Silikon wird in eine Fuge gedrückt. © imago images/Shotshop

Silikon im Bad entfernen und neu verfugen

Stand: 29.11.2021 14:10 Uhr

Ob bei einem Neubau oder bei Renovierungsarbeiten, um Fugen im Bad abzudichten, wird Silikon genutzt. Wer ein paar Dinge beachtet, kann das einfach selbst machen.

Wie bei allen Handwerkerprojekten ist eine sorgfältige Vorbereitung entscheidend für den Erfolg. Bevor das neue Silikon in die Fugen kommt, ist Folgendes nötig:

  • Bei Renovierungsarbeiten zuerst das alte Silikon entfernen.
  • Die Fugen sollten trocken, sauber, staub-, fett- und schimmelfrei sein.
  • Den Fugenbereich abkleben. Das ist besonders für Ungeübte hilfreich.
  • Die Kartusche mit dem Sanitärsilikon gehört in eine Kartuschenpresse.
  • Ins Wasser ein bisschen Spülmittel geben. Diese Mischung hilft, die Fugen glatt zu ziehen.
  • Ein Fugenglätter ermöglicht sauberes Arbeiten.

Altes Silikon entfernen

In einer Silikonfuge hat sich Schimmel gebildet. © imago images/Bocanegra
In alten Fugen kann sich Schimmel bilden. Zeit, das Silikon zu erneuern.

Um die Fugen vorzubereiten, wird das alte Silikon mit einem Messer oder Teppichmesser entlang der Fuge an den Seiten vorsichtig eingeschnitten. Dabei nicht den Untergrund einritzen. Jetzt kann das Silikon herausgezogen werden. Alternativ einen Fugenkratzer nutzen. Überstehende Reste mit dem Messer oder einem anderen scharfen Gegenstand vorsichtig abkratzen. Auch hier auf den Untergrund achten. Aufpassen, dass das alte Silikon nicht ins Abwasser kommt.

Kleine Reste lassen sich auch mit einem Lösemittel für Silikon entfernen. Sollte es Schimmel in der Fuge geben, diesen mit einem Anti-Schimmel-Mittel gemäß Anleitung behandeln. Erst wenn die Fuge sauber, schimmelfrei und trocken ist, kann mit dem Abdichten begonnen werden.

Silikon gibt es in den verschiedenen Farben

Dichtungsmittel aus Silikon haften gut, sind elastisch und lassen keine Feuchtigkeit durch. Sie eignen sich besonders für Bad und Toilette. Um Schimmelbildung vorzubeugen, gibt es spezielles Sanitärsilikon. Es ist mit einem Antischimmelmittel versetzt. Im Gegensatz zu Acrylstoffen ist Silikon allerdings nicht überstreichbar. Deswegen sollte man beim Einkauf auf die richtige Farbe achten: Es gibt Silikon in der Regel in verschiedenen Grautönen, in Weiß und Transparent.

Tipps für das Verfugen mit Silikon

Ein Mann füllt in seinem Bad eine Fuge mit Silikon. © NDR
Wenn alles vorbereitet ist, heißt es, zügig zu arbeiten.

Ist die Fuge abgeklebt, kann es losgehen. Wer will, grundiert die Fuge zunächst mit einem sogenannten Primer, um die Haftung zu erhöhen. Auf die Silikonkartusche kommt eine Plastikspitze, die schräg angeschnitten wird. Die Stelle des Schnitts hängt von der Breite der Fuge ab. Je tiefer der Schnitt, desto mehr Silikon fließt aus der Kartusche. Wichtig ist, dass genügend Silikonmasse in die Fuge kommt, diese sozusagen überfüllt ist.

Um anschließend die Fugenfüllung glatt zu ziehen, entweder die Masse mit der Wasser-Spülimischung besprühen oder den Fugenglätter in die Mischung eintauchen und anschließend die Fuge glatt ziehen.

Nach wenigen Minuten das Abklebeband entfernen und überstehendes Silikon noch einmal glattdrücken. Man kann kleine Unebenheiten auch mit dem Finger glatt ziehen. Dafür am besten Handschuhe tragen.

Wichtig ist es, zügig zu arbeiten. Da Silikon schnell aushärtet, hat man nur etwa zehn Minuten Zeit, um es glatt zu bekommen.

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Dieses Thema im Programm:

Mach kein Murks! | 29.11.2021 | 21:00 Uhr

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