Stand: 18.06.2020 16:33 Uhr  - Nordmagazin

Gärtner Peter Rasch beantwortet Zuschauerfragen

Jeden Donnerstag verrät Gartenexperte Peter Rasch im Nordmagazin Tipps und Tricks rund um die Gartengestaltung. Trotz der Menge der Gartentipps bleiben manchmal noch einige Zuschauerfragen offen. Die am häufigsten gestellten Fragen haben wir hier zusammengefasst.

Gärtner Peter Rasch beantwortet Ihre Fragen zum Garten

Nordmagazin -

Wie werden Pfingstrosen geschnitten? Wie pflanzt man Melonen richtig an? Und was kann man gegen Schädlinge auf Tomaten tun? Gärtner Peter Rasch beantwortet Zuschauerfragen.

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Schnitt bei Pfingstrosen

Ein Rückschnitt bei Pfingstrosen ist nicht notwendig. Nach dem Verblühen sollten lediglich die Samenstände abgeschnitten werden. Diese kosten die Pflanze nur Kraft. Das Laub ist ein guter Schutz für die Pflanze im Winter. Nur wenn bei einer sehr großen Strauch-Pfingstrose die Gefahr besteht, dass sie im Winter durch Schneelast auseinanderbricht, kann sie auf circa 30 Zentimeter zurückgeschnitten werden. Es kann jedoch sein, dass sie dann im nächsten Jahr nicht blüht.

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Was tun mit verblühten Pfingstrosen?

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Rosen nach der Blüte schneiden?

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Melonen aussäen und entspitzen

Wenn Sie Melonen im Garten ausgesät haben, ist es wichtig, die Pflanze nach dem vierten Blatt zu entspitzen, also die Spitze des Triebs zu entfernen. Man entspitzt die Melone, damit sie breiter austreibt und nicht nur einen Trieb bildet. An jedem Seitentrieb bilden sich weibliche Blätter die wichtig für den Ertrag sind. Es reichen fünf Fruchtansätze, der Rest wird ausgebrochen, denn mehr als fünf Melonen schafft die Pflanze nicht. Wenn Sie Melonen im Gewächshaus anbauen, sollten Sie mit dem Pinsel jede einzelne Blüte bestäuben, denn dort sind meist zu wenig Insekten. Die Melone mag Feuchtigkeit nicht. Um die Pflanze trocken zu halten und Grauschimmelfäule vorzubeugen, kann ein wenig Stroh in die Kultur gestreut werden.

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Melonen: Sorten und Zubereitung

Melonen sind im Sommer als Durstlöscher und leichter Snack beliebt, eignen sich aber auch zum Kochen. Welche Sorten gibt es und was unterscheidet sie? Rezepte und Tipps. mehr

Ackerwinde erfolgreich bekämpfen

Die Ackerwinde kann im Garten ziemlich lästig sein. Um die hartnäckige Pflanze erfolgreich zu bekämpfen, hat Gartenexperte Peter Rasch zwei Tipps: Entweder Sie legen die Fläche das ganze Jahr mit Pappe ab - das sieht allerdings nicht besonders gut aus. Ansonsten hilft es, die grünen Triebe regelmäßig auszureißen oder abzuhacken. Die Wurzeln brauchen nicht ausgegraben werden. Wenn das Grün regelmäßig entfernt wird, kann die Pflanze nicht richtig Fotosynthese betreiben und ihr fehlt irgendwann die Kraft auszutreiben und sie stirbt schließlich ab. Ganz wichtig ist, die Ackerwinde vor der Blüte aus den Beeten zu entfernen, denn wenn sie erstmal Samen gebildet hat, wird es schwer sie wieder zu entfernen.

Thripse: Tomatenpflanzen schützen und pflegen

Wenn Sie kleine schwarze Fliegen auf den Tomatenpflanzen entdecken, kann es sich um Thripse, auch Fransenflügler genannt, handeln. Am besten lassen sich die Schädlinge durch Blautafeln bekämpfen. Dort setzen sich die Fliegen nieder und kleben fest. Stark befallene Blätter sollten am besten abgeschnitten werden. Bei Topfkulturen an der Hauswand ist es zudem ratsam die Erde zu wechseln. Außerdem können Sie ein wenig Kaffeesatz auf die Beete streuen - Koffein mögen die kleinen schwarzen Fliegen gar nicht. Um auf Nummer sicher zu gehen, können die Thripse auch mit Raubmilben oder Florfliegen bekämpft werden. Die kleinen Nützlinge können Sie bestellen und einfach in die Kulturen hängen.

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Gerade in feucht-warmen Sommern treten häufig Pilzerkankungen wie Mehltau oder Rosenrost bei Pflanzen auf. Auch Viren und Bakterien können sie schwächen. Was tun? mehr

Clematis auch für Balkon und Terrasse geeignet

Nach der Ausstrahlung des Gartentipps zur Clematis wollten viele Zuschauer wissen, ob die Kletterpflanze auch auf der Terrasse oder dem Balkon gedeihen würde. Peter Rasch antwortet: Ja, die Clematis eignet sich auch als Kübelpflanze für den Balkon. Das Pflanzgefäß sollte aber mindestens 25 Liter fassen. Ganz wichtig ist eine gute Drainage: Der Kübel braucht Entwässerungslöcher sowie eine großzügige Schicht Blähton unter der Blumenerde. Am besten stellen Sie den Topf dann auch noch auf zwei Holzklötze. Beim Substrat sollten Sie auf gute Qualität achten, dann hält die Erde auch gut vier Jahre. Danach sollten Sie die Erde im Topf ruhig mal wechseln.

Achten Sie am besten schon bei der Auswahl der Sorte darauf, dass die Rankpflanze nicht höher als 1,50 bis 2 Meter hoch wird. Beim Pflanzen sollten Sie die Clematis lieber ein bisschen tiefer einsetzen, sodass die unteren zwei Blattpaare gut bedeckt sind. Auch wenn die Pflanze Sonne mag, braucht sie im unteren Bereich Schatten. Mit einer Hosta (Funkie) als Nachbarin im Kübel fühlt sie sich wohl. Zum Festhalten eignet sich ein Rankgitter an der Wand oder eine ausreichend große Kletterhilfe im Kübel. Wenn sich die Clematis erst einmal um das Gitter geschlungen hat, kann man sie schlecht umlegen, ohne die Pflanze zu beschädigen.

Hilft der Sud von Kartoffelschalen gegen Giersch?

Im Internet hat eine Zuschauerin gelesen, dass gegen den hartnäckig wuchernden Giersch ein Sud aus Kartoffelschalen helfen soll - und fragt nach dem besten Rezept für den natürlichen Unkrautvernichter. Gartenexperte Rasch muss diese Hoffnung leider zunichte machen. Nach seiner Erfahrung hilft gegen Giersch nur regelmäßiges Abzupfen und großzügiges Ausgraben. Wer sich Zeit lassen kann, deckt die Fläche mit einer lichtundurchlässigen Folie oder Karton etwa zwei Jahre ab, bis die Pflanze abgestorben ist. Auch ein hübscher oder nützlicher Gegenspieler kann helfen: Ein schönes Geranium, also Storchschnabel, kann es mit dem Giersch aufnehmen, für den Gemüsegarten eignet sich die Kartoffel. Mit ihrem dichten Laub nehmen sie jungen Unkräutern das Licht und rauben ihnen zusätzlich Wasser und Nährstoffe.

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Im Frühling sprießen im Garten nicht nur Blühpflanzen, auch Unkraut macht sich breit. Tipps, wie sich das unerwünschte Grün effektiv und ohne Chemie bekämpfen lässt. mehr

Rasenschnitt zum Mulchen der Erdbeeren verwenden?

Der Mai ist eine ideale Zeit, um die Erdbeeren zu mulchen. Die Blüte ist durch, der Fruchtansatz ist da. Einige Nordmagazin Zuschauer haben gefragt, ob auch frischer Rasenschnitt zum Mulchen der Erdbeeren verwendet werden darf. Davon rät Peter Rasch ab. Das funktioniert zwar gut bei Gehölzen wie Himbeeren, bei Erdbeeren kann das aber schnell faulige und schimmlige Früchte verursachen. Als Mulch-Alternative für Erdbeeren eignet sich die Holzwolle von der letzten Paketlieferung, Stroh oder Kleintierstreu sowie möglichst grobe Hobelspäne.

Im Herbst kann das Mulch-Material untergegraben oder ausgeharkt und kompostiert werden.

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Beete mulchen statt Unkraut zupfen

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Dieses Thema im Programm:

Nordmagazin | 18.06.2020 | 19:30 Uhr

Tipps von Gartenprofi Peter Rasch

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