Stand: 11.09.2020 08:26 Uhr

Dräger: Bund storniert Tausende Beatmungsgeräte

Das Hauptsitzgebäude der Firma Dräger steht im Sonnenlicht. © Drägerwerk AG & Co. KGaA
Der Bund hat Beatmungsgeräte bei Dräger wieder abbestellt. Viel zu tun gibt es trotzdem beim Lübecker Unternehmen.

Der Bund hat mehrere Tausend georderte Beatmungsgeräte bei Dräger in Lübeck abbestellt. Ursprünglich wollte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) 10.000 Geräte für die Kliniken in Deutschland von Dräger geliefert bekommen - nun kam der Rückzieher. Hintergrund sei der aktuelle Stand der Pandemie in Deutschland und in anderen Ländern, teilte der Medizintechnik-Hersteller mit. Dräger und der Bund hätten deshalb vereinbart, über die 1.557 bereits abgenommenen Maschinen hinaus keine weiteren zu liefern.

Viele andere Länder brauchen Beatmungsgeräte

Die Bundesregierung muss allerdings die Kosten für die bereitgestellte Fertigungskapazität für die ursprünglich geplanten 10.000 Geräte übernehmen. An den Geschäftsaussichten ändert sich laut Dräger nichts. Denn in vielen Ländern außerhalb Deutschlands würden aktuell Beatmungsgeräte dringend gebraucht - die Produktion läuft also weiter. Das Unternehmen rechnet dieses Jahr mit einem Umsatzplus von 14 bis 22 Prozent.

Ein Beatmungsgerät an einem Krankenbett. © picture alliace Foto: Axel Heimken

AUDIO: Bundesregierung bestellt Dräger-Beatmungsgeräte ab (1 Min)

 

Weitere Informationen
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sitzt vor zwei Pandemie-Beatmungsgeräten © NDR Foto: Carsten Rehder

Corona-Krise: Bundespräsident lobt Dräger in Lübeck

Bundespräsident Steinmeier hat sich bei Dräger in Lübeck die Funktionsweise von Beatmungsgeräten erklären lassen. Seit Beginn der Corona-Pandemie ist es sein erster Termin außerhalb Berlins. mehr

Das Hauptsitzgebäude der Firma Dräger steht im Sonnenlicht. © Drägerwerk AG & Co. KGaA

Corona-Pandemie sorgt bei Dräger für große Gewinne

Der Lübecker Medizintechnikhersteller Dräger steigert seinen Gewinn in der Corona-Pandemie. Grund dafür ist die weltweite Nachfrage nach Beatmungsgeräten und Schutzmasken. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 11.09.2020 | 08:00 Uhr

Nachrichten aus Schleswig-Holstein

Impfdosen und Impfspritzen stehen auf einem Tisch vor dem AstraZeneca Logo. © picture alliance / Geisler-Fotopress Foto: Dwi Anoraganingrum

Corona-Impfungen: Terminvergabe für Prioritätsgruppe 2 beginnt

Berechtigte können sich ab kommendem Dienstag anmelden. Ausgenommen sind Menschen, die 65 Jahre oder älter sind. mehr

Videos