststoffe, die lediglich Bio-Anteile enthalten, lassen sich gar nicht kompostieren. Auch das Bundesumweltamt sieht die Verwendung von "Bio"-Kunststoffen kritisch und weist darauf hin, dass sie nicht über die Biotonne entsorgt werden dürfen.

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Mein Nachmittag | 02.05.2019 | 16:20 Uhr

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