Stand: 04.07.2019 07:41 Uhr

Polizei sucht Zeugen nach Vorfall in Schafflund

Gegen den Schafflunder Kommunalpolitker Erik Schaller vom Südschleswigschen Wählerverband (SSW) ist offenbar ein Sabotageakt verübt worden. Wie Schaller NDR Schleswig-Holstein berichtete, hatte er durch einen Zufall bemerkt, dass die Radmuttern in der Nacht zu Montag am rechten Vorderrad seines Autos gelöst waren. Die Polizei sucht jetzt Zeugen. Wer in der Zeit zwischen Sonntag- und Montagmorgen auffällige Personen in der Westerheide in Schafflund bemerkt hat, soll sich an die Flensburger Polizei wenden. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

Als die Familie am Montag mit dem Wagen in den Urlaub starten wollte, hatte sie laut Schaller merkwürdige Geräusche gehört. "Glücklicherweise muss ich einige Male hin und her drehen und wenden, um den Anhänger anhängen zu können und dadurch fiel es auf, bevor ich damit im Straßenverkehr war", so Schaller.

Fall liegt beim Staatsschutz

Der Politiker erstatte Anzeige bei der Polizeidienststelle in Schafflung im Kreis Schleswig-Flensburg, wie die Polizei mitteilte. Der Fall sei an den Staatsschutz weitergegeben worden. Laut SSW hatte Schaller bereits im Januar eine telefonische Morddrohung erhalten, weil er einen Besuch des Konzentrationslagers Auschwitz plante.

SSW-Chef Flemming Meyer verurteilte den mutmaßlichen Anschlag: "Das hier ist kein Dummerjungenstreich, sondern ein Angriff auf unsere Zivilgesellschaft. Und ich erwarte, dass Staats- und Verfassungsschutz den versuchten Anschlag auch genau in diesem Kontext einordnen und ermitteln."

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 02.07.2019 | 16:00 Uhr

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