Weg mit "Corona-Matte" im Lockdown: Haare selbst schneiden

Sendedatum: 25.01.2021 20:15 Uhr

Seit Mitte Dezember 2020 haben die Friseure geschlossen. Die Haare wachsen unaufhörlich weiter. Die Lösung: selbst schneiden. Aber womit und worauf muss ich beim Schnitt achten?

von Saskia Engels

Voraussetzung für einen guten Schnitt ist eine professionelle Haarschere, denn Bastel- oder Nagelscheren können das Haar beschädigen. Friseurscheren haben eine spezielle Klingenform und trennen das Haar glatt ab. Natürlich gibt es auch hier Qualitätsunterschiede, doch ein ausreichend gutes Exemplar kostet zwischen 20 und 30 Euro.

Für Kurzhaarfrisuren eignen sich Haarschneidemaschinen. Diese ermöglichen durch verschiedene Aufsätze einen Schnitt mit unterschiedlichen Längen. Für Männer bieten einige der im Handel angebotenen Geräte außerdem den Vorteil, dass sie neben dem Kopfhaar auch für die Bartpflege geeignet sind.

Keine komplizierten Haarschnitte

Kaputte Spitzen abschneiden oder den Pony etwas kürzen, das ist auf jeden Fall in Eigenregie machbar. Schwieriger wird es bei einem Stufenschnitt oder einem raffinierten Kurzhaarschnitt - der sollte lieber den Profis überlassen werden.

Hierbei gilt: lieber immer ganz wenig abschneiden, maximal zwei Zentimeter. So kann man sich langsam vortasten. Glatte Haare sollten eher nass, lockige Haare eher im trockenem Zustand geschnitten werden. Der Pony sollte allerdings immer trocken geschnitten werden. Nass geschnitten gerät er schnell zu kurz.

Die Technik - Schere oder Maschine?

Bei längeren Haaren immer nur einzelne Strähnen zwischen Zeige- und Mittelfinger nehmen und glatt nach unten ziehen. Die Finger dienen als Schnittlinie. Jetzt die Friseurschere senkrecht halten und immer nur mit der Spitze der Schere unterhalb der Finger schneiden – so nimmt man nicht zu viele Haare auf einmal ab. Friseure nennen diese Technik pointen. Das gilt auch für den Pony: Die Schere immer mit der Spitze zum Pony halten und schneiden, beziehungsweise "pointen".

Männern, die zum ersten Mal eine Haarschneidemaschine benutzen, ist ein Schnitt zu empfehlen, bei dem alle Haare auf die gleiche Länge getrimmt werden. Wichtig: Das Schneiden am Hinterkopf und über der Ohrpartie braucht schon etwas Geschick und Übung. Ein zweiter Spiegel oder das Smartphone können hier beim Blick nach hinten helfen.

Was Friseure raten

Wer nicht das Geschick und auch nicht das Werkzeug für einen Do-It-Yourself-Haarschnitt besitzt, der sollte den Schnitt einfach rauswachsen lassen und warten, bis die Friseur-Läden wieder geöffnet haben. Das sieht immer noch besser aus als ein misslungenes Haarschneide-Experiment. Wichtig: Die Haare bis zum nächsten Friseurbesuch hin und wieder mit einer Haarkur pflegen.

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 25.01.2021 | 20:15 Uhr

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