Kirschfruchtfliege auf einem Blatt © imago/blickwinkel

Was hilft gegen die Kirschfruchtfliege?

Stand: 30.03.2022 16:44 Uhr

Maden in Kirschen aus eigener Ernte sind unappetitlich. Sie stammen aus den Eiern der Kirschfruchtfliege. Wie lässt sich der Befall wirkungsvoll verhindern?

von Ralf Walter

Viele Hobbygärtner verzweifeln, weil in den Kirschen aus ihrem Garten Maden stecken. Dabei handelt es sich um die Nachkommen der Kirschfruchtfliege. Diese nur etwa fünf Millimeter große Fliege ist Ende Mai, Anfang Juni aktiv und sticht mit ihrem kleinen Stachel die unreifen Kirschen an und legt ihre Eier darin ab.

Maden ernähren sich vom Fruchtfleisch

Aus diesen Eiern entwickeln sich Larven, die sich dann vom Fruchtfleisch der Kirschen ernähren. Wer nicht aufpasst und einfach eine Süßkirsche in den Mund steckt, isst eventuell unbemerkt eine Made mit.

Kirschen aufsammeln und Vorsorge treffen

Kirschen wachsen an einem Baum © imago/Agentur 54 Grad Foto: Christian Schaffrath
Um den Kreislauf zu durchbrechen, sollten keine Kirschen unter dem Baum liegen bleiben.

Wer in diesem Jahr Maden in seinen Kirschen hat, sollte unter dem Kirschbaum zunächst alle am Boden liegenden Kirschen aufsammeln und dann ein großes Vlies unter dem Baum ausbreiten, um noch weitere vom Baum fallende Kirschen und Larven einfach entsorgen zu können. Aus den Kirschen krabbeln nämlich die Maden heraus und verpuppen sich im Boden unter dem Kirschbaum. Mit dem Schlüpfen der Fliegen im nächsten Frühjahr beginnt der Kreislauf von Neuem.

Gelbtafeln gegen Kirschfruchtfliegen

Gelbtafel zur Schädlngsbekämpfung hängt in einem Kirschbaum © NDR Foto: Udo Tanske
Gelbtafeln können verhindern, dass Kirschfruchtfliegen das Obst befallen.

Wer noch einen Schritt weitergehen möchte, kann sich auch spezielle sogenannte Gelbtafeln an die Kirschbäume hängen. Denn es kann sein, dass es schon einige Maden in den Boden geschafft haben. Außerdem können Kirschfruchtfliegen auch aus anderen Gärten kommen. Zur Vorbeugung im Frühjahr zwei Tafeln pro Baum-Meter aufhängen. Die Fliegen orientieren sich an der Farbe Gelb: Statt die gelben Kirschen anzufliegen, steuern sie die mit einem speziellen Kleber bestrichenen Gelbtafeln an und bleiben haften.

Wer frühe Kirschsorten wie "Burlat" oder "Early Korvik" pflanzt, ist der Kirschfruchtfliege mit etwas Glück zeitlich voraus: Wenn die Maden schlüpfen, haben die Früchte schon ihre gelbe Farbe verloren und sind für die Tiere nicht mehr so attraktiv.

Engmaschige Netze helfen

Das alles kann helfen, den Befall einzudämmen. Wer Maden in seinen Kirschen noch zuverlässiger verhindern will, kann spezielle engmaschige Netze kaufen, in die der Kirschbaum eingehüllt wird. Er ist so dicht, dass die kleinen Kirschfruchtfliegen nicht hindurchpassen. 

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