Stand: 31.01.2020 15:45 Uhr  - Markt

Lederschuhe vor Nässe schützen

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Wer seine Schuhe wasserfest machen möchte, putzt, poliert und imprägniert sie.

Wer Lederschuhe richtig putzt und pflegt, behält darin auch bei Nässe trockene Füße. Das versprechen die Hersteller von Pflegemitteln mit Anti-Nässe-Wirkung: Spezielle Cremes, Pasten und Sprays sollen verhindern, dass Wasser durch das Leder dringt und nasse Füße verursacht. Doch Schuhe aus Rauleder und Glattleder brauchen unterschiedliche Reinigung und Pflege.

Schuhe aus Rauleder vor Nässe schützen

Raulederarten wie Nubuk, Velours und Wildleder vertragen keine Schuhcreme. Man raut das empfindliche Leder zunächst mit einer Bürste mit Gummi- oder Messingdrahtborsten auf. Dabei verschwinden in der Regel auch Flecken und grober Schmutz. Um die Farbe aufzufrischen, trägt man Raulederflüssigkeit auf, die ins Leder einzieht. Danach muss der Schuh trocknen, am besten über Nacht. Wichtig: Schuhe niemals an der Heizung oder mit einem Fön trocknen, dadurch wird das Leder dauerhaft brüchig.

Für den Schutz vor Nässe und Schmutz den Schuh mit einem Imprägnierspray besprühen. Die Sprühflüssigkeit verklebt das Leder nicht, sie legt sich wie ein Schutzfilm auf den Schuh und lässt Nässe einfach abperlen. Hat man einen Schuh zwei bis drei Tage getragen, sollte man erneut Spray auftragen. Ganz wichtig: nur im Freien sprühen.

Schuhe aus Glattleder vor Nässe schützen

Bei Schuhen aus Glattleder entfernt man zunächst den groben Schmutz. Dafür eignet sich ein fusselfreies Tuch oder eine Bürste mit weichen Borsten. Anschließend trägt man dünn eine Emulsionscreme auf und verteilt sie gleichmäßig - auch auf die oft vernachlässigten Stellen zwischen Leder und Rahmen. Das Auftragen gelingt besonders gut, wenn man das Schwämmchen der Cremetube abdreht und die Emulsion direkt mit einem Lappen auf dem Schuh verteilt. Die Creme sollte höchstens 15 Minuten lang einziehen.

Zum Polieren einen Nylon- oder Perlonstrumpf mit viel Druck über den Schuh reiben, das gibt einen schönen Glanz. Durch die Reibung entsteht Wärme, das Pflegemittel dringt ins Leder ein.

Zusätzlich zur Emulsionscreme sollte man ein bis zwei Mal im Monat eine Schicht aus Hartwachspaste auftragen - ebenfalls gleichmäßig und dünn. Danach gründlich polieren. Auch bei Glattlederschuhen ist ein Imprägnierspray für den Nässeschutz empfehlenswert.

Stark verschmutzte Schuhe reinigen

Auch wenn man seine Schuhe perfekt pflegt: Bei Regen und Schnee können sie richtig dreckig werden. Wenn Bürste und Lappen versagen, hilft die Reinigung im Waschbecken mit Lederseife. Salzränder durch den Kontakt mit Schnee lassen sich häufig mit Essigwasser entfernen. Danach stopft man die Schuhe mit Zeitungspapier aus, lässt sie zwei bis drei Tage trocknen und beginnt wieder mit der Grundpflege. Wichtig: Schuhe niemals an der Heizung oder mit einem Fön trocknen!

Lederreiniger gegen Verkleben

Mit der Zeit können Cremes und Pasten glattes Leder verkleben. Deshalb sollte man die Pflegemittel alle zwei bis drei Monate wieder vom Schuh entfernen. Dafür eignen sich lösemittelhaltige Lederreiniger, die man mit einem weichen Tuch aufträgt. Danach geht die Schuhpflege wieder von vorne los - eincremen, polieren, sprühen.

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 03.02.2020 | 20:15 Uhr

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