Ein Mitarbeiter stellt in einem Testzentrum einen Corona-Test in ein Behältnis. © picture alliance/dpa/Rolf Vennenbernd Foto: Rolf Vennenbernd

Corona: Landesregierung konkretisiert Notbremse

Stand: 27.03.2021 16:37 Uhr

Das Gesundheitsministerium in Kiel hat die sogenannte Corona-Notbremse konkretisiert. Jetzt wird geregelt, was passiert, wenn Kreise und kreisfreie Städte die 100er-Inzidenzgrenze überschreiten.

Liegt die Inzidenz drei Tage am Stück über dem Wert 100, dann dürfen sich Menschen aus einem Haushalt nur noch mit einer weiteren Person treffen - dies gelte im privaten und öffentlichen Raum. Kinder unter 14 Jahren sind ausgenommen. Kitas gehen in die Notbetreuung, Schulen in den Distanzunterricht, für die Klassen 1 bis 6 soll eine Notbetreuung organisiert werden. Für die Abschlussjahrgänge kann Präsenzunterricht angeboten werden. Fahrschulen müssen ihren Theorieunterricht als Fernunterricht anbieten.

Einzelhandel muss auf Click und Collect umstellen

Außerdem darf auch nur noch eine Person pro Haushalt im Supermarkt oder Discounter einkaufen, das gilt unter anderem auch für Apotheken, Wochen- und Baumärkte. Der Einzelhandel darf weiterhin Click und Collect anbieten. Freizeit- und Kultureinrichtungen dürfen ihre Angebote nur noch draußen anbieten.

Sport ist unter diesen Umständen nur noch mit den Menschen aus dem eigenen Haushalt oder mit einem anderen Trainingspartner erlaubt. Für Kinder gilt: Es muss feste Gruppen mit höchstens fünf Teilnehmern plus Übungsleiter geben. Bei Dienstleistungen mit Körperkontakt müssen Kunden in Kreisen und kreisfreien Städten mit mehr als 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen künftig negative Tests vorlegen. Dies gilt nicht für medizinisch und pflegerisch notwendige Dienstleistungen sowie Besuche von Friseuren oder Nagelstudios.

Flensburg und Kreis Segeberg über 100er-Inzidenz

Die Landesregierung will die Lage in den Regionen weiterhin jeden Mittwoch bewerten und gemeinsam mit betroffenen Kommunen Schritte für die Folgewoche veranlassen. Bei deutlich erhöhter Infektionsdynamik könne dies kurzfristig erfolgen, hieß es. In Schleswig-Holstein liegt die kreisfreie Stadt Flensburg aktuell (Stand 27.3.) mit 106,5 wieder über der 100er-Inzidenz. Auch der Kreis Segeberg hat mit 102,1 die Grenze gerissen (Stand 27.3.).

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 27.03.2021 | 16:00 Uhr

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