Abendlicher Blick auf den beleuchteten Weihnachtsmarkt in Lübeck. © picture-alliance/HB-Verlag Foto: Katja Kreder

Start der Weihnachtsmärkte - mit unterschiedlichen Corona-Regeln

Stand: 22.11.2021 18:39 Uhr

Die erste heiße Schokolade ist getrunken, die erste Bratwurst gegessen - unter anderem in Kiel, Flensburg, Neumünster, Husum und Lübeck sind die Weihnachtsmärkte seit Montag geöffnet. Teils mit 2G, teils mit Maskenpflicht, teils nicht.

Der Lübecker Weihnachtsmarkt gehört zu den größten Märkten in Schleswig-Holstein - vor der Corona-Pandemie kamen jedes Jahr rund zwei Millionen Besucher. Letztes Jahr fiel alles aus - dieses Jahr dürfen nur Menschen die Buden auf den belebten Plätzen besuchen, die entweder gegen Corona geimpft oder von Corona genesen sind. Und: Es gilt eine Maskenpflicht auf den belebten Plätzen und Straßen auf der Altstadtinsel.

Meinungen zu Corona-Regeln in Lübeck sind unterschiedlich

Am Montagnachmittag die feierliche Eröffnung in Lübeck, mit der traditionellen Lichterprozession von der Marien- zur St. Petrikirche. Die Meinung unter den Lübeckern zum Start ist gemischt: "Besser so, als gar nicht", sagt ein Besucher. Ein anderer findet: "Warum muss ich überall meinen Impfausweis zeigen? Deswegen ist das so leer hier." Die Regelungen hätten keinen Einfluss auf die Stimmung, findet eine Lübeckerin.

Wie wird kontrolliert? Zum Start, so berichtet unser NDR Reporter, sind auffällig viele Polizistinnen und Polizisten sowie Mitarbeitende des Ordnungsamts unterwegs. Sie sprechen Besucher an, wenn sie die Maskenpflicht missachten. Wer zum Beispiel gerade einen Glühwein trinkt, oder Pommes isst, darf seinen Mund-Nasen-Schutz abnehmen - aber nur dann. Auch Impf- und Personalausweise werden vom Ordnungsamt kontrolliert. Die Standbetreiber finden die Regelung auf Nachfrage in Ordnung - sie sind froh, dass sie überhaupt wieder am Start sein können.

Stichproben-Kontrollen in Neumünster

Auch in Neumünster sind die Weihnachtsbuden seit Montag geöffnet, auch hier lässt die Stadt in diesem Jahr nur Geimpfte und Genesene auf den zum Teil eingezäunten Weihnachtsmarkt. Grund sind die extrem hohen Coronazahlen in Neumünster. In der Innenstadt selbst gilt eine Maskenpflicht. Und direkt an Tag 1 wurden die Regeln auch vom Ordnungsamt kontrolliert. Allerdings werden die entsprechenden Geimpft/Genesen-Nachweise laut Stadt nicht zentral am Eingang überprüft, sondern stichprobenartig. Wer ohne 2G von Ordnungsamt oder Polizei erwischt wird, muss mit 150 Euro Bußgeld rechnen.

Auch in Heide heißt es: Impf-oder Genesenennachweis, bitte!

Die Heider Winterwelt freut sich seit Montag ebenfalls auf Besucher, aber auch hier gilt die 2G-Regelung. An zwei Eingängen wird kontrolliert, ob die Besucher geimpft oder genesen sind. Außerdem kontrollieren Security-Mitarbeiter, ob die Abstandsregeln eingehalten werden, so Stadtmanagerin Lena Modrow. Wenn es zu voll wird, könne man kurzfristig den Eingang sperren. Beim Itzehoer Wintervergnügen brauchen Besucher für draußen keinen Nachweise, in einer Glühweinbude oder beim Punschwald auf dem Berliner Platz allerdings schon - dort gilt 2G.

Weihnachtsmarkt in Kiel noch ohne 2G

In Kiel gilt eine Maskenpflicht auf den diversen Märkten in der Stadt, ebenso in der Holstenstraße und abschnittsweise auf der Holtenauer Straße. Aber ebenso wie in Flensburg und Husum gilt draußen keine 2G-oder 3G-Regelung - in Innenräumen, wie in der Landesverordnung festgeschrieben, 2G. Weitere Einschränkungen könnten in Kiel aber kommen, wenn der Besucherandrang größer werden sollte, als gedacht, heißt es von der Stadt. Laut einer Sprecherin könnten dann auch in Kiel die 2G-Regeln eingesetzt werden. In der Innenstadt von Flensburg gilt von Mittwoch an eine Maskenpflicht zwischen Norder- und Südermarkt sowie in der Roten Straße - von 10.00 bis 22.00 Uhr.

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Besucher und Stände auf dem Flensburger Weihnachtsmarkt. © imago / nordpool Foto: Tim Riediger

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 22.11.2021 | 17:00 Uhr

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