Stand: 09.04.2018 07:00 Uhr

Seebataillon in Eckernförde wird stärker

von Sebastian Baak

Häfen sichern, Schiffe entern, Strände erobern: Das Seebataillon in Eckernförde bezeichnet sich selbst gern als "Multitool", als Mehrzweckwerkzeug der Marine. Vor vier Jahren wurde es neu aufgestellt und ist damit eine noch recht junge Einheit. Seit zwei Jahren arbeiten die "grünen" Soldaten der Marine mit der niederländischen Marineinfanterie zusammen. Das Korps Mariniers hat eine mehr als 350-jährige Tradition und gilt als Eliteverband. "Die Kooperation ist ein hervorragendes Beispiel für eine internationale Win-Win-Situation", sagt der Inspekteur der Marine, Andreas Krause. Und sie hat zur Folge, dass das Seebataillon personell weiter ausgebaut wird.

"Karel Doorman" wichtiger Baustein

Für die deutsche Marine hat vor allem die Nutzung des niederländischen Unterstützungsschiffs "Karel Doorman" einen großen Stellenwert. "Unsere Marine gewinnt dadurch die Fähigkeit für amphibische Operationen", sagt Marineinspekteur Krause. Dabei lernen die Soldaten aus Eckernförde, mithilfe von kleinen Transportbooten an Stränden oder Küstenstreifen zu landen und militärische Einsätze durchzuführen, zum Beispiel die Evakuierung von eingschlossen Bürgern. Laut Marine wird das Seebataillon bis Ende 2019 insgesamt einen Umfang von mindestens 1.000 Soldaten habe. Vielleicht könnten es aber auch mehr werden, der übliche Rahmen für ein Bataillon von 1.200 Soldaten werde aber nicht überschritten, so ein Marinesprecher. Die Kooperation mit der niederländischen Marineinfanterie soll 2020 dann so weit sein, dass Soldaten aus Eckernförde Teil einer Amphibious Task Group der NATO unter niederländischen Kommando werden.

Stützpunkt Eckernförde wird ausgebaut  

Durch die enge Zusammenarbeit wächst auch die internationale Bedeutung des Marinestützpunktes in Eckernförde. Dort sind schon jetzt die Spezialkräfte der Marine und die deutschen U-Boote konzentriert. In den kommenden zehn Jahren sollen deshalb über 400 Millionen Euro in den Stützpunkt investiert werden.

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 09.04.2018 | 08:00 Uhr

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