Stand: 15.02.2018 12:40 Uhr

Kohl: Gesundes Gemüse für den Winter

Kohl ist eines der ältesten vom Menschen genutzten Blattgemüse. Schon die alten Griechen und Römer bauten vor 2.500 Jahren das gesunde und kalorienarme Gemüse an. Damals gab es bereits 14 verschiedene Kohlsorten, die alle vom Wildkohl abstammen. In Deutschland findet man den "Urahnen" aller Kohlsorten nur noch an einer einzigen Stelle: Er wächst weit draußen vor der Küste auf den Felsen von Helgoland und wird Klippenkohl genannt. Heute ist die schleswig-holsteinische Region Dithmarschen das größte geschlossene Kohlanbaugebiet Europas und damit Deutschlands "Kohlkammer".

Kohlernte.

Fünf Fakten über Kohl

Lust auf Norden -

Auch wenn die Kohlsorten ganz unterschiedlich aussehen, haben sie doch alle einen gemeinsamen Vorfahren, den Wildkohl. Den kannten in Mitteleuropa schon die Kelten und Germanen.

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Kohl enthält viele Vitamine

Alle Kohlsorten sind gesund. Sie enthalten reichlich Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe, aber kaum Kalorien. Die Inhaltstoffe von Weißkohl und Rotkohl sind nahezu identisch. Grünkohl hat den höchsten Gehalt an wertvollem Eiweiß und ist nach Möhren der zweitstärkste Lieferant des Provitamins A. Und keine Angst vor Bauchschmerzen: Kümmel macht den Kohl bekömmlich.

Grünkohl mit Öl und Essig massieren

Rezept

Grünkohl mit Romanesco, Quitten und Buchweizen

Für dieses gesunde vegane Gericht wird der Grünkohl roh verwendet. mehr

Grünkohl ist der Star in der modernen Küche, zum Beispiel als grüner Smoothie, Salat oder als Gemüsechips. Kein anderes Wintergemüse ist so gesund wie Grünkohl - vorausgesetzt, er wird nicht verkocht, sondern am besten mit einer Öl-Essig-Mischung massiert. Grünkohl ist von Natur aus herb und hat eine sehr feste Struktur. Die Massage bricht die Zellstruktur auf und die Blätter werden seidenweich. Das dauert zwar ein paar Minuten, aber der Grünkohl behält so seine wertvollen Inhaltsstoffe, zum Beispiel

  • die Vitamine A und C, die für Augen und die Immunabwehr wichtig sind
  • Vitamin K, das unsere Knochen und Gefäße brauchen
  • hochwertiges pflanzliches Eiweiß, mit vier Gramm pro 100 Gramm Grünkohl mehr als in jedem anderen Gemüse
  • Kalzium, wichtig für Knochen, Muskeln und Nerven
  • Eisen, das unverzichtbar für den Sauerstofftransport im Blut ist

Weißkohl und Spitzkohl kochen

Rezept

Spitzkohl-Rouladen mit Weißkohl, Kürbis und Birne

Die Spitzkohlblätter werden zunächst mit geschmorten Genmüse gefüllt und dann mit Knoblauchbutter im Ofen überbacken. mehr

Weißkohl und Spitzkohl haben wenige Kalorien, aber viel Vitamin C. Schon 100 Gramm decken den täglichen Vitamin-C-Bedarf. Außerdem sind die Kohlsorten reich an Antioxidantien, die Zellen vor freien Radikalen schützen. Gekocht sind beide bekömmlicher als roh.

Weißkohl kann sehr schwer im Magen liegen und Bauchschmerzen verursachen, vor allem, wenn man zu viel davon roh isst. Er eignet sich aber sehr gut zum Kochen und Braten. Beim Kochen geht zwar Vitamin C im Weißkohl verloren, aber Selen, Magnesium und Kalium bleiben erhalten.

Spitzkohl ist etwas bekömmlicher, denn er enthält weniger blähende Stoffe. Aber auch er wird magenfreundlicher, wenn man ihn zumindest blanchiert. Untersuchungen haben ergeben: Die Ballaststoffe gekochter Kohlstücke nehmen deutlich mehr Gallensäure und Cholesterin auf, als roh zerkaute Blätter.

Romanesco: Aromatischer als Blumenkohl

Romanesco ist eine Weiterzüchtung des Blumenkohls. Im Vergleich schmeckt er deutlich aromatischer und enthält viel weniger blähende Stoffe. Darum ist er leichter verdaulich und auch für Menschen gut geeignet, die empfindlich auf Kohl reagieren. Romanesco enthält viel Folsäure, die wichtig für Körperzellen ist. Außerdem enthält Romanesco mehr Vitamine A und C als etwa Blumenkohl.

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Dieses Thema im Programm:

Lust auf Norden | 16.02.2018 | 18:15 Uhr

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