Stand: 14.12.2018 10:21 Uhr

Regenjacken richtig imprägnieren

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Mit einer gut imprägnierten Jacke lässt sich Regen einigermaßen ertragen.

Die meisten Regen-, Outdoor- und Funktionsjacken weisen Wasser von außen ab und lassen Schweiß durch den Stoff nach außen. Das funktioniert aber nur, solange die Regenkleidung neu ist. Nach häufigem Tragen und Waschen hält sie nicht mehr dicht, weil die Imprägnierung durch Abrieb verloren geht. Wer nicht nass werden will, muss die Kleidung neu imprägnieren.

Eine Regenjacke die von einer Person getragen wird von einem Wasserstrahl abgeduscht.

Regenjacken im Test

Markt -

Funktionsjacken sollen vor Wind und Regen schützen. Sind die Jacken wirklich wasserdicht und atmungsaktiv? Markt macht den Vergleich.

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Fluorcarbone in herkömmlichen Imprägniersprays

Die meisten Universalsprays können zum Imprägnieren von Textilien und Leder verwendet werden. Sie sollen vor Wasser, aber auch vor ölhaltigen Verschmutzungen schützen. Deshalb kommen in der Regel Fluorcarbone zum Einsatz. Die Verbindungen gehören zur Gruppe der per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC). Die Substanzen sind wasser-, fett- und schmutzabweisend. Sie werden auch in Teppichen, Möbelstoffen, Pizzakartons und Pappbechern verwendet.

Gefahren durch Fluorcarbone

Substanzen der PFC-Gruppe sind äußerst langlebig und können nicht in Kläranlagen abgebaut werden. Einige reichern sich im menschlichen Körper an und werden über die Muttermilch weitergegeben. Umweltschützer sind besorgt, dass PFC bald auch im Trinkwasser nachweisbar sein könnten. Zur PFC-Gruppe gehören zum Beispiel auch Perfluoroktansäure (PFOA) und Perfluoroktansulfonsäure (PFOS). Beide gelten laut Umweltbundesamt als krebserregend und fruchtbarkeitsschädigend.

Imprägniermittel ohne Fluorcarbone

Auf der Flasche geben die Hersteller von Imprägniermitteln die chemische Zusammensetzung oft nicht an. Nach Ansicht von Greenpeace sind einige Wirkstoff-Kombinationen zwar keine "grüne" Chemie, aber besser abbaubar als Fluorcarbone, zum Beispiel:

  • Polysiloxane und Polyurethan
  • fluorfreies Polymer auf Wachsbasis
  • Polysiloxane und Polyacrylate

Aber: Wirkstoffe, die nicht am Stoff haften, gelangen ins Abwasser und müssen in der Kläranlage gereinigt werden.

Imprägniermittel richtig anwenden

Bei der Anwendung von Imprägniermitteln gibt es einiges zu beachten:

  • Die meisten Sprays sollte man nur im Freien oder in gut belüfteten Räumen verwenden. Bei einigen Produkten sind laut Warnhinweis Schutzhandschuhe, Schutzkleidung, Augenschutz und Gesichtsschutz zu tragen.
  • Für eine optimale Wirkung muss die behandelte Kleidung bei einigen Mitteln nach dem Imprägnieren erhitzt werden - mit dem Bügeleisen oder im Trockner.
  • Sogenannte Einwaschimprägnierer kommen einfach zusammen mit der Outdoor-Kleidung in die Waschmaschine. Die Kleidung kann anschließend auf der Leine getrocknet werden.
  • Für Textilien mit atmungsaktiver Membran sind spezielle Imprägniermittel zu verwenden, um das Material nicht zu beschädigen.

Regenjacken in der Reinigung imprägnieren lassen

Einige Reinigungen und Outdoor-Läden bieten eine Wiederauffrischung der Imprägnierung an, manchmal auch umweltfreundlich mit Bienenwachs und Paraffinen. Meist hält die Auffrischung etwas länger als die selbst aufgebrachte Imprägnierung.

Dieses Thema im Programm:

Markt | 17.12.2018 | 20:15 Uhr

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