Stand: 24.08.2018 09:40 Uhr

Richtig einfrieren - so geht's

Einfrieren ist eine praktische Möglichkeit, Vorräte anzulegen und über einen längeren Zeitraum zu lagern. Nur: Welche Lebensmittel eignen sich überhaupt für die Tiefkühltruhe und wie friert man sie richtig ein?

Eine Frau hält eine Plastikdose, die mit Bohnen gefüllt ist in den Händen.

So friert man richtig ein

Mein Nachmittag -

Zu viel eingekauft? Sie wollen die Beeren aus dem Garten auch im Winter genießen? Da hilft nur einfrieren. Hauswirtschaftsmeisterin Dagmar Balhorn zeigt, wie's richtig geht.

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Gemüse vor dem Einfrieren blanchieren

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Durch das Blanchieren und Abschrecken von Gemüse vor dem Einfrieren lassen sich Farbe und Vitamine erhalten.

Tiefgekühltes Gemüse ist eine gute Alternative zu frischem Gemüse. Je schneller es nach der Ernte eingefroren wird, desto mehr Vitamine bleiben erhalten. Feste Gemüsesorten wie Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi oder Möhren am besten klein schneiden und kurz in kochendem Wasser blanchieren und in Eiswasser abschrecken. Durch diese Methode wird der Kochprozess unterbrochen und Vitamine sowie die frische Farbe bleiben erhalten. Tipp: Bei hellen Gemüsesorten etwas Essig oder Zitronensaft ins Kochwasser geben, um die Farbe zu bewahren.

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Gefriertabelle von Stiftung Warentest

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Wir lange halten sich Gemüse, Obst und Fleisch in der Tiefkühltruhe? Das zeigt die Gefriertabelle der Stiftung Warentest. Download (538 KB)

Nach dem Blanchieren das Gemüse gründlich abtropfen lassen und mit Küchenpapier trockentupfen, bevor es in einen Gefrierbeutel oder in eine Box kommt. Wichtig ist, darauf zu achten, dass möglichst wenig Luft an das Gemüse gelangt. Aus Gefrierbeuteln möglichst die Luft herausdrücken. Lebensmittel, die in Boxen eingefroren werden, zusätzlich mit einer Frischhaltefolie abdecken, wenn diese nicht bis oben befüllt sind. Später kann das Gemüse ohne Auftauen in den Kochtopf gegeben werden. So bleiben Vitamine, Mineralstoffe und Geschmack erhalten. Die Garzeit ist etwa ein Drittel kürzer als bei frischem Gemüse.

Einige Gemüse sind ungeeignet

Pilze und Zucchini lassen sich auch roh einfrieren. Am besten makelloses und festes Gemüse auswählen und vor dem Kleinschneiden gründlich putzen. Salatgurken, Radieschen, Tomaten und Zwiebeln sollte man nur im verarbeiteten Zustand einfrieren, da sie beim Auftauen matschig werden.

 Kräuterwürfel selbst machen

Auch Kräuter lassen sich problemlos tiefkühlen. Thymian-Zweige kann man im Ganzen einfrieren, Schnittlauch und andere Kräuter zuvor am besten zerkleinern. Praktisch zum Portionieren sind Eiswürfelbehälter, in die die klein geschnittenen Kräuter mit etwas Wasser gegeben werden.

Beerenfrüchte einzeln einfrieren

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Wird Beerenobst einzeln vorgefroren, lässt sich verhindern, dass die Früchte zu einem Ballen zusammenfrieren.

Viele Obstsorten lassen sich gut einfrieren. Rhabarber dafür einfach in Stücke schneiden. Beeren zunächst nebeneinander auf ein Tablett oder eine flache Schale geben und einige Stunden vorfrieren. So behalten sie ihre Form und lassen sich später einzeln entnehmen. Wenn sie geforen sind, in Gefrierbeutel oder -dosen umfüllen. Am besten im Kühlschrank auftauen. Obst für Kuchenbelag oder Kompott ist auch in gefrorenem Zustand verwendbar.

Äpfel und Birnen lassen sich am besten püriert oder klein geschnitten einfrieren, da sie ihre knackige Konsistenz verlieren. Bananen sollten nur in reifem Zustand und ohne Schale in den Tiefkühler. Aus ihnen lassen sich später beispielsweise Smoothies zubereiten. Sehr wasserhaltige Früchte wie Weintrauben sind zum Einfrieren ungeeignet.

Mageres Fleisch lässt sich gut frosten

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Fett vor dem Einfrieren von Fleisch entfernen. Am besten eignet sich mageres rotes oder Geflügelfleisch.

Mageres rotes Fleisch und Geflügel lassen sich gut einfrieren. Auch fetteres Fleisch ist kein Problem: Wenn vorher möglichst viel Fettgewebe entfernt wird, hält es sich aber länger. Knochen möglichst entfernen. Ist das nicht möglich, wie etwa bei Koteletts und Hähnchen-Keulen, die Knochenenden mit etwas Frischhaltefolie polstern.

Glacierter Fisch hält besser

Fisch sollte vor dem Einfrieren ganz frisch und bereits ausgenommen und nach Belieben auch filetiert sein. Ähnlich wie Beeren am besten zunächst auf einem Tablett oder einem Blech vorfrieren. Ist er gefroren, sollte man ihn zum Schutz gegen Gefrierbrand glacieren: Dazu kurz in kaltes Wasser tauchen, sodass sich eine dünne Eisschicht bildet. Anschließend in Klarsichtfolie wickeln und in einem Beutel endgültig einfrieren. Wichtig: Den Fisch später langsam im Kühlschrank auftauen.

Tiefgekühltes Brot im Ofen aufbacken

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Bis zu drei Monate nach dem Einfrieren schmecken Brot und Brötchen immer noch gut.

Egal ob Brot, Kuchen oder Torte: Backwaren lassen sich sehr gut tiefkühlen - am besten in Gefrierbeuteln oder Frischhaltedosen. Auch roher Teig ist dafür geeignet. So lassen sich größere Mengen vorbereiten und der Teig kann später portionsweise aufgetaut werden. Brot und Brötchen bei Zimmertemperatur zunächst zehn Minuten antauen lassen. Anschließend kommen die Backwaren bei 160 Grad für drei bis fünf Minuten in den Backofen - so werden sie knusprig, aber nicht trocken. Auch mit Käsekuchen, Hefekuchen und Plunder so verfahren. Andere Kuchen können sofort in den Ofen und backen dort etwa 30 Minuten lang.

Tortenstücke einzeln einfrieren

Sahnetorte friert man am besten in einzelnen Stücken nebeneinander auf einem Tablett vor. Anschließend die Stücke mit Folien voneinander trennen und luftdicht verpackt einfrieren. Aufgetaut werden sie am besten ohne Folie im Kühlschrank - dann kann das Wasser entweichen und sie werden nicht matschig.

Sahne und Milch besser frisch kaufen

Milch, Joghurt und Käse sind nur bedingt zum Einfrieren geeignet. Je höher der Fettgehalt, desto besser funktioniert es. Butter beispielsweise lässt sich hervorragend einfrieren. Auch einige Käsesorten schmecken nach dem Auftauen noch gut. Milch oder Sahne sollte man besser frisch kaufen.

Tipps zur Vermeidung von Gefrierbrand

Kommt während des Einfrierens Luft an die Lebensmittel, kann sich Gefrierbrand bilden. Er zeigt sich durch Eiskristalle und ausgetrocknete weißliche bis braun-graue Stellen auf dem Gefriergut, die den Geschmack beeinträchtigen. Besonders die Qualität von Fleisch leidet, es wird zäh. Um das zu vermeiden, beim Verpacken die Luft aus den Gefrierbeuteln streichen und für einen luftdichten Verschluss mit speziellen Klammern sorgen. Besonders einfach geht das mit einem Vakuumiergerät und passenden Beuteln. Ist das Gefriergut Luftdicht abgeschlossen, lässt sich die Haltbarkeit noch einmal deutlich verlängern.

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Dieses Thema im Programm:

Mein Nachmittag | 20.08.2018 | 16:20 Uhr

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