Sendedatum: 21.08.2020 09:10 Uhr

Landespokal in Malente - ein "Fight" ohne Zuschauer

Ein Finale gegen einen Profiverein. Die Möglichkeit, einem vermeintlich Größeren ein Bein zu stellen. Fernsehkameras der ARD, die bei jeder Aktion auf einen gerichtet sind. Dann durch ein Tor die Tür zum DFB-Pokal aufstoßen, wo noch größere Gegner warten. Davon träumen viele Amateurkicker im ganzen Land. Zumindest teilweise wird dieser Traum für die Oberligaspieler des SV Todesfelde aus dem Kreis Segeberg heute ab 16:45 Uhr in Malente (Kreis Ostholstein) Wirklichkeit werden. Im Landespokalfinale trifft der Oberliga-Meister der vergangenen Saison auf den Drittliga-Aufsteiger VfB Lübeck. Auf Fan-Unterstützung müssen allerdings beide Teams im Uwe Seeler Fußball Park verzichten.

Profis im leichten Trainingsvorteil

Doch auch so wird die Anspannung groß genug sein, denn es ist für beide Finalteilnehmer das erste Pflichtspiel nach der Corona-Pause im März. Luca Sixtus, Kapitän der Segeberger, verspricht dennoch einen richtigen Pokalfight: "Ich bin mir sicher, dass unsere Jungs so heiß sind, dass wir top abliefern werden." Das müssen sie auch, schließlich sind sie der Underdog und hatten auch deutlich weniger Zeit, um sich richtig auf das Spiel vorzubereiten. Während die Profis vom VfB Lübeck bereits seit Anfang Juli wieder voll im Training sind, darf Todesfelde dank einer Sondergenehmigung erst seit Ende Juli wieder voll und mit mehr als zehn Spielern gleichzeitig trainieren.

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Finanzielle Motivation und Prestige

Auf die leichte Schulter nimmt das Landespokalfinale dennoch keiner bei den Profis vom VfB Lübeck. So betont Torhüter Lukas Raeder: "Wir wissen, dass das für den SV Todesfelde eine große Chance ist und wir unsere beste Leistung abrufen müssen." Der Sieg am Sonnabend lohnt sich in mehrfacher Hinsicht. Einerseits winkt die erste Hauptrunde des DFB-Pokals Mitte September und das Duell mit dem Zweitligisten VfL Osnabrück, andererseits lohnt sich ein Sieg auch finanziell. Die Lübecker wissen das ganz genau, schließlich verdienten sie bei ihrer knappen Erst-Runden-Niederlage gegen den FC St. Pauli in der vergangenen Saison etwa 175.000 Euro. Geld, das auch Oberligist Todesfelde gut gebrauchen könnte, um in den nächsten Jahren die Infrastruktur auszubauen und damit den angestrebten Regionalliga-Aufstieg zu finanzieren.

Auch Norderstedt muss ohne Fans auskommen

Auch Regionalligist Eintracht Norderstedt hofft auf Einnahmen aus dem DFB-Pokal. Die Norderstedter müssen ohne Fans ihr Finale im Hamburger Pokal gegen den TSV Sasel bestreiten. Das beide Finalspiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit gespielt werden, ärgert viele Anhänger in Schleswig-Holstein und Hamburg. Denn beim Endspiel in Rostock dürfen 780 Fans dabei sein, bei den beiden niedersächsischen Partien immerhin jeweils 500.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Moin Schleswig-Holstein – mit Mandy Schmidt und Horst Hoof | 21.08.2020 | 09:10 Uhr

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