Stand: 10.05.2019 09:30 Uhr

"Stunde der Gartenvögel" - bis Sonntag zählen

Ob im Garten oder auf Bäumen und Wiesen mitten in der Großstadt: Auch in besiedelten Gegenden leben zahlreiche Vögel. Sind ihre Bestände stabil oder hatten die Rekordhitze im vergangenen Jahr und das bisher trockene Frühjahr Auswirkungen? Um das herauszufinden, ruft der Naturschutzbund (NABU) wieder zur Zählaktion "Stunde der Gartenvögel" auf. Von Freitag bis Muttertag (10.-12. Mai) sollen möglichst viele Naturfreunde die Vögel in ihrer Nachbarschaft beobachten, zählen und den Naturschützern das Ergebnis mitteilen.

Heimische Vögel erkennen

Sorgenkinder sind Mauersegler und Mehlschwalben

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Mehlschwalben finden zunehmend weniger Nahrung und keine geeigneten Brutstätten.

"Seit 1980 ist mehr als jeder zweite Feldvogel in der EU verschwunden. Bei den Vögeln, die in Gärten und Parks vorkommen, sah es zumindest bisher deutlich besser aus", so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Sorgen bereiten den Naturschützern allerdings Gebäudebrüter und Insekten fressende Vögel wie Mauersegler und Mehlschwalben. Sie finden wegen des Insektensterbens immer weniger Nahrung und wegen der Gebäudesanierungen immer weniger Brutstätten. Seit der ersten Vogelzählung 2005 sind beide Arten um etwa die Hälfte zurückgegangen.

Eine Stunde Ausschau nach Vögeln halten

Online, telefonisch oder per Post

So können Sie Ihre Beobachtungen melden:
online: auf der Website Stunde der Gartenvögel
per Post: Die Meldebögen können bis 20. Mai geschickt werden an: NABU, Stunde der Gartenvögel, 10469 Berlin
per Telefon: Am 11. Mai ist von 10 bis 18 Uhr eine kostenlose Rufnummer geschaltet: 0800 -11 57 115.

Mitmachen ist einfach: Eine Stunde lang im Garten, auf dem Balkon oder von einer Parkbank aus nach Vögeln Ausschau halten, die Beobachtungen notieren und anschließend dem NABU melden. Wichtig: Vögel nicht doppelt zählen. Fliegt etwa in einer Stunde fünfmal ein Spatz ins Blickfeld, zählt dies nur als ein Vogel. Lassen sich fünf Spatzen gleichzeitig sehen, wird eine Fünf eingetragen. Praktische Zählhilfen zum Ausdrucken und weitere Informationen hält der Naturschutzbund auf seinen Internetseiten bereit. Dort kann man sich auch einen Vogelführer als Smartphone-App herunterladen.

Trends aufspüren und Tiere besser schützen

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Haussperlinge gehören seit Beginn der Zählaktion zu den häufigsten Gartenvögeln.

Mit der "Stunde der Gartenvögel" und der Schwesteraktion "Stunde der Wintervögel" will der NABU herausfinden, welche Vogelarten in Städten und Dörfern am häufigsten vorkommen. Aus den Ergebnissen leiten die Experten Trends zur Entwicklung der verschiedenen Populationen ab. Die Ergebnisse der Meldungen der vergangenen 15 Jahre hat der NABU jetzt in einer Broschüre veröffentlicht, die kostenlos erhältlich ist. Darin werden Bestandstrends für 64 Vogelarten aufgezeigt.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | 10.05.2019 | 07:40 Uhr

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