Stand: 09.05.2019 12:32 Uhr

Zugunglück bei Rendsburg: Güterzüge fahren wieder

Einen Tag nach dem Zugunglück in Alt Duvenstedt (Kreis Rendsburg-Eckernförde) ist die Bahnstrecke Richtung Flensburg wieder freigegeben worden - allerdings nur für den Güterverkehr. Das bestätigte Bahn-Sprecher Egbert Meyer-Lovis NDR Schleswig-Holstein. Auf dem von dem Unglück nur wenig betroffenen Gleis seien kleinere Reparaturarbeiten in der Nacht erfolgreich abgeschlossen worden, so der Sprecher. Die normalerweise für den Verkehr Richtung Rendsburg genutzten Schienen waren bei dem Zusammenstoß zwischen einem Regionalexpress und einem Schwertransporter deutlich stärker beschädigt worden. Die Deutsche Bahn geht davon aus, dass die Sperrung zwischen Rendsburg und Owschlag für den Personenverkehr bis Mittwoch andauern könnte.

Zugunglück in Alt Duvenstedt: Der Tag danach

500 Betonschwellen müssen ausgetauscht werden

Auf dem Gleis Richtung Rendsburg müssen laut Bahn 500 Betonschwellen ausgetauscht werden, in einem Abschnitt von etwa 300 Metern. Auch die Oberleitung wurde komplett zerstört, Schienen wurden verbogen. Der Auflieger des Sattelschleppers, mit dem der Zug kollidiert war, musste am Donnerstag ebenfalls noch vom Unfallort entfernt werden. Entsprechend liefen die Arbeiten an der Gleisanlage auf Hochtouren.

Polizei korrigiert Zahlen: Sieben Schwerverletzte

Unterdessen hat die Polizei die Verletztenzahlen des Unglücks korrigiert. Demnach wurden bei dem Unfall sieben Menschen schwer und sechs leicht verletzt. In Lebensgefahr sei niemand mehr, sagte ein Sprecher. Der Zug hatte Führerhaus und Auflieger des Sattelschleppers, auf dem sich ein 70 Tonnen schweres Kettenfahrzeug befand, regelrecht durchtrennt. Wäre die Bahn frontal auf den Auflieger getroffen, wäre die Wucht des Aufpralls wohl noch deutlich größer gewesen. Die Bahn war mit 22 Passagieren besetzt.

Unglücks-Gutachten soll in einigen Wochen vorliegen

Ermittler von Bundes- und Landespolizei werten inzwischen die Daten des Bahnübergangs und des Regionalzuges aus. Die offizielle Ursache für das Unglück soll ein Gutachten ergeben, das in einigen Wochen vorliegen soll. Der Lokführer, der Fahrer des Schwertransporters und eventuelle Zeugen werden laut Polizei in den kommenden Tagen vernommen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 09.05.2019 | 12:00 Uhr

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