Stand: 07.07.2017 15:21 Uhr  | Archiv

Urlaub - Wie schütze ich mich vor Einbrechern?

Alle paar Minuten wird in Deutschland eingebrochen. Profi-Einbrecher brauchen bloß zehn Sekunden, um Türen oder Fenster aufzuhebeln. Drei Minuten reichen ihnen, um die Wohnung nach Bargeld und Schmuck zu durchsuchen. Dann sind sie über alle Berge.

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Wie die Polizei ermittelt

Einbrecher beleuchtet Tür mit Taschenlampe © Imago
Wenn der Einbrecher an der Haustür horcht, hinterlässt er manchmal DNA-Spuren.

Die Polizei ermittelt von Fall zu Fall verschieden. Sie sichert Spuren, sucht nach Finger- und Schuhabdrücken oder nach Werkzeug. Doch meistens findet sie nicht viel, weil die Täter Handschuhe oder Socken tragen. Auch nach DNA-Spuren wird gesucht. Wenn Einbrecher zum Beispiel an Haustüren horchen, ob jemand zu Hause ist, können sie Spuren hinterlassen. Außerdem befragen Polizisten Zeugen und versuchen herauszufinden, ob es Zusammenhänge zu anderen Einbrüchen gibt. Mitunter erheben sie Verkehrsdaten oder beschlagnahmen Gegenstände.

Die Polizei kann nur wenige Fälle aufklären

Die Anzahl der Wohnungseinbrüche hat bundesweit leicht abgenommen. Tatverdächtige können zwar manchmal identifiziert, aber nicht unbedingt dingfest gemacht werden. Meist fehlen genügend Beweise, damit ein Gericht die Täter verurteilen kann.

Bayern oder Baden-Württemberg nutzen es, Nordrhein-Westfalen testet es noch: "Predictive Policing". Das sind Computerprogramme, die den Polizeibeamten helfen sollen, Einbrüche vorherzusagen. Die Polizei füttert die Algorithmen mit Daten: Wo und wann ist eingebrochen worden? Wie war das Wetter? Wie die Verkehrslage? Die Software berechnet dann die Gebiete, die in der Vergangenheit besonders einbruchsgefährdet gewesen sind. Daraus leitet sie ab, wo künftig ein Einbruch geschehen könnte und kann entscheiden, ob sie mehr Wagen auf Streife schickt. Ob die Computervorhersagen tatsächlich zum Erfolg führen, müssen künftige Studien allerdings erst noch untersuchen.

Neue Methode der Tätersuche: "Predictive Policing"

 

Warum ist die Zahl der Einbrüche gesunken?

Dass die Zahl der Einbrecher gesunken ist, liegt an besseren technischen Vorkehrungen, aber auch an verstärkter Strafverfolgung. Mehrere Bundesländer arbeiten außerdem zusammen und kontrollieren Autobahnen und Ausweichrouten. Daneben gibt es mehr Polizeipräsenz in Großstädten.

Drei Mythen über Wohnungseinbrüche
Die Täter kommen nur nachts.Viele Einbrüche werden tagsüber zwischen 10 und 18 Uhr verübt. Das besagt eine Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen.
Im oberen Stock ist es sicher.Nicht immer. Die Einbrecher steigen zwar am häufigsten ins Erdgeschoss ein, sie dringen aber auch in die oberen Stockwerke ein, sagen die Autoren der Studie.
Diebe brechen vor allem in Villen ein.Die Täter brechen nicht bloß in Einfamilienhäuser ein, sondern oft auch in Mehrfamilienhäuser.

Beratung durch die Polizei

Die Polizei berät über technische Präventionen, um Einbrüche zu vermeiden. Geschulte Polizisten kommen ins Haus, begutachten kostenfrei Haustürschlösser, Balkontüren und Fensterverriegelungen. Sie empfehlen Sicherheitsschlösser oder Querriegel, geben Tipps zu Zeitschaltern für Innen- und Außenbeleuchtung und informieren über zertifizierte Schlosserei-Betriebe.

Tipps: Wie sichere ich meine Wohnung gegen Einbrüche?

1. Nicht nur Fenster und Haustüren sollten verschlossen werden, auch Gartentüren, Hof- und Garagentore sollten Besitzer stets abschließen.

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