Stand: 08.02.2019 08:59 Uhr  | Archiv

Bogenhanf: Robuste Zimmerpflanze im Retrolook

Bogenhanf auf einem Tisch mit Material zum Umtopfen © imago/Westend61
Bogenhanf braucht nur etwa alle zwei Wochen etwas Wasser.

Viele Zimmerpflanzen der 50er-, 60er- und 70er-Jahre erleben momentan eine Renaissance. Dazu zählt neben Fensterblatt und Grünlilie auch Bogenhanf (Sansevierie). Die früher auch als "Schwiegermutterzunge" bekannte Pflanze ist pflegeleicht, robust und anspruchslos. Sie stammt ursprünglich aus Afrika und Südasien und gehört zu den sukkulenten Pflanzen. Aus diesem Grund übersteht Bogenhanf zur Not längere Trockenzeiten ohne Probleme und ist gut für alle geeignet, die keinen grünen Daumen haben.

Standort und Pflege von Bogenhanf

Die Pflanze sollte etwa alle zwei Wochen mäßig gegossen werden. Ein heller Standort ist ideal. Mit Temperaturschwankungen kommt Bogenhanf gut klar, es sollten aber nicht weniger als zehn Grad herrschen. Im Gegensatz zu vielen empfindlichen Pflanzen verträgt die Sansevierie ohne Probleme einen Platz direkt auf der Fensterbank über der Heizung. Als Substrat eignet sich Spezialerde für Kakteen. Diese hat einen hohen Sand- oder Steinanteil, sodass sie sehr durchlässig ist und sich keine Staunässe bildet. Probleme mit Schädlingsbefall gibt es in der Regel nicht.

Zahlreiche Arten mit ungewöhnlichen Formen

Melierte Blätter vom Bogenhanf © picture alliance Foto: WILDLIFED Harms
Der wohl bekannteste Bogenhanf ist die Art mit den goldgelben Blatträndern: Sansevieria trifasciata laurentii.

Die über 65 Arten unterscheiden sich in Wuchshöhe und Blattfarbe. Es gibt sowohl lanzettartige als auch runde, zylinderartige Blätter. Neue Züchtungen, bei der verschiedene Arten miteinander gekreuzt werden, ergeben mitunter außergewöhnliche Formen: So gibt es geflochtene oder fächerartig aussehende Exemplare. Der Handel bietet zudem Pflanzen mit eingefärbten Triebspitzen an. Am bekanntesten ist wohl die Sansevieria trifasciata laurentii mit ihren markanten langen Blättern und dem goldgelben Rand.

Bogenhanf durch Blattstecklinge vermehren

Alle Arten vermehren sich von selbst durch Ausläufer, die sich als neuer Trieb im Topf zeigen. Wer selbst neue Pflanzen ziehen möchte, kann das mit Blattstecklingen tun. Dafür einfach einen Teil des Blattes mit einem sauberen Messer abschneiden und die Schnittstelle zwei Tage antrocknen lassen. Dann wird der Steckling einfach ins Substrat gesetzt. Es dauert allerdings mindestens ein Jahr, bis daraus eine neue dekorative Pflanze wird.

Nur bei der gelbrandigen Sansevierie funktioniert die Vermehrung ein wenig anders: Hier schneidet man Ausläufer ab und verwendet sie als Steckling, da sonst die ausschließlich grüne Urform ohne den markanten gelben Rand wächst.

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Mein Nachmittag | 07.02.2019 | 16:20 Uhr

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