Stand: 19.08.2020 14:38 Uhr

Sylt: Havariertes Vermessungsschiff wieder frei

Ein Arbeiter schweißt das Leck am havarierten Vermessungsschiff MS "Oland". © Landesbetriebs für Küstenschutz Foto: Landesbetriebs für Küstenschutz
Mit Stahlblechen dichten Arbeiter die Lecks am Schiff ab.

Das am Dienstag vor Sylt havarierte Vermessungsschiff MS "Oland" ist seit Mittwochmittag wieder frei. Mit einem Typhoonsignal und unter dem Applaus der Strandbesucher glitt das Schiff wieder rückwärts in die Nordsee - früher als erwartet, denn die Flut fiel am Mittwoch mit einem etwas höheren Pegel als üblich aus. Mit eigener Kraft fährt die "Oland" jetzt weiter nach Husum. Dort soll sie in der Werft repariert werden. Das Schiff war in den vergangenen Stunden zum Hingucker am Brandenburger Strand in Westerland geworden. Am Vormittag schweißten Experten Stahlbleche vor die Lecks. Bagger hatten dafür einen Bereich unterhalb des Bugs des Schiffs ausgehoben.

Grund für Havarie noch unklar

Das Schiff war am Dienstag nach einem Wassereinbruch an den Strand auf Sylt gefahren, um nicht zu sinken. Es hatte zuvor direkt vor dem Westerländer Hauptstrand eine Buhne gestreift und war dabei leckgeschlagen. Daraufhin brach Wasser in das 23 Meter lange Schiff ein. Zwei je ein Meter lange Rissen entstanden im Vorschiff und im mittleren Bereich. Wie genau es zu der Havarie kommen konnte, muss nach Angaben des Landesbetriebs für Küstenschutz noch geklärt werden.

Besatzung unverletzt

Vier Besatzungsmitglieder waren an Bord. Sie sind laut Deutscher Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) unverletzt. Die Feuerwehr Westerland war mit Pumpen im Einsatz, auch die Wasserwacht Sylt unterstützte. Eine Bergung war am Dienstagabend nicht möglich, so die DGzRS. Der Landesbetrieb für Küstenschutz geht davon aus, dass kein Treibstoff ausläuft und es zu keinen weiteren Verunreinigungen kommt. Dennoch wurden zur Sicherheit Ölsperren angebracht.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 19.08.2020 | 10:30 Uhr

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