Ein DHL-Mitarbeiter sortiert in seinem Transporter die Pakete und Päckchen für die nächsten Zustellungen © picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow
Ein DHL-Mitarbeiter sortiert in seinem Transporter die Pakete und Päckchen für die nächsten Zustellungen © picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow
Ein DHL-Mitarbeiter sortiert in seinem Transporter die Pakete und Päckchen für die nächsten Zustellungen © picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow
AUDIO: Warnstreik: Briefe und Pakete bleiben liegen (1 Min)

Weitere Warnstreiks bei der Post im Norden

Stand: 27.01.2023 22:04 Uhr

Die Gewerkschaft ver.di ruft die Beschäftigten in der Zustellung im Norden dazu auf, auch am Sonnabend ihre Arbeit niederzulegen. Briefe und Pakete sollen nicht ausgetragen werden. Hintergrund ist ein Tarifkonflikt.

Seit Freitag streiken Zustellerinnen und Zusteller der Deutschen Post im Norden. Die Beschäftigten seien seit Beginn der Frühschicht am Freitag dazu aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen, teilte die Gewerkschaft ver.di mit. In Schleswig-Holstein gibt es laut ver.di unter anderem an den Standorten in Kiel, Lübeck und Neumünster Warnstreiks, aber auch zum Beispiel in Bad Oldesloe (Kreis Stormarn), Henstedt-Ulzburg (Kreis Segeberg), Mölln (Kreis Herzogtum Lauenburg) oder Husum (Kreis Nordfriesland).

Ver.di: Zwei Millionen Sendungen im Norden bleiben liegen

Auch in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern hat die Gewerkschaft zum Ausstand aufgerufen. Allein im Norden könnten damit nach Angaben der Gewerkschaft über zwei Millionen Postsendungen unbearbeitet bleiben. In Niedersachsen und Bremen wurden am Freitag etwa 100 von insgesamt 600 Verteilzentren bestreikt.

Tarifstreit: Gewerkschaft fordert 15 Prozent mehr

Hintergrund sind die seit Jahresbeginn laufenden Tarifverhandlungen, in denen es bislang keine Einigung gab. Die Gewerkschaft ver.di fordert dabei 15 Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten und 200 Euro mehr für Auszubildende bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die nächste Verhandlungsrunde startet am 8. Februar. Die Deutsche Post sagte auf Nachfrage von NDR Schleswig-Holstein, das Unternehmen wolle zu diesem Termin ein Angebot vorlegen, das zwischen den Interessen der Beschäftigten und dem wirtschaftlich Machbaren liege.

Betroffene Standorte in Schleswig-Holstein

  • Lübeck
  • MechZB Lübeck
  • Neumünster
  • Wankendorf
  • Tellingstedt
  • Husum
  • Henstedt-Ulzburg
  • Bad Bramstedt
  • Kaltenkirchen
  • MechZB Kiel
  • Kiel West
  • Kiel-Elmschenhagen
  • Kiel-Friedrichsort
  • Kiel-Wik
  • Kiel Suchsdorf
  • Postfach Kiel
  • Marne
  • Tornesch
  • MechZB Tornesch
  • Eckernförde
  • Bad Schwartau
  • Bad Oldesloe
  • Nahe
  • Mölln
  • Ratzeburg
  • Pansdorf
  • Kücknitz  

Betroffene Standorte in Hamburg

  • Altona
  • Bergedorf
  • Harburg
  • Neugraben
  • Tostedt
  • Nenndorf

Betroffene Standorte in Mecklenburg-Vorpommern

  • Roggentin
  • Stralsund
  • Teterow
  • Greifswald
  • Prenzlau
  • Güstrow
  • Malchow
  • Tessin
  • Mirow
  • Wendorf
  • Schwerin
  • Parchim
  • Ludwigslust
  • Neuhaus
  • Hagenow
  • Perleberg  

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 27.01.2023 | 19:00 Uhr

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