Fläschchen eines COVID-19-Impfstoffs stehen auf einem Glastisch. © picture alliance / Geisler-Fotopress | Dwi Anoraganingrum Foto:  Geisler-Fotopress

Weitere Impfzentren nehmen Arbeit auf

Stand: 01.03.2021 20:23 Uhr

Am Montag haben in Schleswig-Holstein 13 weitere Impfzentren den Betrieb aufgenommen. Laut Gesundheitsministerium sind damit nun alle Regionen im Land ausreichend versorgt.

Eines der Impfzentren, die am Montag losgelegt haben, steht in Reinbek (Kreis Stormarn). Impfwillige brauchten dort dennoch ein bisschen Geduld, denn der Impfstoff ist gut eine Stunde zu spät angekommen - entsprechend gab es Rückstau. Die gut 200 Impfdosen sollten aber auf jeden Fall verimpft werden, hieß es.

Bedenken wegen AstraZeneca

Laut Andreas Rehberg, Stormarns Fachbereichsleiter für Sicherheit und Gefahrenabwehr, sind die kommenden Tage in Reinbek ausgebucht - und das, obwohl dort ausschließlich AstraZeneca verimpft wird. Dieser Impfstoff sorgt Rehberg zufolge bei einigen Bürgern für Verunsicherung. Immer wieder bekäme die Verwaltung Anrufe von Bürgern, die lieber mit einem anderen Impfstoff geimpft würden. Allerdings sind auch viele bereit, sich mit AstraZeneca impfen zu lassen.

Pandemiebeauftragter: Sorgen unberechtigt

Die Sorgen sind unberechtigt, sagt Hans-Joachim Commentz. Er ist Schleswig-Holsteins Pandemiebeauftragter und erklärt, dass die Nebenwirkungen, die für AstraZeneca so im Verruf stehen, nur ein Beweis dafür sind, dass der Impfstoff gut anschlägt. Außerdem gibt es nach seinen Worten ähnliche Begleiterscheinungen auch bei Biontech - hier offenbar erst bei der zweiten Impfung.

28 Standorte für Impfungen

Insgesamt sind nun 28 Impfzentren in Betrieb. In den Kreisen Segeberg, Ostholstein und Stormarn gibt es jeweils drei Einrichtungen, sieben weitere Kreise haben jeweils zwei Impfzentren. In Kiel, Flensburg, Lübeck und Neumünster sowie im Kreis Steinburg bleibt es bei je einem Impfzentrum - sie werden durch benachbarte Zentren mitversorgt.

Verschiedene Impfstoffe stehen zur Verfügung

Wer älter als 65 Jahre ist, bekommt den Impfstoff von Biontech/Pfizer, wer jünger ist wird mit AstraZeneca geimpft. Ab 15. März soll auch der Impfstoff von Moderna eingesetzt werden. Welchen man bekommt, kann man sich zurzeit nicht aussuchen, weil der Impfstoff derzeit noch knapp ist. AstraZeneca wird in Schleswig-Holstein seit vergangenem Mittwoch verimpft, und trotz kritischer Stimmen bleiben laut Kassenärztlicher Vereinigung auch davon kaum Dosen übrig.

Impfreihenfolge

Wer sich wann impfen lassen kann, hat das Bundesgesundheitsministerium in einer Impf-Priorisierung festgehalten - Stand 25. Februar.

Gruppe 1 - Höchste Priorität

  • Über 80-Jährige
  • Personen, die in stationären Einrichtungen für ältere oder pflegebedürftige Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind,
  • Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit hohem Expositionsrisiko wie Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungsdienste, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung,  Corona-Impfzentren und in Bereichen mit infektionsrelevanten Tätigkeiten
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, die Menschen mit einem hohen Risiko behandeln, betreuen oder pflegen (vor allem Hämato-Onkologie und  Transplantationsmedizin.)

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 01.03.2021 | 12:00 Uhr

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