Stand: 04.04.2020 11:52 Uhr  - NDR 1 Welle Nord

Verfolgungsjagd an dänischer Grenze

Am deutsch-dänischen Grenzübergang Ellhöft (Kreis Nordfriesland) ging es Freitagnachmittag (3.4.) zu wie in einem Spielfilm. Die Bundespolizei wollte ein Auto aus Dänemark stoppen, das sich dem Grenzübergang näherte. Der 54-jährige Fahrer missachtete aber die Anhaltesignale und trat stattdessen aufs Gaspedal. Ein Beamter konnte sich nur mit einem Sprung zur Seite retten, er blieb unverletzt.

Ein Polizeiwagen nahm die Verfolgung auf und stoppte den Pkw kurz vor Süderlügum. Die beiden dänischen Insassen gaben an, dass sie in Deutschland einkaufen wollten. Der Fahrer hatte allerdings gar keinen Führerschein, dafür aber ein Messer in der Hosentasche. Außerdem hatte er laut Polizei Drogen genommen.

Anzeigen gegen Fahrer und Beifahrer

Im Wagen fanden die Bundespolizisten auch noch einen Dolch. Der 32-jährige Beifahrer hatte keine Papiere bei sich. Die Dänen mussten zurück - allerdings nicht mit dem Auto und ohne den gewünschten Einkauf. Gegen den Fahrer wurden Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und Fahren unter Drogeneinfluss, Verstoß gegen das Auslandspflichtversicherungsgesetz und das Waffengesetz eingeleitet. Auch der 32-jährige Beifahrer muss mit einer Anzeige rechnen. Das mitgeführte Einhandmesser und der Dolch wurden sichergestellt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 04.04.2020 | 10:00 Uhr

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