Stand: 23.06.2020 09:35 Uhr

Was hilft gegen die Kirschfruchtfliege?

von Ralf Walter
Kirschfruchtfliege auf einem Blatt © imago/blickwinkel
Kirschfruchtfliegen legen ihre Eier in Kirschen ab.

Viele Hobbygärtner verzweifeln, weil in den Kirschen aus ihrem Garten Maden stecken. Dabei handelt es sich um die Nachkommen der Kirschfruchtfliege. Diese nur etwa fünf Millimeter große Fliege ist Ende Mai, Anfang Juni aktiv und sticht mit ihrem kleinen Stachel die unreifen Kirschen an und legt ihre Eier darin ab. Aus diesen Eiern entwickeln sich Larven, die sich dann vom Fruchtfleisch der Kirschen ernähren. Wer nicht aufpasst und einfach eine Süßkirsche in den Mund steckt, isst eventuell unbemerkt eine Made mit.

Kirschen aufsammeln und Vorsorge treffen

Wer in diesem Jahr Maden in seinen Kirschen hat, sollte unter dem Kirschbaum zunächst alle am Boden liegenden Kirschen aufsammeln und dann ein großes Vlies unter dem Baum ausbreiten, um noch weitere vom Baum fallende Kirschen einfach entsorgen zu können. Aus den Kirschen krabbeln nämlich die Maden heraus und verpuppen sich im Boden unter dem Kirschbaum. Mit dem Schlüpfen der Fliegen im nächsten Frühjahr beginnt der Kreislauf von Neuem.

Gelbtafeln gegen Kirschfruchtfliegen

Kirschen wachsen an einem Baum © imago/Agentur 54 Grad Foto: Christian Schaffrath
Damit die Kirschen ohne Maden reifen, helfen Gelbtafeln, an denen die Kirschflruchtfliege haften bleibt.

Wer noch einen Schritt weitergehen möchte, kann sich auch sogenannte Gelbtafeln an die Kirschbäume hängen. Denn natürlich kann es sein, dass es schon einige Maden in den Boden geschafft haben. Außerdem können Kirschfruchtfliegen auch aus anderen Gärten kommen. Im Frühjahr also, wenn die Kirschen gelb sind, zwei Tafeln pro Baum-Meter aufhängen. Die Fliegen orientieren sich an der Farbe Gelb: Statt die gelben Kirschen anzufliegen, steuern sie die mit einem speziellen Kleber bestrichenen Gelbtafeln an und bleiben kleben

Engmaschige Netze helfen

Das alles kann helfen, den Befall einzudämmen. Wer Maden in seinen Kirschen noch zuverlässiger verhindern will, muss zu einem anderen Hilfsmittel greifen. Es gibt spezielle engmaschige Netze, in die der Kirschbaum eingehüllt werden kann. Da kommen dann selbst die kleinen Kirschfruchtfliegen nicht durch. 

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