Stand: 21.07.2018 18:16 Uhr

Wattleten liefern sich Schlammschlacht

Wattfußball, Watthandball, Wolliball und Schlickschlittenrennen - etwa 400 Amateursportler haben sich am Sonnabend bei Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) in den Elbschlick geschmissen. Hunderte Besucher verfolgten die Wattolümpiade 2018 bei strahlendem Sonnenschein.

"Modderhead" und "Dreckschlam(m)pen"

Die 40 Teams präsentierten sich in fantasievollen Kostümen, sie kamen als Zebras, Leoparden oder Höhlenmenschen - oder mit einer Riesenschwimmente. Die Mannschaften kamen unter anderem aus Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Die weiteste Anreise hatte ein Team aus Prag. Die Teams hatten sich auch die passenden Namen gegeben - wie "Modderhead", "Wtt`n Bagger", "Watt für Helden", "Wattpupser" oder "Dreckschlam(m)pen".

Flut beendet das Watt-Spektakel

Die Zuschauer verfolgten die Sportler im wabbeligen Watt - und alle ihre Bauchklatscher - auf zahlreichen Campingstühlen und bekamen selbst einiges an Schlick ab. Es wurden Fischbrötchen, Bratwurst und Pizza gereicht. Nach nur vier Stunden war Schluss mit dem Spektakel. Dann kam die Flut - und überschwemmte die Wattkampf-Arena.

Erlös geht an die Krebshilfe

Die Wattolümpiade gibt es seit 2004. Seit 2016 steigt die Veranstaltung alle zwei Jahre. Der sportliche Wettkampf trägt sich durch Sponsoren, sodass sämtliche Eintritts- und Startgelder als Spende weitergegeben werden können. Unter dem Motto "schmutziger Sport für eine saubere Sache" wurden bislang mehr als 330.000 Euro gesammelt. Das Geld geht an die Krebshilfe an der Westküste. In diesem Jahr rechnen die Organisatoren durch Eintritts- und Startgelder mit rund 20.000 Euro. Kassensturz ist allerdings erst am Montag. In den vergangenen Jahren wurden mit den Einnahmen unter anderem eine Beratungsstelle für Krebspatienten und ihre Angehörigen finanziert sowie Palliativzimmer im Westküstenklinikum in Heide und Brunsbüttel.

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Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 21.07.2018 | 19:30 Uhr

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