FFP2-Maske auf neutralem Hintergrund © NDR Foto: Kathrin Weber

FFP2-Masken im Test: Sind sie dicht und komfortabel?

Stand: 25.02.2021 16:25 Uhr

FFP2-Masken sollen in der Corona-Pandemie Schutz vor Ansteckung bieten - für die Träger und Menschen in der Nähe. Stiftung Warentest hat zehn Masken auf Wirkung und Nutzerfreundlichkeit geprüft.

Inzwischen gehören sie zum Alltag in Supermärkten, Bussen und Bahnen. FFP2-Masken vieler Hersteller sind auf dem Markt, die meisten kommen aus China. Die Warentester wollten wissen, ob sie den versprochenen Schutz bieten, wie dicht sie am Gesicht anliegen und wie gut es sich unter den Masken atmen lässt. Die Preise pro Maske lagen zwischen einem und knapp sieben Euro.

Die teuerste Maske schneidet am besten ab

Die gute Nachricht: Alle Masken schützen wirksam vor Aerosolen, kleinsten Tröpfchen, mit denen das Coronavirus übertragen wird. Mindestens 99 Prozent davon halten sie ab, wenn sie dicht am Gesicht anliegen. Auch mit möglichen Schadstoffen in den Masken gab es keine Probleme. Rundum zufrieden waren die Tester dennoch nur mit einem Produkt: Aura 9320+ von Hersteller 3M. Mit knapp sieben Euro war sie allerdings auch die teuerste FFP2-Maske im Vergleich.

Einige Masken liegen nicht gut an

Als problematisch erwies sich bei vielen Masken, dass sie nicht gut am Gesicht anlagen. Strömt zu viel Luft an den Rändern heraus, statt durch das Filtermaterial zu fließen, schränkt das die Wirkung deutlich ein. Die Tester überprüften das jeweils mit zehn Menschen mit unterschiedlichen Gesichtsformen.

Fällt das Atmen schwer?

Weiterer Prüfpunkt war der Atemkomfort. Bei vielen Masken fällt es schwer, unter ihnen zu atmen. Der Testsieger sowie die Masken der Hersteller Univent Medical, Medisana und Xique (jeweils zu Preisen zwischen drei und vier Euro) bewiesen, dass es auch besser geht. Allerdings lagen sie nicht bei jeder Gesichtsform gut am. Die Modelle von Rossmann Altapharma, Hygisun und dm Mivolis schnitten beim Atemkomfort am schlechtesten ab. Stiftung Warentest stufte sie daher als "wenig geeignet" ein.

Fazit: Auf guten Sitz achten

Von den zehn geprüften Masken überzeugte die teuerste von 3M am meisten. Sechs weitere erreichten das Urteil "mit Einschränkungen geeignet": Masken der Hersteller Univent Medical, Medisana, Xique, Gebol, Hase, Obi Lux Tools. Bei ihnen kommt es auf die Gesichtsform der Träger an, damit sie gut anliegen. Blähen sich die Masken beim Ausatmen auf und ziehen sich beim Einatmen zusammen, schließen sie dicht ab. Als "wenig geeignet" fielen drei Masken mit schlechtem Atemkomfort durch.

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NDR Info | 26.01.2021 | 08:40 Uhr

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