Stand: 31.03.2017 14:36 Uhr

Spannende Ausgrabungen in Haithabu

1939 wurde das letzte Mal gegraben beim Wikingermuseum Haithabu in Schleswig. 78 Jahre später wird diese Ausgrabung nun fortgesetzt. Ausgrabungsleiter Sven Kalmring beginnt am Montag mit den Arbeiten, die die Besucher live vor Ort erleben können. Bereits morgen startet das Wikingermuseum wieder in die Freiluftsaison. Der leitende Direktor der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen, Claus von Carnap-Bornheim, und Museums-Leiterin Ute Drews haben nun die Pläne für die kommenden Monate vorgestellt. Einer der ersten Höhepunkte ist der Frühjahrsmarkt vom 14. bis 17. April. Mehr als 300 Aussteller werden dann die ersten Markttage am Haddebyer Noor veranstalten.

Was haben die Wikinger gegessen?

Ausgrabungsleiter Sven Kalmring freut sich auf die kommenden Monate. "Wir erhoffen uns davon neue Erkenntnisse über die Spätphase Haithabus aus der Zeit zwischen 900 und 1050", sagte er Freitag in Busdorf bei Schleswig. Die Wissenschaftler interessieren sich vor allem für die Lebens- und Nahrungsgewohnheiten der Wikinger. "Offensichtlich hat man in Haithabu vor allem Süßwasserfisch gegessen", sagte Kalmring. 

Sechs Experten graben auf 450 Quadratmetern

Dem Grabungsteam gehören insgesamt sechs Experten an. Sie arbeiten jeweils zu den Öffnungszeiten des Museums. Das Areal ist 450 Quadratmeter groß. Zur Hälfte dient es als Ausstellungsfläche. Das Ausstellungsgebäude ist wegen Sanierungsarbeiten noch bis 2018 geschlossen.

 

Weitere Informationen

Haithabu: Stadt der Wikinger

Die Siedlung an der Schlei war in ihrer Blütezeit im 10. Jahrhundert das größte Handelszentrum Nordeuropas. Die Wikinger lebten hier als Handwerker und Kaufleute. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Von Binnenland und Waterkant | 31.03.2017 | 20:10 Uhr

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