Stand: 17.07.2020 12:26 Uhr  - NDR Fernsehen

Bewässerungssysteme im Garten: Was ist sinnvoll?

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Damit der Garten im Sommer grün bleibt, brauchen die Pflanzen ausreichend Wasser.

Gartenpflanzen brauchen gerade in warmen und trockenen Wochen zusätzlich Wasser. Doch die richtige Bewässerung ist gar nicht so einfach zu bewerkstelligen. Besonders wichtig ist, dass das Gießwasser tief in die Erde gelangt. So können die Pflanzen tiefreichende Wurzeln bilden und werden resistenter gegen Trockenheit. Viele Beete können selbst nach einem Regenschauer noch zusätzliches Wasser vertragen.

Bewässerung fürs Gemüsebeet

Garten-Docs -

Im Sommer braucht Gemüse regelmäßig Wasser, um zu reifen. Eine Bewässerungsanlage kann dabei helfen. Experte Peter Rasch zeigt, worauf dabei zu achten ist.

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Tipp: Regenwasser zum Gießen verwenden

Am besten ist es, für das Gießen und Bewässern des Gartens Regenwasser zu verwenden. Im Gegensatz zu Leitungswasser ist es besonders weich und für die Pflanzen ideal. Zusätzlich spart Regenwasser Kosten und schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Zum Sammeln des Wassers bieten sich Regentonnen und Zisternen an.

Automatische Bewässerung mit Wassersprengern

Wer bestimmte Bereiche, etwa ein Gemüsebeet, regelmäßig bewässern möchte, kann mithilfe einer Zeitschaltuhr, einem Schlauch und mehrerer Wassersprenger leicht eine zuverlässige Bewässerungsanlage installieren. Für kleinere Beete reichen dazu Startersets, die alles notwendige beinhalten: unter anderem einen flexiblen Kunststoffschlauch, Steckverbindungen, Winkel und Sprinkler.

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Wassersprenger verteilen das Nass gleichmäßig im Beet.

Um mit möglichst wenig Schlauch auszukommen, in die Mitte des Beetes einen zentralen Wassersprenger setzen. Dieser ist mit den weiteren Sprengern an den Seiten verbunden, sodass das komplette Beet abgedeckt ist. Die Art der Wassersprenger hängt von der Größe des Beetes ab. Bei überschaubaren Flächen sollten es mehrere flache Sprühdüsen sein. Diese sollten nicht zu hoch sein, damit nicht so viel Wasser verdunstet, bevor es am Boden ankommt.

Zeitschaltuhr und die beste Zeit für die Bewässerung

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Die Zeitschaltuhr für eine Bewässerungsanlage wird direkt am Wasserhahn befestigt.

Zeitschaltuhren für Wasserhähne gibt es von verschiedenen Herstellern. Im Prinzip reicht eine einfache Uhr aus, in der man Zeiten und Wochentage programmieren kann. Für technikaffine Menschen gibt es auch Modelle, die mit dem Smartphone steuerbar sind.

Am besten sollten Beete und Pflanzen einmal früh morgens Wasser bekommen - etwa in der Zeit des Sonnenaufgangs, damit die Blätter noch abtrocknen können, bevor die Sonne richtig brennt. Die Wassertropfen wirken sonst wie Brenngläser und die Blätter werden beschädigt.

Ein zweiter guter Zeitpunkt ist am Abend, wenn die Sonne schon niedriger steht und nicht mehr die volle Kraft hat. Dann sollte die Bewässerungszeit so eingestellt sein, dass die Pflanzen nicht zu nass in die Nacht gehen. Das würde Pilzbefall begünstigen.

Micro-Drip-Systeme für einzelne Pflanzen

Im Gegensatz zu Wassersprengern sind sogenannte Micro-Drip-Systeme eher etwas für die Bewässerung einzelner Pflanzen. Mit diesen wassersparenden Tropfsystemen können Pflanzen zum Beispiel in Blumenkästen oder Rabatten gezielt gegossen werden. Natürlich können die Tropfer auch über eine Zeitschaltuhr gesteuert werden.

In einem Gemüsebeet sind Micro-Drip-Systeme nicht so ideal, weil die Pflanzen dort - sofern die sogenannte Fruchtfolge eingehalten wird - an wechselnden Standorten gepflanzt werden. Die Tropfsysteme müssten dann jedes Mal angepasst werden. Wassersprenger können dagegen in der Regel stehen bleiben.

Wasserspender für Tomaten

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Ein mit Wasser gefüllter Tontopf versorgt eine Tomatenpflanze mehrere Tage mit Wasser.

Einzelne Pflanzen lassen sich auch mit einfachen Tricks gezielt und über mehrere Tage bewässern - ohne Einsatz von Technik. Zum Bewässern von Tomaten empfiehlt sich ein Tontopf mit einem Loch im Boden. Dieser wird dicht neben der Pflanze eingebuddelt und mit Wasser gefüllt. So gelangt das Wasser an tiefere Wurzeln.

Wasserspeicher für Blumenkästen und Hochbeete

Um ein paar Tage für gleichmäßige Feuchtigkeit zu sorgen, gibt es weitere Bewässerungs-Hilfsmittel: Geschlossene Gefäße aus Ton oder Plastikflaschen, die als Wasserspeicher dienen und leicht aufzufüllen sind.

  • Wasserspeicher aus Ton kann man kaufen oder aus zwei Tontöpfen selbst machen. Die Tongefäße wurden bei niedrigen Temperaturen gebrannt und sind deswegen großporig. Sie werden in die Erde eingebuddelt, nur die Öffnung zum Wassereinfüllen schaut noch aus dem Boden heraus. Über die Poren geben sie Wasser langsam an die Umgebung ab. Sie sind allerdings nicht frostsicher und müssen im Herbst aus der Erde herausgeholt werden.

  • Alternativ kann man eine Flasche aus Plastik verwenden: Löcher in den unteren Teil des Plastiks stechen, die Flasche senkrecht eingraben und über die obere Öffnung immer wieder Wasser einfüllen.

  • Um übers Wochenende für Bewässerung zu sorgen, eignen sich kleine Tontrüllen. Diese werden zum Beispiel in einem Blumenkasten in die Erde gedrückt. Als Wasserspeicher dient eine einfache Flasche, die kopfüber in der Tülle steht. Über den Ton wird das Wasser langsam an die Erde abgegeben.

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Bewässerungsbehälter aus Tontöpfen

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Dieses Thema im Programm:

19.07.2019 | 13:00 Uhr

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